Zwei Schwestern, zwei Opfer - #69

Show notes

Vorgespräch: bis 5:15 Min.
Updates zum Fall Christa Pike: bis 15:50 Min.

Fall ab: 15:50 Min.

🕯️ Spooky Season beginnt …

Frankreich, 1933: Zwei Schwestern, ein wohlhabender Haushalt – und ein Abend, der in einem grausamen Verbrechen endet.
Was geschah hinter den verschlossenen Türen?
Ein düsterer Fall zwischen Abhängigkeit, Geheimnissen und Wahnsinn.

Show transcript

00:00:15: Ein Podcast

00:00:15: von Anne und Maxi.

00:00:17: Zwei

00:00:18: Lehrerinnen in der True-Crime-Welt.

00:00:20: Trigger-Warnung?

00:00:22: Dieser Podcast ist für Personen unter sechzehn Jahren nicht geeignet.

00:00:26: Wir sprechen über echte Gewaltverbrechen an jungen Menschen, einschließlich körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt.

00:00:33: Bitte entscheide achtsam ob du weiterhörst!

00:00:40: Gut da sind wir wieder zurück.

00:00:42: neue Woche neues Glück neue Podcastfolge

00:00:45: Hallöchen Maxi, bevor ich weiß, so will ich es noch ganz viel sagen.

00:00:51: Aber vorher wollte ich dich schon die ganze Zeit fragen auf einer Skala von eins bis zehn wie sehr vermisst du mich?

00:00:56: Überhaupt nicht!

00:00:57: Null.

00:00:58: Weil du sitzt mir gegenüber.

00:01:00: Nein, ich meine in der Schule.

00:01:01: Ja, ich bin ja

00:01:02: nie in der Schul...

00:01:02: Ich wollte fragen, wie sehr vermist du die Schule?

00:01:05: Tatsächlich habe ich gedacht, ich vermisse sie mehr.

00:01:08: sag' ich euch ehrlich dass sich total Ja, vermisse auch in den Unterricht zu gehen.

00:01:14: Meine Kids zu sehen, meine Klasse zu sehen euch, meine Kollegen beste ... besten Mittagsgespräche zu führen oder den guten Kaffee zu trinken mit euch.

00:01:23: Aber nee, ehrlich gesagt bin ich so richtig fein damit dass ich sage okay mir geht's gut Ich hab hier Zuhause zu tun und kümmere mich um andere Dinge Und ähm...ich bin damit eigentlich recht.

00:01:36: Also wollte du damit sagen, eigentlich sind wir scheiße und du magst uns doch nicht.

00:01:39: Und deswegen ist es eine Ordnung jetzt weg zu sein?

00:01:42: Nein,

00:01:43: es ist wirklich in Ordnung für mich wegzusehen.

00:01:46: Wenn man jetzt Prioritäten gerade auf andere Dinge liegt...

00:01:48: Ja das glaube ich!

00:01:50: Die Freude ist ja eine große jetzt.

00:01:51: Genau und auch die Vorbereitung Anne.

00:01:52: Du kannst einfach nur mal kurz erzählen wie mein größter Antrieb hier ist zu Hause.

00:01:58: Ich weiß nicht ob

00:01:58: ihr schon gesagt habt aber die putzt Die Putz, die räumt alles um.

00:02:02: Es ist hier noch der Sperrmüll angemeldet.

00:02:05: Habe ich mich gerade gefragt?

00:02:06: Da kommt Maxi mit zwei, drei Paaren Schuhklitsch raus auf die Terrasse und dann sehe ich da überall Schuhe stehen.

00:02:12: Er hat einfach alle Schuhen gewaschen, glaube ich, die sie besitzt.

00:02:16: Das ist vielleicht wichtig vor der Entbindung aber ...

00:02:18: Ich dachte mir auch so wie unnötig.

00:02:19: Aber nee, es sind doch noch Grappiche in der Wäsche drinne, meine Achsen, die jetzt durchgewaschen werden.

00:02:27: Ich kann wirklich sagen, der größte Wahnsinn, den ich habe ist einfach der Nesttriebbau.

00:02:34: Wahnsinn!

00:02:34: Aber es macht einfach auch Spaß und ich gönne mir da meine Zeit ... Das ist so... Ich bin jedes Regal hier in dieser Wohnung durchgegangen.

00:02:44: Draußen Terrasse auch noch mal einen neuen Schirm gekauft.

00:02:46: Der musste jetzt sein.

00:02:47: Ist richtig

00:02:48: auch für im Winter.

00:02:48: Ja,

00:02:49: ist ja.

00:02:50: Der die ganze Terrassee einnimmt und dass wir den Kinderwagen darunter stellen können.

00:02:56: ganz viele Vorstellungen müssen auch genauso sein.

00:02:57: Dann hab ich alle Bilderrahmen, müsst ihr euch vorstellen wie unnötig die Bilderrahm wenn du gerade schaust zu deiner Linken habe ich einfach mal weg gemacht haben alles aufgemacht alles entstaubt neue Bilder reingemacht das ist nämlich gerade Sektgläser drauf.

00:03:11: meine größte Sehnsucht aber finde ich cool die zwei Gläser oder die zwei Bilder Meine Zukunft wieder.

00:03:19: Und ja, alles so fertig gemacht Kinderzimmer und ich könnte auch jeden Tag zu DM fahren und irgendwie was kaufen.

00:03:25: Ich mache Fotoalben gerade über meine ganze ...

00:03:28: So dreiundzwanzig Stück

00:03:29: gefühlt?

00:03:30: Ja, die ganzen Schwankerschaussmonate.

00:03:32: Ich zeige eine so hundert-achtzig Bilder ausdrücken und ich warte da auf das sie daraus kommen.

00:03:36: Ja, schön.

00:03:37: Eigentlich habe ich gehofft, dass du sagst, ja ... Ich vermisse dich auf einer Skala von eins bis zehn, zwölf und so.

00:03:43: Das

00:03:43: auf jeden Fall!

00:03:43: Ich denke, wir hätten unseren Popkast nicht, aber weil wir so dicht beieinander wohnen und uns sehr oft sehen und immer Zeit verbringen ist würde nicht eine Woche vergehen, wo wir uns nicht sehen.

00:03:52: Wir sehen uns in der Woche minimum zwei, drei Mal.

00:03:55: Und deshalb ist das für mich ... Du bist meine Freundin, die am meisten sehe?

00:03:59: Ja, und deshalb ist doch alles perfekt.

00:04:02: Ich finde es auch perfekt!

00:04:03: Super schön!

00:04:04: Nein du

00:04:04: findest gar nichts perfekter.

00:04:05: Erzähl' doch mal jetzt.

00:04:06: Nee ich hab nur gerade darüber nachgedacht dass ich dich schon sehr in der Schule vermisse.

00:04:10: also das ist schon merkwürdig ist ne?

00:04:11: Wie du sagst das Leben geht natürlich weiter und wir haben ja so jetzt auch hoffentlich bei den neuen Kollegen noch die jetzt gerade meine Praktikantin ist die wirklich sehr sehr lieb ist und mit der ich mich wohl fühle.

00:04:24: dann haben wir unsere Neue, unterrichtspädagogische Fachkraft.

00:04:29: Alina wird uns jetzt auch hier beiden ... Die ich auch wirklich sehr gerne mag.

00:04:33: also es ist schon witzig und alles.

00:04:34: aber trotzdem fehlt ein Teil von mir.

00:04:36: das kann nicht immer noch sagen

00:04:38: Aber du hast ja tolle neue oder eine gute neue Unterstützung Und ich verstehe das weil wenn er in dem Alltag ist und der geht so weiter und dann ist da einfach jemand nicht mehr da Dann ich kann mir das auch vorstellen wenn ich dann irgendwann in der Schule wieder bin und du bist dann mal nicht da Das ist auf jeden Fall auch sehr schwierig für mich, hundertprozentig.

00:04:58: Aber hier ist für mich gerade so ein ganz anderer Alltag.

00:05:01: Ja, man

00:05:02: gewöhnt sich an alles und von arbeitslos sein.

00:05:06: Ich sag immer ich bin arbeitslose!

00:05:07: Alles gut?

00:05:08: Na ja, gut aber du wolltest was ganz Brandwichtiges jetzt mit uns teilen.

00:05:13: Breaking News.

00:05:14: Mit der Community.

00:05:15: Genau das müssen wir unbedingt mit unserer Community jetzt teilen.

00:05:18: denn Anne bitte wie krass ist das, was jetzt innerhalb der letzten vierundzwanzig Stunden passiert ist Wahnsinn.

00:05:27: Ich hoffe, ihr habt unseren Post auch auf TikTok und Instagram gesehen.

00:05:32: Und es geht natürlich um Krista Pike, um ihre Hinrichtung!

00:05:37: Ja, für crazy...

00:05:39: Was geht da bitte ab?

00:05:41: Ich werde jetzt gleich noch mal darauf zurückkommen.

00:05:43: Und wer jetzt keine Ahnung hat worüber wir sprechen, bitte hört in unsere letzte Folge rein Die heißt, dreißig Jahre Todestrakt.

00:05:51: Es geht um Crystal Pike und ihre Todesstrafe und natürlich auch warum sie die erhalten hat.

00:05:56: Super spannender Fall!

00:05:57: Topaktuell reinhören.

00:05:59: Ich möchte euch jetzt mal kurz auf den neuesten Stand bringen.

00:06:04: Denn das hatte ich ja schon in der letzten Woche gesagt gehabt, dass ich mich ... auf die nächste Woche freue in Anführungszeichen oder sehr gespannt bin, weil ich dann topaktuell rausbringen

00:06:14: kann.

00:06:16: Was ist nun am Dreißigsten September passiert?

00:06:19: Also gestern am dreißigsten September, wir schreiben heute den ersten Oktober, an dem wir gerade aufnehmen.

00:06:25: Sollte Christa Pike hingerichtet werden?

00:06:27: Ging zehn Uhr!

00:06:29: Ja und kurz vor dem geplanten Termin kam jedoch die erste große Wendung.

00:06:34: der US-Bundesberufungsgericht hat einfach hundert drei Minuten vorher die Hinrichtungen zunächst gestoppt.

00:06:48: Ich sag mal so, sie sitzt seit über dreißig Jahren im Todesstrakt.

00:06:51: Und jetzt dieses Jahr, ich glaube Mai hat sie dann ihr Datum erhalten.

00:06:55: Sie wusste innerhalb dieser Jahre nie wann es soweit ist und zur Hinrichtung kommt das Datum des Dreißigen September erhalten.

00:07:04: Dann hat man ja darauf ein bisschen ... naja was hat man da drauf?

00:07:08: Hingefiebert

00:07:08: nicht, aber man hat mich damit

00:07:10: abgefunden.

00:07:11: Genau, und hat gesagt okay Es sind nur noch ein paar Monate, ein paar Wochen und irgendwann sind's noch ein Paar Tage.

00:07:18: Anwälte etc.

00:07:20: alle haben darum gekämpft, dass nach dreißig Jahren so ein

00:07:25: Todesurteil

00:07:26: nicht vollstreckt wird.

00:07:26: Genau und durch die Giftspritze und haben ja absolut gekämpft.

00:07:30: und letzte Woche haben wir noch darüber geredet was die Anwältel gerade alles probieren und so weiter hört da unbedingt rein.

00:07:35: wie gesagt haben wir alles in der letzten Folge besprochen und wir haben beide eigentlich gedacht ne ich glaube die kriegen nichts mehr hin.

00:07:42: also der Gouverneur hat auch das alles abgelehnt hat gesagt nein es kommen wird zur Hinrichtung kommen.

00:07:47: Punkt Jetzt ist die Hinrichtung von Crystal Pike aber gestoppt worden.

00:07:55: Das habt ihr vielleicht gestern Abend bei uns auch gesehen, wir haben eine Meldung rausgegeben unter anderem aber auch ganz viele andere Quellen haben über diesen Fall berichtet denn es war der Stand zu diesem Zeitpunkt.

00:08:09: Wir haben auch geschrieben Crystal Pike lebt vorerst.

00:08:17: Also aus gutem Grund haben wir das so geschrieben.

00:08:19: Denn der Fall, der war jetzt auch ein bisschen spezieller, denn Christa Paik wäre oder war generell die einzige Frau im Todestrakt und seit zweihundert Jahren wurde keine Frau in Tennessee mehr hingerichtet.

00:08:32: Deshalb war er auch so medial und hatte eine große Aufmerksamkeit.

00:08:37: Und dann nur wenige Stunden später hat sich natürlich alles geändert.

00:08:42: Der Supreme Court hebt den Stopp Aber auf.

00:08:47: Erst dieses, und das ist dieses Hin-und-Herr was ich überhaupt nicht verstehen kann, zehn Uhr.

00:08:51: Also rechnen wir mal so gegen acht Uhr ... Was weiß ich?

00:08:54: Acht uhrdreißig kam es zum Stopp.

00:08:56: Nein!

00:08:56: Es wird nicht vollstreckt.

00:08:59: vorerst.

00:09:00: Und dann ein paar Stunden später zum Abend hat der Supreme Court diesen Stopp aber wieder aufgehoben.

00:09:07: Das

00:09:07: ist nicht auch so.

00:09:08: Ich dachte, es ist eine Falschmeldung.

00:09:10: Habe ich auch gedacht?

00:09:11: Hab gestern das rausgegeben?

00:09:13: was haben wir was Falsches rausgegen?

00:09:14: da erst mal durchzusteigen was da gerade abging

00:09:18: verrückt.

00:09:18: dann haben sie sich wirklich am selben tag noch dazu entschieden dass also das höchste gericht der usa dass der stopp aufgehoben wird und die hinrichtungen heute noch durchgeführt wird.

00:09:29: ja also es war nicht vollständig abgesagt.

00:09:32: Sondern es hatte sich nicht mehr um ein paar Stunden, hat sich das nach hinten

00:09:35: verschoben.".

00:09:36: So dann kommen wir zum Abend.

00:09:38: Am Abend beginnt jetzt die Hinrichtung.

00:09:41: Christa Pike wurde dann auf die Hin- richtungskammer gebracht und auf der Liege fixiert.

00:09:48: sie sprach dann wohl ihre letzten Worte.

00:09:51: Anschließlich wurde ihr die Giftspitze verabreicht.

00:09:54: Das ist einfach was da jetzt in der Giftpritze ist auch super interessant.

00:09:58: Es ist so ein starkes Berührungsmittel und Narkosemitte.

00:10:02: Und das in einer entsprechenden hohen Dosis wird es ihr verabreicht, und das sorgt dann bei Menschen zur Bewusstlosigkeit und schließlich dazu, dass lebenswichtige Körperfunktionen einfach aussetzen bis hin zum Tod dann.

00:10:17: Doch die erste Dosis ... Da hat's eigentlich gar nichts passiert außer vielleicht etwas eingeschlafen, wir nennen es mal ein tiefer Schlaf.

00:10:28: Also Christa Pike ist auf jeden Fall nicht durch die erste Dosis gestorben.

00:10:32: Ja, was macht man dann?

00:10:34: Man hat ja eine zweite Dosis verabreicht und die kamen dann Ortzeit Tennessee um zwanzig Uhr sechsundzwanzig Das war bei uns schon um drei Uhr sechs und zwanzIG in der Nacht.

00:10:46: Da hat keiner mehr mitbekommen dass die Hinrichtung doch vollzogen wird außer jemand ist so lange Bach.

00:10:50: aber wir haben es auf jeden fall nicht mehr mit bekommen.

00:10:52: Wir haben's heute Morgen erst gelesen.

00:10:56: Dann hat Krista nun ihre zweite Dosis erhalten.

00:10:59: Und jetzt kommt's, auch die hat sie überlebt!

00:11:04: Zeugen und ihre Anwälte berichten, dass sie noch atmet und dabei sogar laut geschnarcht hat.

00:11:11: nach der zweiten Dosis also noch deutlich später war sie auch noch am Leben.

00:11:18: Was macht man jetzt wenn auch die zweite Doses nicht wirkt?

00:11:21: Genau dieser Punkt war so außergewöhnlich, denn das Hinrichtungsprotokoll von Tennessee sieht eine zweite Medikamentenabgabe vor.

00:11:31: Wenn die Erste nicht zum Tode führt.

00:11:33: doch nachdem auch die Zweite Dosis dann halt nicht zum Tod geführt hatte waren die vorgesehenen Schritte offenbar ausgeschöpft.

00:11:38: also ne Dritte stand nicht im Protokoll und somit wird es auch nicht durchgeführt.

00:11:42: keine weiteren Maßnahmen sind vorgesehene.

00:11:45: Ich finde das so verrückt wirklich.

00:11:49: Und was ist jetzt mit Crystal Pike dann geschehen?

00:11:51: Sie wurde in eine medizinische Einrichtung gebracht, mit dem Krankenwagen und stand heute.

00:11:57: Also der erste Oktober, Crystal Pike lebt.

00:12:02: Ja also die verschiedenen Meldungen von gestern waren keine Falschmeldungen, der einen Fall entwickelte sich halt noch weiter oder beziehungsweise immer weiter und anders.

00:12:11: aber ja erst wurde halt die Hinrichtung gestoppt.

00:12:14: Dann hob das höchste Gericht der USA diesen Stopp wieder auf dann doch die Hinrichtung.

00:12:21: Aber trotz der doch geplanten Hinrichtungen am Abend hat Christa Pike, die vorgesehene Medikamentenzufuhr überlebt und ...

00:12:32: Ist im Krankenhaus?

00:12:33: Ja,

00:12:33: genau!

00:12:35: Und was das jetzt heißt und wie es weitergeht... Ich habe keine Ahnung, wie geht es jetzt weiter?

00:12:42: Das ist im Moment absolut noch offen.

00:12:45: Sie lebt.

00:12:46: Die Hinrichtungsversuche ist natürlich abgebrochen und hat versagt.

00:12:50: Und jetzt stellen sich natürlich viele Fragen, werden Sie erneut versuchen, sie hinzurichten?

00:12:57: Braucht es einen neuen Hinrichtungstermin oder welche rechtlichen Möglichkeiten haben die Anwälte von Krista?

00:13:05: Welche Konsequenzen wird das auch für den gescheiterten Versuch zur Hinrichtungen haben?

00:13:09: Also irgendwie ist das wie ein wirklich schlechter Film ne?

00:13:14: Ja also ich habe auch gelesen gehabt in dem Bezug, dass man natürlich jetzt auch unabhängig untersucht.

00:13:22: Ob man dieses Substanz, dieses Pentobarbital oder wie das heißt?

00:13:26: Dass man das überhaupt noch verwendet.

00:13:28: also alle anderen Exekutionen wurden auch gestoppt nach diesem Vorfall genau weil man da nicht eingeht.

00:13:35: und das fand ich ganz interessant, weil ich mich so gewundert hatte als du das wo wir fürhin darüber gesprochen hatten du es auch erzählt hattest Weil ich das eigentlich so kenne, dass es ein mehres Stufenprotokoll gibt.

00:13:45: Also auch aus Film und so kenn' ich das so, dass erst ein ganz starkes Berührungsmittel gespritzt wird... ...und dann einen Muskel-Relaxanz und am Ende Kaliumchlorid, was sofort das Herz stoppt!

00:13:58: Und da darf ich mich zulesen, dass die Staaten tatsächlich anders machen.

00:14:04: Dass manche dieses drei Stufen Protokoll haben, das ist die häufigste Methode.

00:14:08: Manche haben so zwei Stufenprotokolle wie nur ein starkes Berührungsmittel und dann ganz stark dositisches Schmerzmittel.

00:14:14: Und Staaten wie Tennessee, Texas oder Missouri nutzen eben diese Einmedikamenten-Gabe.

00:14:22: Aber anscheinend hat's ja nichts gebracht?

00:14:24: Ja also es ist verrückt.

00:14:26: Das haben natürlich auch ein paar reagiert bei uns über den Fall.

00:14:29: Es haben manche gesagt Tote Strafe sind nie gerechtfertigt.

00:14:33: ich habe auch beandern jetzt unter den Post gelesen, das soll jetzt ein Zeichen sein für keine Todesstrafe mehr und so weiter.

00:14:43: Andere sagen natürlich nein, aber sie muss ihre Strafe bekommen, leben und leben, Auge um Auge schwierig.

00:14:49: Einer hatte auch geschrieben gehabt, dass Opfer ... wurde auch nicht gefragt ob sie leben oder sterben will?

00:14:59: Also ich find's ganz schwierig das Thema

00:15:02: Todesstrafe

00:15:03: total.

00:15:03: Ich weiß gar nicht auf welcher Seite Ich

00:15:06: auch nicht.

00:15:06: Ich find's schwierig,

00:15:07: Leben mit Leben zu bezahlen.

00:15:10: Find ich irgendwo auch nicht richtig.

00:15:11: Andererseits hat jemand das Leben genommen und die Personessen verdient, selbstzuleben ... Keine Ahnung!

00:15:17: Ich bin kein Richter oder Henker, aber wir bleiben dran.

00:15:21: Und wenn etwas Neues gibt, posten wir es wieder?

00:15:23: Ja, ich

00:15:25: glaub, es war jetzt ganz so wichtig, dass wir diese Aufklärung noch mal gemacht haben.

00:15:29: Wir können ein Zeitstempel da reinmachen, damit unsere Hörer gleich sehen.

00:15:34: wo wir noch mal über diesen Fall sprechen, weil ich glaube diese Folge wird nämlich etwas länger.

00:15:39: Oh ja!

00:15:39: Ich habe ja schon von dir gehört, wie lang dein

00:15:41: Gericht geht.

00:15:42: Mal gucken... Denn

00:15:45: starten wir einfach mal ne?

00:15:47: Okay

00:15:48: dann let's

00:15:50: go!

00:15:57: So ihr Lieben Maxi und alle anderen.

00:16:01: also ich darf heute am ersten Zehnten unsere juhu zweite Spooky season Das haben wir letztes Jahr auch schon gemacht, dass wir den Oktober durch nur Fälle gemacht haben.

00:16:15: Die wir irgendwie gruselig finden.

00:16:19: und da habe ich mir auch dieses Jahr wieder einen ausgesucht, den ich auch schon mal gehört hatte vor zwei drei Jahren oder so und den ich sehr grusellig finde.

00:16:29: Ich finde ja immer auch so Fälle ganz grusalig die ein bisschen älter sind.

00:16:37: Ich entschuldige mich jetzt schon mal für alle Frankreich-Liebenden.

00:16:41: Es sind unfassbar viele französische Namen, ich werde sie im besten Gewissen aussprechen, aber nie Französisch gehabt.

00:16:49: Deswegen ist es relativ kompliziert.

00:16:51: also bitte keine Kritik dahingehend.

00:16:54: Für Verlesen schon?

00:16:56: Aber dahingehn nicht!

00:16:58: Gut Maxi... Also das ist ja gehört.

00:17:01: wir gehen nach Frankreich und zwar nach Le Mans Am zweiten Februar, nineteenhundertdreiunddreißig.

00:17:13: Oh!

00:17:13: Es ist ein kalter Winterabend als René Longlet gegen neunzehn Uhr durch die Straßen von Le Mans nach Hause kommt.

00:17:21: Er lebt mit seiner Frau Leonie und seiner Tochter Geneviée in der Rue Brouillet Haus Nr.

00:17:26: sechs in einem wohlhabenden Viertel der Stadt.

00:17:30: An diesem Abend will die Familie allerdings nicht zuhause bleiben.

00:17:33: Für neunzehn Uhr sind die Long Lays bei Leonies Bruder Albert Rejar zum Essen eingeladen.

00:17:39: René kommt gerade aus seinem Club und will zu Hause seine Frau und seine Tochter treffen, bevor es weitergeht.

00:17:46: Doch als er vor seinem Haus steht fällt ihm etwas auf.

00:17:49: Es ist dunkel.

00:17:51: Die Fenster lesen sind geschlossen.

00:17:53: Kein Licht dringt aus den Wohnräumen nach draußen.

00:17:56: Vielleicht sind Leonie und Geneviève schon vorausgegangen.

00:18:00: René geht zur Haustür, steckt seinen Schlüssel ins Schloss und versucht sie zu öffnen.

00:18:05: Doch die Tür bewegt sich nicht – sie ist von innen verriegelt!

00:18:08: René klingelt… wieder nichts.

00:18:12: Er wartet einen Moment und versucht es noch einmal.

00:18:15: Vielleicht sind seine Frauen seine Tochter oben?

00:18:17: Vielleicht haben Sie die Klingel einfach nicht

00:18:19: gehört?!

00:18:20: Doch wieder reagiert niemand.

00:18:23: Und langsam ergibt diese Situation keinen Sinn mehr.

00:18:26: Denn selbst wenn Leonie und Geneviere das Haus bereits verlassen müssten noch zwei weitere Personen darin sein.

00:18:33: Christine und Léa Papyr.

00:18:35: Die beiden Schwestern arbeiten als Dienstmädchen für die Familie Longle, und wohnen mit im Haus – doch auch von ihnen ist nichts zu hören!

00:18:44: Renée bleibt zunächst keine andere Wahl, als weiterzugehen.

00:18:47: Vielleicht ist die Erklärung viel einfacher, als sie ihm gerade erscheint?

00:18:51: Vielleicht warten seine Frauen deine Tochter längst bei l'Aberge auf ihn und er steht hier vollkommen umsonst vor einer verschlossenen Tür….

00:18:58: Also macht er sich auf den Weg zu seinem Schwager.

00:19:01: Doch dort wartet niemand auf ihn.

00:19:03: Leonie und Jean-Vier sind nicht gekommen, Albert versucht zunächst seinen Schwager zu beruhigen.

00:19:09: Vielleicht haben sie die beiden Frauen verspätet oder sind noch bei jemand anderem.

00:19:13: Schließlich waren Mutter und Tochter an diesem Nachmittag unterwegs gewesen.

00:19:17: Gemeinsam machen sich die Männer deshalb noch einmal auf dem Weg – Sie gehen zu Pierre Renard, dem Ehemann von Madeleine, der älteren Tochter de L'Ongsley.

00:19:27: Leonie und Geneviere hatten dort einen Teil des Nachmittags verbracht, doch auch dort sind sie nicht zu finden.

00:19:34: Mehr noch – Sie sind bereits seit einiger Zeit wieder gegangen!

00:19:38: Spätestens jetzt wird aus René's Verwunderung echte Unruhe.

00:19:42: Denn wo sind seine Frau und seine Tochter?

00:19:45: Und warum hat ihm zu Hause niemand die Tür

00:19:47: geöffnet?!

00:19:48: In diesem Moment erinnert sich René an etwas das ihn beim ersten Mal offenbar noch nicht wichtig genug erschien ist.

00:19:54: Hinter den geschlossenen Fensterleden will er kleine Lichter gesehen haben, die sich im Haus bewegten.

00:20:00: Erst dachte er sei nur irgendeine Reflexion.

00:20:03: Doch nun denkt er vielleicht ist dort also doch jemand.

00:20:07: René und Albert kehren zur Rue-Brouillet zurück Und wieder stehen sie vor Haus Nummer sechs.

00:20:14: Wieder bleibt die Tür verschlossen und wieder antwortet niemand auf das Klingeln und Klopfen.

00:20:20: Was zunächst nur ungewöhnlich erschienen beginnt nun bedrohlich zu wirken.

00:20:25: Rene weiß nicht, wo seine Tochter und seine Frau sind.

00:20:28: Im Haus leben außerdem Christine und Lea doch auch sie reagieren nicht.

00:20:32: Gleichzeitig ist die Haustür von innen verriegelt.

00:20:35: Und schließlich machen die Männer das einzige was natürlich plausibel in dieser Situation ist Sie verständigen die Polizei.

00:20:42: Ich dachte du sagst jetzt sie... Also

00:20:45: brechen in das Hause?

00:20:46: Genau,

00:20:47: brechen die Tür auf!

00:20:48: Nein, sie verständigt die Polizei

00:20:49: Vorbildlich.

00:20:50: Und ich find's jetzt schon total gruselig, ich sag dir ehrlich, ich bin voll in diesem spooky Moment zu

00:20:57: drinnen.

00:20:57: So ein dunkeles Haus?

00:20:58: Ich seh da so ein großes Haus und so

00:21:01: verschlossene

00:21:02: Fensterlehnen...

00:21:03: Ja!

00:21:04: Es ist dunkel, es ist neblig, die Dämmerung und wäre es hier bei uns dunkel glaubt mir schon alleine die Bilder, die immer im Kopf sind, ich hätte schon ein bisschen Angst.

00:21:14: Generell, denn das Gruselige fand nicht gerade wo du sagst wenn man sich daran zurückgeeinhert.

00:21:19: Ich hab da auch ein paar Lichterflaggern sehen eigentlich hinter den Rollinen.

00:21:23: Da muss jemand doch im Haus gewesen sein.

00:21:26: Ja, Gänsehaut!

00:21:27: Und nun kommt die Polizei und wenig später stehen Beamte vor dem Haus der Familie L'Enclé.

00:21:33: Auch ihnen öffnet niemand.

00:21:35: Die Männer müssen sich einen anderen Weg hinein suchen Über das Nachbargrundstück gelangen sie schießt sich auf das Grundstück selbst und verschaffen sich Zugang zum Haus.

00:21:44: Drinnen ist es dunkel...die Elektrizität funktioniert nicht.

00:21:49: Nur das Licht ihrer Taschenlampen durchbricht die Dunkelheit, während die Beamten beginnen, die Räume abzusuchen.

00:21:56: Irgendetwas muss hier passiert sein – das liegt in der Luft!

00:22:01: Leonie und Ginevere sind nicht zu dem verabredeten Abendessen erschienen.

00:22:06: Christine und Lea Papur haben die Tür nicht geöffnet.

00:22:10: Das Haus war verschlossen.

00:22:12: Vier Frauen müssten an diesem Abend eigentlich hier gewesen sein Doch bislang hat sich keine von ihnen gezeigt.

00:22:20: Die Beamten gehen weiter durch das Haus, bis sie schließlich das Treppenhaus erreichen.

00:22:25: Vor ihnen führen die Stufen hinauf in das obere Stockwerk.

00:22:29: Einer der Polizisten richtet seine Taschenlampe nach oben und der Lichtkegel wandert langsam über die Stoffen.

00:22:36: Und dann bleibt der Beamt stehen!

00:22:38: Denn vor ihm befindet sich etwas, dass im Schlagartig klar macht, Und genau hier, an dieser Stelle verlassen wir das Haus in der Rubriette zunächst wieder.

00:22:55: Wir lassen die Polizisten auf dieser Treppe stehen denn bevor wir erfahren was ihr Licht in diesem Moment sichtbar macht müssen wir verstehen wer die Menschen sind, die hinter diesen Mauern leben.

00:23:06: Wer sind Leonie und Geneviève Langlais?

00:23:09: Und vor allem wer sind Christine und Lea Prapin diese beiden jungen Schwestern die seit Jahren gemeinsam in diesem Haus arbeiten?

00:23:17: Denn die Geschichte, die uns schließlich zurück auf genau diese Treppe führen wird beginnt nicht an diesem kalten Februar des Jahres neunzehnhundertdreißig.

00:23:27: Sie beginnt viele Jahre früher.

00:23:30: Also jetzt erst mal ein kleiner Cliffhanger.

00:23:33: Jetzt gehen wir in die Geschichte der beiden Schwestern.

00:23:38: Ja um genau herauszufinden was dort passierte entführe ich euch in die geschichte von Christine und Lea Zwei Schwestern, deren Namen nach diesem Abend weit über die Grenzen von Le Mans hinaus bekannt werden sollten.

00:23:53: Die Geschichte der beiden beginnt nicht gemeinsam.

00:23:55: Als Christine am achten März Ninzehundert fünf geboren wird gibt es Lea noch gar nichts und auch die Vorstellung von zwei Schwesten, wie später beinahe unzertrennlich erscheinen werden passt zunächst überhaupt nicht zu einer Kindheit, die vor allem von einem geprägt ist – Trennung!

00:24:13: Christine kommt in einer kleinen Gemeinde südlich von Le Man zur Welt.

00:24:16: Ihre Eltern heißen Gustave und Clémence.

00:24:19: Christine ist nicht ihr erstes Kind.

00:24:21: Vor ihrer wurde bereits eine ältere Schwester Emilia geboren.

00:24:26: Nach außen sind die Pompers zunächst eine gewöhnliche Arbeiterfamilie, doch die Ehe der Eltern ist schwierig und das Zuhause, dass Christine hineingeburnt wird bietet offenbar wenig von jener Beständigkeit, die man mit einer behüteten Kindheit verbinden würde.

00:24:41: Gustave arbeitet.

00:24:43: Clemence muss ebenfalls sehen, wie sie die Familie versorgt und zwischen den Ehleuten kommt es immer wieder zu Konflikten.

00:24:51: Spätere Berichte beschreiben die Mutter als ausgesprochen schwierige und dominante Frau und dem Vater als Mann der regelmäßig Alkohol trinkt.

00:24:59: Gerade an dieser Stelle müssen wir allerdings vorsichtig sein.

00:25:02: Vieles was später bei diese Familie geschrieben wird entsteht erst nachdem ihre Töchter in ganz Frankreich bekannt sind.

00:25:09: Plötzlich sucht man natürlich Rückblicken nach irgendwelchen Auffälligkeiten und malt sich aus, wie das Leben dieser Familie so sein konnte.

00:25:19: Aber was gesichert ist, dass die Ehe der beiden nicht funktionierte.

00:25:24: Während die Erwachsene miteinander kämpfen, wachsen ihre Töchter nicht einfach gemeinsam unter einem Dach auf.

00:25:31: Emilia verbringt einen Teil ihrer Kindheit bei Verwandten – auch Christine bleibt nicht dauerhaft bei ihren Eltern!

00:25:37: Sie wird zunächst außerhalb der Familie untergebracht und kommt später in eine religiöse Einrichtung im Limo.

00:25:44: Dann, sechs Jahre nach Christine, wird am fünften September, nineteenhundertelf das jüngste Kind der Familie geboren – Lea!

00:25:52: Als diese zur Welt kommen ist Christine bereits sechs Jahre alt.

00:25:56: Doch auch die Geburt der jüngsten Tochter führt nicht dazu, dass aus dem Papa plötzlich jede Familie wird, in der drei Schwestern gemeinsam aufwachsen.

00:26:04: Ganz im Gegenteil Die Ehe zerbricht nun endgültig.

00:26:09: Die Eltern trennen sich, später folgt die Scheidung und die Mädchen werden auf verschiedene Orte verteilt.

00:26:15: Clemence arbeitet selbst als Hausangestellte.

00:26:18: Für ihre Töchter bedeutet das, dass ein großer Teil ihrer Kindheit nicht im gemeinsamen Elternhaus stattfindet.

00:26:25: Christine wächst ebenfalls für mehrere Jahre in dieser religiösen Einrichtung auf.

00:26:32: Es ist eine katholische Einrichtung, in der Mädchen und Frauen untergebracht werden.

00:26:36: Und in Religionen, Disziplinen und Arbeit unterrichtet werden und das den Alltag bestimmt.

00:26:42: Während andere Kinder morgens am Frühstückstisch ihre Eltern sitzen, lebt Christine nach den Regeln einer Institution.

00:26:49: Sie bleibt dort bis in ihre Jugend.

00:26:51: Und ausgerechnet hier scheint sich für Christine zeitweise eine Zukunft abzuzeichnen die ihr späteres Leben in eine völlig andere Richtung hätte führen können Denn Christine fühlt sich offenbar zur Religion hingezogen.

00:27:04: Berichten zufolge denkt sie darüber nach, selbst in ein Kloster einzutreten und Nonne zu werden.

00:27:10: Doch dazu kommt es nicht – denn ihre Mutter Klimmungs ist dagegen!

00:27:14: Warum genau lässt sich heute nur Schwer rekonstruieren?

00:27:17: Aber Christine verlässt die Einrichtung schließlich und beginnt zu arbeiten.

00:27:22: Damit tritt sie eine Welt ein, die sie von nun an über viele Jahre begleiten wird.

00:27:27: Sie wird ein

00:27:28: Dienstmädchen.".

00:27:30: Für junge Frauen aus einfachen Verhältnissen ist das zu dieser Zeit nichts Ungewöhnliches.

00:27:36: Wer keine Ausbildung und kaum eigenes Vermögen besitzt, findet Arbeit häufig dort wo wohlhabendere Familien Hilfe benötigen – in Küchen, Waschräumen, Schlafzimmern oder Salons fremder Häuser.

00:27:49: Christine arbeitet in verschiedenen Haushalten.

00:27:52: sie putzt, wäscht, kocht und erledigt jene Arbeiten die notwendig sind damit das Leben einer anderen Familie möglichst reibungslos funktioniert.

00:28:00: Sie lebt dabei teilweise genau dort wo sie arbeitet.

00:28:03: der Arbeitsplatz ist gleichzeitig dass zu Hause und die Grenzen zwischen Dienst- und Privatleben ja die sind eben dementsprechend klein.

00:28:12: Während Christine auf diese Weise zunehmend auf eigenen Beinen steht wächst Lea unter anderen Bedingungen auf.

00:28:18: Hier hab ich schon wieder dieses Spukige vor Augen.

00:28:21: Haushälter, Klamotte und ... Wir sind ja auch in den Vierzigerjahren.

00:28:27: Dieses ganz typische Outfit.

00:28:29: In den Dreißigerjahrs.

00:28:30: Das find ich so ...

00:28:32: Ja.

00:28:32: Das macht alles noch mal bildhafter und großlicker, finde ich auch.

00:28:36: Finde ich auch!

00:28:38: Und die kleine Schwesterle ist ja nun... Der Altersunterschied zwischen den beiden ist jetzt nicht so ... Beträchtlich, also ist schon da.

00:28:49: Aber halt ... ja, sechs Jahre halt!

00:28:53: Und wenn Lea zehn wird, ist Christine nun sechzehn und beginnt längst als junge Frau ihr eigenes Geld zu verdienen.

00:29:01: Das ist eben auch sehr wichtig um sich klarzumachen dass Christine und Lea nicht von Anfang an jenes unzertrennliche Schwesternpaar sind als das sie später beschrieben werden.

00:29:10: Diese Nähe entsteht jetzt erst langsam.

00:29:13: Sie entstehen eine Familie in der Verlässlichkeit offenbar immer wieder verloren geht.

00:29:17: Die ältere Schwester Emilia entscheidet sich nämlich schließlich für ein Leben, dass Christine selbst einmal im Betrag gezogen hat.

00:29:24: Wo geht sie hin?

00:29:25: Ins Kloster und wird Nonne.

00:29:27: Und damit ist halt Emilia auch weg.

00:29:30: Also alles bricht grad auseinander.

00:29:33: Und Christine und Lea haben eben nur noch so sich auf die Sie sich verlassen können.

00:29:41: Und irgendwann ... beginnt dann Christine nicht mehr nur noch für sich selbst nach einem Platz zu suchen, denn sie möchte ihre kleine Schwester bei sich haben.

00:29:53: Und zu dieser Zeit ist es auch ganz normal dass man häufig den Arbeitgeber als Dienstmädchen noch gewechselt hat weil dann irgendwie die Arbeit nicht mehr da war oder die Leute umgezogen sind, sich das nicht mehr leisten konnten, die Kinder zu alt waren wie auch immer je nachdem wofür man dann auch eingestellt war und Ab diesem Zeitpunkt an verlaufen ihre Lebenswege immer weniger nebeneinander und immer häufiger gemeinsam.

00:30:16: Christine findet Anstellungen und versucht, ihre jüngere Schwester nachzuholen.

00:30:20: Schließlich arbeiten die beiden zusammen – wo Christine hingeht folgt zunehmend auch Lea.

00:30:26: aus.

00:30:26: zwei Schwestern, die einen erheblichen Teil ihrer Kindheit getrennt voneinander verbringen wird nach und nach eine feste Einheit.

00:30:33: Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter verändert sich.

00:30:36: Clemence arbeitet weiterhin selbst als Dienstmädchen, doch zwischen ihr und besonders Christine entstehen Spannungen.

00:30:42: Mit der Zeit ziehen sich die beiden jungen Frauen immer stärker aus diesem Verhältniss zurück.

00:30:47: Am Ende steht eine Entscheidung, die für ihre weitere Geschichte entscheidend sein wird.

00:30:52: Christine und Lea wollen definitiv zusammenbleiben!

00:30:56: Sie arbeiten zusammen, verbringen ihre freie Zeit miteinander und treten auch gegenüber ihrer Umwelt zunehmend als Paar von Schwestern auf.

00:31:05: Und später wird auch über diese Nähe sehr viel geschrieben werden.

00:31:09: Man wird sie ein bisschen als ungewöhnlich titulieren aber da wollen wir noch später drauf zurückkommen Denn zu diesem Zeitpunkt wissen Christine und Lea von all diesen Deutungen natürlich nichts.

00:31:21: Sie sind einfach zwei junge Frauen aus einfachen Verhältnissen, die früh lernen mussten dass ein Zuhause nicht zwangsläufig ein Ort ist an dem man dauerhaft bleiben kann.

00:31:31: Also suchen sie sich gemeinsam ein neues Zuhauser und irgendwann führt diese Suche die beiden nach Le Mans.

00:31:40: Dort finden Christine und Léa eine Anstellung bei der sie zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum gemeinsam in einem Haushalt bleiben werden.

00:31:48: Ein Haus in dem zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander treffen Auf der einen Seite eine wohlhabende, bürgerliche Familie.

00:31:56: Auf die anderen zwei junge Dienstmädchen, deren Leben sich nahezu vollständig innerhalb fremder vier Wände

00:32:02: abspielt.".

00:32:03: Bevor wir aber gemeinsam mit Christine und Lea dieses Haus betreten, müssen wir uns genau diese Welt etwas genauer ansehen.

00:32:10: Denn wer verstehen möchte wie das Leben der beiden Schwestern in den folgenden Jahren aussieht muss verstehen was es im Frankreich der neunzenhundertzwanziger Jahre überhaupt bedeutet als Dienstmännchen ein fremden Haushalt zu leben!

00:32:22: Man arbeitet dort, man schläft dort.

00:32:24: Man verbringt einen großen Teil seines Lebens dort und trotzdem ist es niemals das eigene Zuhause.

00:32:33: Also man muss auch ein bisschen ... Man sagt so schön hinter fremden Türen spielt dieses Leben ab.

00:32:39: Man muss einen Moment vom Leben der beiden Schwestern sich lösen und diesen Blick eben auch dahin werfen wo die Beiden erwachsen werden.

00:32:50: Frankreich hat ja nun gerade den ersten Weltkrieg hinter sich.

00:32:52: Das Land versucht, zur Normalität zu zurückkehren.

00:32:55: die Städte wachsen und besonders in den wohlhabenden bürgerlichen Familien gehört es eben zum guten Ton das Personal zu beschäftigen.

00:33:02: Und mit dem geht man halt auch mehr oder minder gut um.

00:33:06: Es gibt Familien, die eine sehr gutes Verhältnis haben, Familien, der eher ein schlechteres Verhältnissen zu ihnen Dienstmädchen haben.

00:33:15: Aber dieses Verhältness ... Das ist wichtig, weil in den Rekonstruktionen gesagt wird, warum sind sie nicht gegangen und gab es Spannungen usw.

00:33:23: Aber dieses Verhältnis für Menschen oder Frauen aus armen Verhältnissen war absolut wichtig.

00:33:30: Was brauchen Sie?

00:33:31: ganz dringend Arbeit?

00:33:33: Da konnte man schnell ungelernt reinkommen.

00:33:37: Ganz viele von ihnen verlassen dafür ihre Familien, ziehen in die Häuser der Arbeitgeber weg aus dem Geburtsort auch Verpflegung und eine gewisse finanzielle Sicherheit, was natürlich zur Zeit nach dem Essen-Weltkrieg überhaupt nicht irgendwie normal war.

00:33:58: Und genau darin liegt dann eben die besondere Abhängigkeit.

00:34:02: Denn wer in einem solchen Haushalt lebt kann nach Feierabend nicht einfach die Türen da sich schließen oder Hause gehen – die Tür, die man stets gehört im Arbeitgeber.

00:34:10: Das Wett, indem man schläft steht in seinem Haus.

00:34:12: das Essen, das man bekommt, stimmt aus seiner Küche.

00:34:15: Selbst.

00:34:15: ein großer Teil des eigenen Tages richtet sich nach den Bedürfnissen einer anderen Familie.

00:34:21: Und zwischen dem Menschen, die gemeinsam unter einem Dach leben, verläuft eine Grenze, die in Frankreich dieser Zeit deutlich spürbar ist.

00:34:27: Auf der einen Seite stehen die Herrschaften und auf der anderen das Personal.

00:34:32: Man begegnet sich zwar täglich – manchmal vom frühen Morgen bis spät in den Abend.

00:34:36: Man kennt die Gewohnheiten der Anderen, weiß wann jemand aufsteht, was er gerne isst, welche Kleidung getragen wird usw.

00:34:44: Aber trotzdem gehört es nicht zu einem selbst.

00:34:48: Räumlich wird auch diese Trennung in vielen bürgerlichen Haushalten sichtbar, die Dienstboten haben sogar ihre eigenen Bereiche, ihre eigenen Zimmer und teilweise eigene Wege durchs Haus.

00:34:57: Das kenne ich auch so aus Filmen- und Serien, dass da ganz oft Dienstboten eingang oder so ...

00:35:05: Oder sie haben einen anderen komplexen Wohnen?

00:35:09: So ein kleiner Anbau oder was weiß ich.

00:35:13: Und für Christine, sie geht ja schon früher in diese Welt ist die dann auch irgendwann Alltag und sie erarbeitet sich da auch sehr schnell einen guten Ruf.

00:35:23: Sie gilt als besonders tüchtig ordentlich und vor allem als ausgesprochen gute Köchin und da ist sie natürlich bei den hochbürgerlichen Herrschaften sehr beliebt.

00:35:35: Und sie verdient jetzt auch ihr eigenes Geld und kann sich zumindest ein Stück weit selbst aussuchen, wo sie arbeiten möchte.

00:35:41: Da sie immer gute Referenzen hat.

00:35:43: Und auch ziemlich genau Vorstellungen davon, wo Sie arbeiten möchten.

00:35:48: Wenn ihr eine Anstellung nicht zusagt bleibt sie nicht zwangsläufig dort.

00:35:51: Sie wechselt halt mehrfach den Haushalt bis die Bedingungen eben für Sie passen.

00:35:56: Diese

00:35:58: ...

00:35:59: Ja diese Stelle hat es hier bei den Long Slays gefunden Und sie zeigt halt Lea, auch nachdem sie sie geholt hat immer mehr wie die Arbeit funktioniert.

00:36:09: Achtet auf Sie und versucht eben dass auch sie dort gut klar kommt.

00:36:17: Und Menschen die Christine und Lea in diesen Jahren begegnen erleben immer wieder zwei junge Frauen, die wenig Aufsehen erregen.

00:36:23: Sie gehen kaum raus interessieren sich offenbar nicht besonders für Tanzveranstaltungen oder das gesellschaftliche Leben anderer jungen Frauen Ihres Alters.

00:36:31: Männer spielen, soweit wir es aus den Berichten rekonstruieren können.

00:36:35: In ihrem Alltag auch keine Rolle und stattdessen verbringen sie ihre freie Zeit häufig miteinander.

00:36:41: Sie gehen zur Kirche, erledigen Besorgungen und danach kehren sie wieder gemeinsam zurück.

00:36:46: Na gut für mich klingt das der perfekte Job für die Schwestern.

00:36:49: Wenn sie eh nicht so viel unterwegs sind oder gar kein großes Interesse daran haben, leben sie ja total für ihren Job Und ... ja, ich denke da sind sie total drin aufgegangen.

00:37:05: So macht mir das irgendwie den Eindruck.

00:37:09: Aber ich wollte dich von nicht unterbrechen.

00:37:10: aber meine Frage war welches Jahr ist es jetzt?

00:37:13: Also wie alt sind Sie denn?

00:37:15: Ist doch wohl nicht immer noch.

00:37:16: also sechzehn ist die eine.

00:37:18: Nee nee, die ist schon älter.

00:37:19: Ach so!

00:37:20: Wir sind jetzt als sie anfangen bei den Long Lays zu arbeiten.

00:37:26: Das ist neunztundhundertsechs und zwanzig.

00:37:28: Also die Februar-Nacht, die ich am Anfang im Prolog sozusagen geschält habe ... Dreiunddreißig.

00:37:34: Und jetzt sind wir gerade neunzundhundzechs undzwanzig, wo sie diese Anstellung bekommen aber seitdem sie sechzehn ist, die Christine arbeitet sich schon als Hauswirtchen also sie ist jetzt grade einundzwanzzig.

00:37:46: Ah okay.

00:37:46: Und ähm... Ihre Schwester eher dann fünfzehn?

00:37:49: Ja, vierzehn noch, genau

00:37:51: so.

00:37:51: Okay.

00:37:52: Stand das.

00:37:52: Okay

00:37:53: gut!

00:37:53: Weil sie mich jetzt gewundert mit zehn Jahren Haushälterin.

00:37:58: Ja, genau.

00:37:59: Aber sie hat ihre Schwester schon ein bisschen länger daran geführt und wir haben die beiden Schwestern ganz gut kennengelernt.

00:38:06: aber wichtig um auf das Verhältnis zu verstehen ist dass wir auch einmal die bürgerliche Familie, die Long Lays natürlich einmal kennenlernen müssen bevor wir wieder zu diesem Februar abend, neunzehnhundratdreißig zurückkehren können.

00:38:20: Wie ich ja schon erwähnt habe, für Christine und Lea beginnt mit dem Einzug in die Brüde-Brouillet ein neuer Abschnitt ihres Lebens.

00:38:27: Aber für die Menschen, die hier bereits wohnen sind die beiden zunächst jedoch vor allem eines einfach neue Angestellte Die künftig einen großen Teil ihres Alltags eben mit ihnen teilen werden.

00:38:38: Der René den ich ja am Anfang erwähnte ist arbeitet einem juristischen Beruf um.

00:38:43: gemeinsam mit seiner Frau Leonie gehört er natürlich zu dem wohlhabenden Bürgertum der Stadt.

00:38:49: Die Familie kann sich wirklich ein großes Haus, Personal leisten.

00:38:53: Und die beiden haben zwei Töchter.

00:38:56: Die ältere Madeleine ist zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet und lebt nicht mehr bei ihren Eltern aber ihre jüngere Schwester Genevié dagegen wohnt noch zu Hause und damit leben nun fünf Menschen unter dem selben Dach deren Alltag in den kommenden Jahren eng miteinander verbunden sein wird.

00:39:12: Ah okay!

00:39:14: Ähm ... die Geneviée oder wie man sagt Das Mädchen.

00:39:18: wie alt ist sie denn?

00:39:19: Ja, die ist so vierzehn-fünftzehn.

00:39:21: Um neunzehn und sechsundzwanzig, ne?

00:39:24: Dann ist ihr ja eigentlich so alt ... Wie

00:39:26: auch ... Ja genau, so alt wie leer.

00:39:28: Genau,

00:39:29: nur

00:39:30: ein, zwei Jahre.

00:39:30: Die können wirklich wie Schwestern groß werden.

00:39:33: Aber wären Sie eben aufgrund ihrer Stellung halt nicht so, oder?

00:39:39: Aber ich stell mir das trotzdem schön vor für Genevieve, dass sie halt ... Hausmädchen hat die dann vielleicht in ihrem Alter auch mit ihr so die gleichen Interessen teilen.

00:39:48: Ja, also eigentlich verstehen sie sich auch so weit ganz gut.

00:39:52: Christine wird eben vorrangig als Köchin eingesetzt und Lea übernimmt vor allem die Reinigung und andere Hausarbeiten.

00:40:00: Okay.

00:40:01: Christine ist natürlich die erfahrenere der beiden und hat ein bisschen eine andere Stellung innerhalb des kleinen Hauspersonals.

00:40:08: aber trotzdem für die Schwestern ist diese Anstellung wirklich ... Positiv, denn auf spätere Berichte betonen immer wieder, dass sie für Dienstmädchen ihrer Zeit vergleichsweise gut bezahlt werden.

00:40:19: Und auch sonst scheint das Verhältnis zwischen den Long-Lays und ihren Angestellten zunächst keineswegs von offenen Konflikten geprägt zu sein – und das ist auch sehr wichtig!

00:40:27: Ja, und Christine und Lea bleiben auch jahrelang bei den Long Lays.

00:40:32: also das spricht wirklich dafür, dass das Verhältnis gut ist.

00:40:35: Sie sollen immer regelmäßig Ihren Lohn erhalten haben freie Zeit bekommen haben, es soll keine körperliche Züchtigungen gegeben haben.

00:40:43: Und auch vor allem René scheint mit ihrer Arbeit wirklich sehr zufrieden gewesen zu sein und Leoni wird von den Schwestern zunächst nicht ausschließlich negativ beschrieben.

00:40:53: Sie führt zwar den Haushalt und kontrolliert die Arbeit der beiden jungen Frauen und wenn etwas nicht ihren Vorstellungen entspricht weiß sie natürlich darauf hin.

00:41:02: aber das gehört halt in einem bürgerlichen Haushalt dieserzeit zum üblichen Verhältnis zwischen Hausherren und Dienstpersonal.

00:41:10: Und natürlich sind sie aber trotzdem Christian Lea täglich einer Frau unterstellt, die darüber entscheidet ob ihre Arbeit gut genug ist.

00:41:17: Und Leonie scheint auch sehr genau hinzusehen.

00:41:19: also sie achtet wohl sehr pinibel darauf dass die Aufgaben ordentlich erledigt werden und wenn etwas beschädigt wird oder nicht in Vorstandung entspricht soll sie ja da auch schon sehr harsch gewesen sein.

00:41:32: Aber trotzdem funktioniert das Zusammenleben zumindest im Verständnis der Zeit in der wir uns befinden, als sehr gut.

00:41:40: Es ist kein familiäres Zusammenleben aber trotzdem funktioniert das.

00:41:43: Arbeitsverhältnisse?

00:41:44: Genau man sagt so schön oder das habe ich gelesen die Menschen teilen eine Adresse aber eben nicht dasselbe Leben.

00:41:51: und ja dann scheint dieses System auch wirklich lange zu funktionieren und vielleicht fällt deshalb auch kaum auf wie wenig die Menschen die hier jeden Tag miteinander verbringen tatsächlich voneinander wissen.

00:42:06: Christine und Lea erfüllen ihre Aufgaben offenbar so zuverlässig, dass es für die Long Slays wenig Anlass gibt sich in ihr Privatleben einzumischen.

00:42:15: Umgekehrt nehmen die Schwestern ja kaum am gesellschaftlichen Leben ihrer Arbeitgeber teil.

00:42:20: Es gibt allerdings einen Menschen außerhalb des Hauses der weiterhin versucht Einfluss auf ihr Leben zu nehmen – und zwar ihrem Mutter!

00:42:28: Und das fand ich total erstaunlich, Trotzdem, obwohl sie keinen Kontakt mehr haben.

00:42:37: Zunächst ein Teil ihres verdienten Geldes an ihre Mutter abgeben müssen und ... Müssen?

00:42:43: Ja!

00:42:44: Genau.

00:42:45: Und das schreibt

00:42:45: wer vor?

00:42:46: Die Mutter fordert es ein.

00:42:47: Wow.

00:42:49: Besonders Christine scheint jedoch immer weniger bereit zu sein ihrer Mutter weiterhin über ihre Finanzen und ihr Leben bestimmen zu lassen.

00:42:58: Und ausgerechnet Leonine Longlea soll dabei eine Rolle gespielt haben.

00:43:02: Nach späteren Aussagen bestärkt die Christine darin, ihren Lohn selbst zu behalten statt ihn weiterhin an ihre Mutter abzugeben.

00:43:08: Für Christine bedeutet das eben mehr finanzielle Unabhängigkeit für Clemence dagegen bedeutet es dass sie ein Teil ihres Einflusses auf ihre Töchter verliert.

00:43:19: Ja, das ohne hinschwierige Verhältnis verschlechtert sich dadurch immer weiter.

00:43:22: und schließlich haben Christine und Lea eigentlich gar keinen Kontakt mit ihrer Mutter Und damit verändert sich etwas in ihrem Leben.

00:43:29: Nicht unbedingt innerhalb des Hauses, der lang leer ist, sondern außerhalb davon.

00:43:33: Denn eine der wenigen Personen die noch irgendwie in einer Verbindung zu ihrer Vergangenheit stand, spielt nun kaum noch eine Rolle in ihrem Alltag.

00:43:43: und dann geschieht etwas im Jahr neunzehnunddreißig das zum ersten Mal darauf hindeutet dass hinter dem geregelten Leben der beiden Schwestern möglicherweise doch etwas vorsicht geht von dem ihre Arbeitgeber nur wenig mitbekommen Denn, und die Situation wird später noch sehr oft erwähnt werden.

00:44:00: Und eine Rolle spielen?

00:44:06: Was genau sie dort erreichen wollen lässt sich heute nicht mehr in einen Einzelheiten rekonstruieren.

00:44:11: Zeitgenössische Berichte schildern jedoch dass die beiden sich beim Bürgermeister beziehungsweise bei den Behörden darüber beklagen man behandle sie ungerecht oder verfolge

00:44:19: sie.

00:44:21: Ja, ihre Äußerungen wirken auf die Menschen, die ihnen zuhören.

00:44:24: Offenbar aber so ungewöhnlich dass der Vorfall nicht einfach vergessen wird.

00:44:28: Die Angelegenheit gelangt also schließlich zur Polizei.

00:44:32: Ein Beamter erkunnigt sich bei René nach seinen beiden Angestellten.

00:44:37: René scheint darin allerdings keinen Grund zu sehen Christine und Lea zu entlassen.

00:44:41: Er kennt die beiden seit Jahren erlebt sie als zuverlässige Arbeitskräfte Und hat innerhalb seines Hauses offenbar kein Anlass Sie irgendwie für merkwürdig zu halten.

00:44:51: Er weiß diese Sachen zurück und kann sich nicht erklären, warum sie das behaupten.

00:44:56: Aber Beamte sollen ihm geraten haben, sich von den Schwestern zu trennen.

00:45:01: Weil er war natürlich auch einer der Gutbürgerlichen, war bekannt ... Man stand da halt so auf seiner Seite.

00:45:09: Sonst würde er in einen schlechten Licht gerufen werden?

00:45:11: Ja also man glaubt ihm das halt.

00:45:14: Und wie gesagt es gibt keine ... Ich beweise dafür jetzt auch wirklich in den Berichten, dass da irgendwie Gewalt in dem Haus großartig passieren würde.

00:45:26: Also René entlässt sie nicht?

00:45:28: Warum sollte er auch?

00:45:30: Für ihn gibt es keinen Anlass und so geht das Leben in der Rue-Brouillerie weiter.

00:45:34: René geht seine Arbeit nach, Geneviève bringt viel Zeit mit ihrer Mutter und Leonie kümmert sich um den Haushalt und gibt vor was erledigt werden muss.

00:45:43: Christian kocht Lea übernimmt ihre Aufgaben, Wochen vergehen Monate vergehen, Jahre vergehen.

00:45:50: Bis Anfang Februar, und zu diesem Zeitpunkt arbeiten Christine und Lea ja nun bereits seit mehreren Jahren also fast sieben Jahre für diese Familie.

00:46:02: Und was einmal eine neue Anstellung gewesen ist gehört längst zum Alltag aller Beteiligten.

00:46:07: und vielleicht liegt genau darin etwas dass diesen Fall später so schwer verständlich machen wird.

00:46:11: Denn soweit wir es heute rekonstruieren können gibt es keinen jahrelang offenen Krieg Keine bekannte Reihe von Gewalttiken aus Nahesetzungen, die zwangsläufig auf irgendeine Katastrophe zuläuft.

00:46:25: Und

00:46:26: ja ... Der Alltag funktioniert bis er es eben plötzlich anscheinend nicht mehr tut.

00:46:32: und während das Leben der Familie Longlea seinen gewohnten Gang geht gibt es einen Teil im Leben der beiden Schwestern zudem selbst die Menschen, die täglich mit ihnen unter einem Dachwohn kaum Zucken haben.

00:46:44: Es ist die Welt, die Christine und Lea miteinander teilen Und es ist eine Welt nur für zwei.

00:46:51: Wenn Christine und Lea ihre Arbeit beendet haben, gibt's nur wenige Menschen mit denen sie ihre freie Zeit verbringen.

00:46:57: Vor allem gibt es nur sie beide.

00:47:00: Also eigentlich wollen sie nur sich.

00:47:03: Dabei unterscheiden sich die beiden Schwester natürlich durcheinander.

00:47:07: Christine als ältere und auch viel selbstbewusstere von ihnen.

00:47:12: Lea dagegen wird als ruhiger und zurückhaltender beschrieben.

00:47:15: Sie scheint sich stärker an ihre älteren Schwester zu orientieren und überlässt ihr häufig die Initiative.

00:47:21: Diese Unterschied trennt die beiden jedoch nicht, sondern ganz im Gegenteil – auch außerhalb ihrer Arbeit sieht man Christine und Lea fast immer gemeinsam!

00:47:29: An ihren freien Tagen verlassen sie das Haus, doch das bedeutet nicht dass sie sich in das gesellschaftliche Leben stürzen, sondern auch sieben Jahre später bleibt es wirklich dabei einfach nur Messe, also in die Messe gehen, Einkäufe erledigen oder gemeinsam spazieren gehen….

00:47:44: Freundschaften außerhalb ihrer Arbeit sind eigentlich gar nicht bekannt.

00:47:48: Und auch zu Männern fliegen sie weiterhin keinerlei engeren Beziehungen, wenn Sie ausgehen dann gemeinsam und Sie kehren auch gemeinsam zurück?

00:47:56: Aber das ist ja nicht vorgeschrieben, sondern dass es ihr eigener will, ne?

00:47:59: Genau!

00:48:00: Wenn Sie da sind, gehen Sie immer direkt in Ihr Zimmer und haben auch gemeinsam ein Zimmer, indem Sie eben beide schlafen, dass Sie sich beiden teilen.

00:48:08: Was dort oben geschieht weiß auch keiner.

00:48:11: also die Long-Lays, die gehen nicht da rein gucken jetzt irgendwie.

00:48:16: Und auch die Schwestern haben halt eben auch wenig Bedürfnis, danach irgendwie zu teilen was sie dann machen oder so.

00:48:24: und das wird aber im Laufe jetzt auch immer wieder hinterfragt.

00:48:30: die Beziehung zwischen den beiden.

00:48:33: Was sich aber sicher sagen lässt ist eben dass Christine und Lea außergewöhnlich viel Zeit miteinander verbringen und nur wenige enge Beziehungen außerhalb ihrer Verbindung pflegen.

00:48:43: Und was auch später eine wichtige Rolle spielen wird, ist dass Christine ihre jüngere Schwester nicht nur zu lieben und zu beschützen scheinen.

00:48:50: Also nein es scheint nicht so das sie ihre jüngere Schweste nur lieben oder beschützen möchte sondern dass die eben auch erheblichen Einfluss auf sie hat.

00:49:01: So vergehen dann eben auch die Jahre in der Rue Bruier im Haus Nummer sechs.

00:49:08: Für die Menschen draußen bleiben Christine und Lea, eben weiterhin zwei Frauen, die morgens ihre Arbeit beginnen.

00:49:13: Und ihren Alltag zuverlässig bewältigen.

00:49:16: Und niemand schaut weiter hinter die Fassaden.

00:49:19: Vielleicht wäre das auch niemals von Bedeutung gewesen, wenn es nicht diesen einen Donnerstag gegeben hätte?

00:49:27: So kommen wir zurück zum zweiten Februar.

00:49:33: Der Tag beginnt in der Rue-Projet, nicht wieder Anfang einer Geschichte über die Jahrzehnte später noch gesprochen werden wird.

00:49:39: Er beginnt wie ein Arbeitstag.

00:49:41: Christine und Lea stehen auf umgehen ihren Aufgaben nach.

00:49:45: Leonie und Geneviere haben ihre eigenen Pläne für den Nachmittag.

00:49:48: René wird später von seiner Arbeit beziehungsweise aus seinem Club zurückkehren Und für den Abend gibt es, wie wir wissen bereits eine Verabredung.

00:49:56: Wir erinnern uns um neunzehn Uhr soll die Familie bei Leonies Bruder Albert Rejardt zum Essen sein und zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand dass Leonie und Genevier an diesem Abend dort nicht erscheinen werden.

00:50:11: So kommen wir wieder zu unserem Moment vom Anfang zurück.

00:50:17: Genau an jene Treppe, auf der wir einen Polizisten mit einer Taschenlampe zurückgelassen haben.

00:50:24: Der Lichtgegel seiner Taschenlampen wandert langsam über die Stufen und dann bleibt er stehen.

00:50:31: Auf einer der Treppenstufen liegt etwas Kleines Helles Etwas das dort nicht hingehört Und dass der Polizist im ersten Moment vielleicht noch nicht einordnen kann.

00:50:43: Er richtet das Licht darauf und plötzlich wird ihm kalt Denn was vor ihm auf der Treffendstufe liegt, ist nichts Geringeres als ein menschliches Auge.

00:50:56: Und wenige Schritte weiter wird klar dass dies nur der Anfang dessen ist was die Männer in diesem Haus entdecken werden.

00:51:03: Auf dem Treppenabsatz liegen zwei Frauen Leonie und Geneviere Longlère.

00:51:10: Die beiden Frauen nach den Renée an diesem Abend verzweifelt gesucht hat waren die ganze Zeit hier Doch von dem Bild, dass er von seiner Frau und seiner Tochter kennt ist kaum noch etwas übrig.

00:51:22: Geneviere liegt mit dem Gesicht nach unten, ihre Mutter Leonie auf dem Rücken.

00:51:27: Ihre Kleidung ist teilweise hochgeschoben.

00:51:30: Ihre Körper sind vom Blut bedeckt.

00:51:32: vor allem ihre Köpfe und Gesichter wurden mit einer solchen Gewalt verletzt das die Männer zunächst kaum erfassen können was hier geschehen sein muss.

00:51:40: beiden Frauen fehlen die Augen.

00:51:43: Später wird die Untersuchung ergeben, dass sie ihn während des Angriffs herausgerissen wurden.

00:51:48: Teile davon liegen noch in der Nähe der Körper und auf der Treppe.

00:51:51: Doch auch darüber hinaus zeigt sich eine Gewalt, die weit über einen einzelnen Schlag oder eine kurze Auseinandersetzung hinausgeht.

00:51:59: Die Gesichter der beiden Frauen sind schwer verstimmelt.

00:52:02: Ihre Köpfe weisen zahlreiche Verletzungen auf Und auch an ihren Körpern finden Sie Spuren eines massiven Angrifs.

00:52:09: Blut bedeckt den Boden und die unmittelbarum Gebung.

00:52:12: Irgendjemand hat Leonie und Geneviere nicht einfach getötet.

00:52:15: Jemand hat immer wieder auf sie eingeschlagen.

00:52:18: Für René muss dieser Moment kaum zu Begreifen gewesen sein.

00:52:22: Noch vor wenigen Stunden hatte er damit gerechnet, gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter zu Abend zu essen.

00:52:28: Nun liegen beide wenige Meter vor ihm entfernt tot in ihrem eigenen Haus.

00:52:33: Doch so entsetzlich der Fund ist eine Frage es damit noch nicht beantwortet denn eigentlich müssten sich an diesem Abend vier Frauen.

00:52:42: Zwei davon liegen vor ihnen.

00:52:44: Von den anderen beiden fehlt jede Spur, Christine und Lea.

00:52:48: Vielleicht so liegt es in diesem Moment nahe ist ihn dasselbe zugestoßen?

00:52:53: Also suchen die Männer weiter.

00:52:54: sie gehen durch die übrigen Räume und gelangst sich zu dem Zimmer das die Schwester miteinander teilen.

00:53:00: Die Tür ist verschlossen.

00:53:01: Sie klopfen keine Antwort!

00:53:04: Sie rufen nach Christine und lea Wieder nichts.

00:53:07: Hinter der Tür bleibt es vollkommen still.

00:53:10: Nachdem was wenige Meter entfernt auf dem Treppenabsatz liegt, lässt diese Stille kaum etwas Gutes vermuten.

00:53:17: Vielleicht befinden sich hinter dieser Tür zwei weitere Opfer?

00:53:20: Vielleicht liegt dort die Antwort auf die Frage, wer in dieses Haus eingedrungen ist?

00:53:25: Vielleicht ist derjenige sogar noch hier!

00:53:27: Doch die Tür lässt sich nicht öffnen – schließlich wird ein Schlosser geholt.

00:53:32: Bis er eintrifft bleibt den Männer nichts anderes übrig als vor diesem Zimmer zu

00:53:36: warten.".

00:53:37: Auf der anderen Seite ist weiterhin kein Laut zu hören.

00:53:41: Dann wird das Schloss geöffnet, langsam gibt die Tür nach und dahinter bietet sich ein Bild mit dem nach dem Fund auf der Treppe wohl niemand gerechnet hat.

00:53:52: Christine und Lea sind am Leben.

00:53:56: Die beiden Schwestern liegen gemeinsam in einem Bett.

00:53:59: Zeitgenössische Berichte beschreiben sie als unbekleidet bzw nur teilweise von ihren Morgenmanteln bedeckt.

00:54:06: Sie legen dicht beieinander, eng aneinander geschmiert und kuscheln.

00:54:11: Die sind nicht geflohen – sie haben nicht um Hilfe gerufen, sie haben die Tür abgeschlossen und sich ins Bett gelegt.

00:54:18: Und neben ihnen befindet sich etwas das den Blick der Männer sofort auf sich ziehen muss… Ein Hammer!

00:54:24: Er ist mit Blut verschmiert …und an ihm haften

00:54:27: Haare.

00:54:28: Spätestens jetzt verändert sich diese Situation vollkommen, denn unten liegen zwei brutal getötete Frauen.

00:54:35: Hier oben liegen zwei weitere Frauen, die offenbar unverletzt sind.

00:54:39: Und zwischen ihnen befindet sich ein Gegenstand der deutlich macht dass sie Antwort auf die Frage was in diesem Haus passiert ist möglicherweise direkt vor den Männern liegt.

00:54:49: Christine und Lea leisten keinen Widerstand.

00:54:52: Sie versuchen nicht zu fliehen und erfinden keine Geschichten über einen umgekannten Eindringling.

00:54:56: Schon bald räumen sie ein das sie für den Tod von Leonie und Geneviere verantwortlich sind.

00:55:01: Für die Ermittler ist damit eine Frage erstaunlich schnell beantwortet.

00:55:05: Sie müssen nicht mehr herausfinden, wer diese beiden Frauen getötet hat – sie müssen herausfinden warum.

00:55:11: Und vor allem müssen sich verstehen wie aus einem vollkommen gewöhnlichen Donnerstag innerhalb kürzester Zeit eine derart extreme Gewaltheit werden konnte.

00:55:21: Also beginnen die Ermitteler genau diese Stunden zu rekonstruieren!

00:55:25: Und dafür müssen auch die Uhr noch einmal kurz zurückdrehen.

00:55:27: Nicht um Jahre, nicht einmal um Tage, sondern nur bis zum Nachmittag des zweiten Februars.

00:55:34: Am diesem Nachmittags sind Christine und Lea allein in der Rue-Brouillet.

00:55:38: Leonie und Genevière haben das Haus verlassen.

00:55:41: René ist ebenfalls unterwegs und für die beiden Schwestern gibt es zunächst nichts Ungewöhnliches zu tun!

00:55:47: Sie gehen ihre Arbeit nach – unter anderem muss die Wäsche gebügelt werden.

00:55:52: Dabei gibt es allerdings ein Problem….

00:55:54: Das elektrische Bügeleisen hatte bereits am Vortag Schwierigkeiten gemacht.

00:55:58: Christine hat es deshalb zur Reparatur gebracht und am zweiten Februar wieder abgeholt, nun will sie weiterarbeiten.

00:56:05: Doch erneut funktioniert etwas nicht – im Haus fällt der Strom aus!

00:56:09: Was technisch genau geschieht wird später unterschiedlich wiedergegeben.

00:56:12: Mal ist von einem Kurzschluss die Rede mal von einer Sicherung, die herausgesprungen ist.

00:56:16: Entscheidend ist weniger die genaue Ursache als das Ergebnis.

00:56:20: Als Leonie und Genevier nach Hause zurückkehren, ist es im Haus dunkel.

00:56:24: Nach Christine's späterer Aussage geschieht das gegen halb sechs am Abend.

00:56:29: Leonie bemerkt den Stromausfall – und Christine muss ihr erklären was passiert ist!

00:56:34: Was in den nächsten Minuten tatsächlich gesagt wird können wir heute nicht mehr unabhängig überprüfen und unsere Rekonstruktion beruht ihm deshalb vor allem auf dem was Christine und Lea später selbst erzählen.

00:56:49: Es kommt zu einem Wortwechsel und aus diesem Wortwechsel wird ein großer Streit.

00:56:55: Und innerhalb kürzester Zeit eskaliert eine Situation, die wenige Augenblicke zuvor noch vollkommen alltäglich gewesen wäre.

00:57:02: Christine und Januier geraten auf der Treppe beziehungsweise in der Nähe der Treppen aneinander.

00:57:09: Christine will später behaupten sie habe geglaubt Jeanuier wolle sie angreifen also kommt sie ihr zuvor.

00:57:14: doch Christine schlägt nicht einfach zu.

00:57:17: Sie greift Ginevere mit den Händen ins Gesicht.

00:57:20: Ihre Finger dringen in die Augenhöhlen der junge Frau und Christine reist ihr die Augen

00:57:24: heraus.".

00:57:24: Gott!

00:57:25: Ja, es ist auch einfach ... Das ist für mich ein ganz großer Tricker, ich finde das ganz schlimm.

00:57:29: Und gleichzeitig wendet sich Lea gegen Leonie, also gegen die Mutter.

00:57:34: Auch sie greift ihre Arbeitgeberin ins Gesicht denn Christine soll noch gerufen haben dass sie ihr auch die Augen rausreißen soll.

00:57:41: Und auch Leonie verliert ihre Augen.

00:57:44: Doch selbst damit endet der Angriff nicht.

00:57:46: Was danach folgt, dauert möglicherweise nur wenige Minuten – doch die Spuren, die diese Minuten hinterlassen werden später Selbsterfahrende ermittler erschüttern!

00:57:54: Die Schwester greifen nach Gegenständen, die sich im Haus befinden.

00:57:57: Ein Hammer kommt zum Einsatz, ein Messer, ein schwerer Zinnkrug.

00:58:00: Christine und Lea schwangen immer wieder auf die beiden Frauen ein.

00:58:04: Sie verletzen ihre Köpfe und Gesichter, schneiden und schlagen auf ihre Körper ein bis Leonie und Genévia sich nicht mehr

00:58:10: bewegen.".

00:58:11: Irgendwann endet dann die Gewalt und im Haus wird es still.

00:58:14: Doch Christine und Lea laufen wie wir wissen nicht davon, sie öffnen nicht die Haustür und holen Hilfe.

00:58:21: Sie gehen nicht zur Polizei und stellen sich und versuchen offenbar auch nicht die Körper verschwinden zu lassen.

00:58:26: Stattdessen beginnen sie die Spuren an sich selbst zu beseitigen – sie waschen sich!

00:58:31: Dann gehen sie nach oben in ihr gemeinsames Zimmer und schließen die Tür hinter sich ab.

00:58:37: Während René draußen versucht herauszufinden, wo seine Frauen und Tochter geblieben sind, liegen die beiden Schwestern hinter einer verschlossenen Tür im oberen Stockwerk.

00:58:46: Gemeinsam im Bett – und warten!

00:58:50: Lange müssen die Papa-Schwestern jedoch nicht warten, denn sie werden ja direkt festgenommen.

00:58:55: Die beiden Frauen, die über Jahre beinahe jeden Bereich ihres Lebens miteinander geteilt haben, verlassen die Rhybrojen nun unter völlig anderen Umständen als sie sie betreten haben.

00:59:05: Vor ihnen liegen Verhöre, Untersuchungen und schließlich ein Verfahren bei dem nicht nur geklärt werden soll was sie getan haben sondern eben warum sie es getan haben.

00:59:16: Die beiden erzählen natürlich von einer Auseinandersetzung im Haus und behaupten sie hätten sich verteidigt.

00:59:20: Christine übernimmt dabei von Beginn an eine zentrale Rolle.

00:59:23: Sie schildert den Streit und beschreibt wie die Situation eskaliert sei.

00:59:27: Lea bestätigt die Darstellung ihrer Schwester weitgehend.

00:59:31: Was die Ermittler jedoch nicht bekommen, ist eine einfache Erklärung für die Heftigkeit des Angriffs.

00:59:35: Denn selbst wenn man den Schwestern glaubt, dass am Anfang ein Streit gestanden hat, erklärt das noch lange nicht was anschließend geschieht.

00:59:42: Zwei Frauen sind tot – ihre Körperzeigen spuren massiver Gewalt, die weit über das hinausgeht, was notwendig gewesen wäre um einen Angriff abzuwehren und dennoch beharren Christine und Lea zunächst darauf, dass sie sich verteidigt

00:59:54: hätten.".

00:59:56: Und der Streit ist eskaliert aufgrund von nicht gebügelter Wäsche.

01:00:00: Ja, also Strom, dass das Strom nicht funktioniert und so.

01:00:05: Tatsächlich beginnt damit eine Untersuchung, die sich über Monate hinziehen wird.

01:00:10: Insgesamt dauert das Ermittlungsverfahren etwa twenty-fünf Wochen.

01:00:13: In dieser Zeit werden unzählige Zeugen befragt.

01:00:16: Die Familiengeschichte der Schwestern wird durchleuchtet.

01:00:18: Ärzte sollen beurteilen, ob Christine und Lea psychisch gesund sind.

01:00:25: Doch bevor Ärzte, Anwälte und Journalisten beginnen die Beziehung der beiden Frauen zu analysieren, geschieht etwas sehr einfaches.

01:00:31: Christine und Lea werden voneinander getrennt.

01:00:35: Zum ersten Mal seit Jahren können sie nicht mehr selbst entscheiden wann sie einander sehen.

01:00:40: Und zunächst scheinen beide diese Situation mit ihr umzugehen und unterschiedlich darauf zu reagieren.

01:00:48: Besonders Christine beginn in der Haft dann immer mehr aufzufallen.

01:00:53: Die Frau, die nach der Tat noch vergleichsweise gefasst gewirkt und ausführlich über das Geschehen gesprochen hatte verändert sich.

01:00:59: Sie erlebt schwere Krisen, die später sogar während des Prozesses eine Rolle spielen werden.

01:01:04: Zeitgenössische Beobachter und später auch die Verteidigung sehen darin einen möglichen Hinweis darauf, dass die Tat nicht allein mit Wut oder einem eskalierten Streit erklärt werden kann.

01:01:15: Dabei scheint vor allem die Trennung von Lea Kristins schwer zu treffen.

01:01:19: Sie verlangt immer wieder nach ihrer Schwester, wie sie sehen.

01:01:23: Und im Laufe dieser Trennung verschlechtert sich dann ihr Zustand immer mehr und so deutlich dass ihre psychische Verfassung immer stärker in den Mittelpunkt rückt.

01:01:34: Was zunächst die Untersuchung eines Doppelmordes begonnen hat entwickelt sich immer mehr dahingehend vor allen die Frage zu beantworten wer Christine eigentlich ist.

01:01:44: Ob sie eine Frau ist, die in einem Moment extremer Wut die Kontrolle verloren hat und ihre jüngere Schwester mitgerissen hat?

01:01:51: Oder ob die Menschen gerade im Gefängnis Symptome erleben einer Frau, die eine psychische Erkrankung hat oder möglicherweise schon lange vor dem zweiten Februar vorhanden gewesen sind?

01:02:06: Genau darüber sprechen sich natürlich jetzt die Ärzte ab.

01:02:10: aber sie werden sich nicht einig Denn die offiziellen psychiatrischen Gutachter untersuchen beide Schwestern und kommen zunächst zu einem Ergebnis, das für das spätere Verfahren entscheidend sein wird.

01:02:20: Und zwar für sie sind Christine und Lea zurechnungsfähig!

01:02:24: Sie sehen bei den Schwesten keine psychische Erkrankung, die ihre strafrechtliche Verantwortung irgendwie aufgehoben hätte.

01:02:30: Nach ihrer Einschätzung haben die beiden aus Wut gehandelt und wussten was sie taten.

01:02:35: Drei psychiatrische Sachverständige werden diese Auffassung später vor Gericht vertreten Doch nicht alle überzeugt diese Einschätzung.

01:02:42: Denn je länger Christine in Haft ist, desto schwieriger wird es ihr Verhalten einfach zu ignorieren.

01:02:48: Auch die Familiengeschichte wird natürlich hervorgeholt.

01:02:50: Plötzlich interessiert sich dir mittlerweile wie das immer so ist über alles für Verwandte, für psychische Erkrankungen, die schon in der Familie sind, für das Verhältnis zu den Eltern und aufwälligkeiten.

01:03:03: Und da kommt eben dieser Besuch beim Rathaus auch wieder zum Vorschein.

01:03:08: Der kommt jetzt diesen anderen Gutachter natürlich ein bisschen in einem anderen Licht vor.

01:03:13: Damals hatten die beiden die Behauptung hervorgebracht, dass sie sich irgendwie verfolgt gefühlt haben und das hat auf die Menschen erst mal komisch gewirkt war merkwürdig aber ist er folgenlos geblieben.

01:03:29: Und jetzt suchen natürlich Leute nach einem Moment an dem man hätte erkennen können, dass mit den beiden Schwestern vielleicht etwas nicht stimmt.

01:03:37: Und deswegen rückt auch dieser Vorfall immer wieder in den Fokus, da er eben als möglicher Hinweis auf einen schon vorher auffälligen psychischen Zustand gesehen wird.

01:03:47: Aber bei dieser Suche entsteht natürlich ein Problem, weil wenn man erst nach einer Katastrophe die Vergangenheit schaut findet man fast immer Dinge, die im Nachhinein irgendwie bedeutsamer erscheinen als sie damals vielleicht waren.

01:04:00: Eine schwierige Mutter, ein Alkoholkranker oder stark trinkender Vater, psychische Erkrankungen innerhalb der Familie Zwei Schwestern, die ungewöhnlich eng miteinander leben.

01:04:10: Der merkwürdige Auftritt im Rathaus also ganz viele Einzelheiten kann man dann natürlich plötzlich zu einer Geschichte zusammensetzen.

01:04:18: Aber die Frage war natürlich beweisen dieser einzelnen Punkte das Christine und Lea wirklich psychisch krank waren?

01:04:24: Natürlich nicht!

01:04:26: Und natürlich ist die Frage denn auch wenn Christine tatsächlich schwer krank gewesen wäre erquert es ja nicht automatisch Lea.

01:04:36: Also Lea verhält sich in der Haft wesentlich unauffälliger.

01:04:38: Sie ist die jüngere Schwester, die schon vorher häufig hinter Christine zurückgetreten ist.

01:04:42: Auch in ihren Aussagen übernimmt sie nicht dieselbe führende Rolle.

01:04:45: Christine spricht ausführlicher Meditat, Lea bestätigt vieles von dem was ihre Schwester sagt.

01:04:52: Damit beginnt sich das Bild der beiden zu verändern.

01:04:55: Bislang hat man fast immer vor neben paar Pörschwässern gesprochen, die eben als eine Einheit auftreten.

01:05:01: Doch die Ermittlungen zwingen nun nahezu Christine und Lea getrennt voneinander zu betrachten.

01:05:07: Welche von beiden beginn den Angriff?

01:05:09: Wie stark beeinflusst Christine ihre jüngere Schwester, und hätte Lea ohne Christine jemals eine solche Tat begangen?

01:05:15: Und warum folgt sie ihrer Schwester an diesem Abend in einer Gewalt, die schießt sich zwei Menschen das Leben

01:05:21: kostet?".

01:05:22: Je genauer Ärzte und Ermittler hinschauen, desto weniger scheint es möglich diese Fragen allein mit dem Streit um ein defektes Bügeleisen zu beantworten.

01:05:30: Denn natürlich kann ein Stromausfall einen Streit auslösen Aber er erklärt nicht, warum zwei Menschen einem anderen die Augen herausreisen.

01:05:38: Das müssen wir noch mal festhalten.

01:05:40: Was ist das für eine Gewalt?

01:05:42: Jemanden in die Augenhöhlen zu fassen und der Augen rauszureißen.

01:05:46: Ob da das dann

01:05:47: kommt ... Ich stech dir die Augen auf!

01:05:48: Ja.

01:05:50: Richtig krass.

01:05:51: Vor allem auch ganz absturtsieses, dass sie danach sich ins Bett gelegt haben usw.

01:05:55: Totaler

01:05:56: Psychofilm.

01:05:57: Absolut.

01:05:57: Ein richtiges Psychospielchen.

01:06:01: Und man versucht natürlich immer mehr nach dem Motiv.

01:06:06: Also es gibt dann ganz, ganz viele Lager und für die einen sind Christine und Lea einfach zwei Monster.

01:06:12: Das finde ich jetzt sehr interessant.

01:06:15: Der ganze Fall macht auch eine politische Ebene auf weil wir sind ja da noch in der Zeit auch der Klassen usw.

01:06:24: Ganz, ganz Viele sehen diesen Fall eben so ... Die beiden Opfer einer Gesellschaft sind in der Dienst mittienjahrelang für wohlhabende Familien arbeiten und ausgebeutet werden.

01:06:37: Also so ein Art Klassenkampf, also es wurde ganz viel genutzt in der Politik auch.

01:06:43: Und andere glauben, dass die Antwort weder in der gesellschaftlichen Ungleichheit noch an einem Streit liegt sondern eben in der Beziehung zwischen den Schwestern selbst.

01:06:52: Da wird ganz plötzlich interessant was die beiden dann überhaupt miteinander verbannt.

01:06:58: Und da kursiert dann diese ganz hartnäckige Geschichte über die beiden Schwestern, dass sie beiden eben nicht nur Schwesten gewesen sein sollen sondern auch ein liebes

01:07:07: Paar.

01:07:09: Auch mit einer incestuousen sexuellen Beziehung.

01:07:13: und naja auf den ersten Blick scheinen einige Umstände in dieses Bild zu passen.

01:07:17: Die beiden verbringen einen großen Teil Sie liegen nachher im Bett Beziehungen zum Männern sind nicht bekannt und auch Christians extreme Reaktionen, nachdem sie von Lea getrennt wurde.

01:07:28: Das sind alles so Sachen die dafür sprechen laut dieser Theorie.

01:07:33: doch da muss man eben auf vorsichtig sein denn es gibt absolut keine eindeutigen Beweise dafür dass die beiden in irgendeiner Art und Weise eine sexuelle Beziehung miteinander führten.

01:07:42: also der bein hat das ausgesagt.

01:07:44: es gibt kein Tagebucheintrag oder was sie erwischt wurden oder draußen gesehen worden Händchen halten oder irgendwas Genau.

01:07:55: Trotzdem führt eben diese Vorstellung gehört zu den berühmtesten Teilen dieser Geschichte und das macht es auch so ein bisschen mystisch und enorm verstörender als das, was eh schon

01:08:07: da passiert ist.

01:08:07: Das ist halt dieses klassische... Darauf können wir noch einsetzen.

01:08:12: Und ich denke dass das auch ganz häufig benutzt wurde.

01:08:15: also gerade ja so wenn mir da auch die politischen Ebenen sehen dass man gar nicht auf dieses Klassenverhältnis reingeht, sondern eben versucht das auch anders zu erklären.

01:08:27: Ja

01:08:28: und es kann ja wirklich einfach nur unheimliche Geschwisterliebe sein ne?

01:08:32: Und dass ihr halt alles was ihre große Schwester auch macht und auch anders drum als ihre kleine Schwester macht sie immer probieren zu unterstützen für einander da zu sein und einfach so eine unheimlichen Geschwistersiebe

01:08:47: ist

01:08:47: hundertprozentig, damit würde ich es schon begründen.

01:08:50: Aber natürlich, dass sie die eine macht vor und die andere nach mit den Augen ausstechen ...

01:08:56: Ausstechen wäre gut rausreißen!

01:08:59: Oh Gott, das will

01:09:00: wirklich was

01:09:01: in der Gewalt, die bereit sind.

01:09:02: Das ist

01:09:04: ja das, was du gerade schon gesagt hast.

01:09:06: Die haben diese Bindung und diese Bindung besteht auch.

01:09:10: Und die führt dann zu einer ganz anderen Frage auch zu der Frage, was wenn die beiden nicht nur ihr Leben miteinander teiten sondern irgendwann auch ihre Wahrnehmung der Menschen um sie herum.

01:09:22: Und genau zu diesem Punkt kommt ein neuer Psychiater ins Spiel sozusagen, der sich dreiunddreißig nochmal mit dem Fall beschäftigt während der Ermittlungen und der veröffentlicht eine Analyse wo er eben darauf eingeht wie besonders eng diese psychische Verbindung zwischen Christin und Lea eigentlich war.

01:09:45: Dabei geht es um die Möglichkeit, dass paranoide Vorstellungen nicht nur bei einer Person entstehen können sondern innerhalb einer extrem engen Beziehung von einer zweiten Person übernommen oder verstärkt werden können.

01:09:56: Und da gibt's mittlerweile auch wirklich ein Begriff für dieses Phänomen und zwar für Liadö.

01:10:03: und genau das eben der Wahnsinn.

01:10:06: zu zweit heißt das Übersetzt dass der eine Wahnsinn den anderen ansteckt, wenn man sehr viel Zeit miteinander verbringt.

01:10:12: Find ich ne sehr interessante Theorie.

01:10:16: und da kommt nämlich wieder dieser Punkt des Rathauses ins Spiel bei seiner Analyse weil er glaubt das die sich vielleicht wirklich verfolgt gefühlt haben weil sie ja von einer Verfolgung gesprochen haben beide also dass da wirklich irgendwo eine Warenvorstellung war und diese beiden wahrenhaften Überzeugungen Ist natürlich klingt eben als eine perfekte Erklärung, was da eigentlich so passiert ist.

01:10:42: Christine entwickelt paranoide Vorstellungen, Lea übernimmt sie, Christine greift an und folgt ihr.

01:10:48: Aber so einfach ist das Ganze nicht.

01:10:51: Denn der Psychiater hat Christine und Lea auch nicht über einen langen Zeitraum persönlich behandelt.

01:10:56: Und er beschäftigt sich mit dem Fall nur anhand von Informationen, die nach der Tat bekannt werden.

01:11:03: Sie werden halt schnell als psychiatrische Interpretationen abgetan und eben nicht als Diagnose.

01:11:10: Und deswegen bleibt eben weiterhin diese Schwierigkeit bestehen, warum machen die beiden das?

01:11:17: Und sie werden immer weiter untersucht und sie werden eben für zurechnungsfähig erklärt.

01:11:25: Es bleibt dabei, dass keine psychische Erkrankung vorliegt, die irgendwie ihre strafrechtliche ... Verantwortung aufgehoben hätte, egal ob wir es andere Ärzte widersprechen.

01:11:38: Wir halten jetzt kurz fest, es gibt diesen Mord.

01:11:40: Wir haben Lea und Christine.

01:11:43: Sie sind getrennt voneinander.

01:11:44: Es gibt Ärzten, die das Gericht tätig sind, die auf jeden Fall sagen sie sind zurechnungsfähig.

01:11:51: sehr viele, die daran zweifeln eben auch aufgrund der Tatsache wie Christine sich nach dieser Trennung verhält.

01:11:58: Dass sie da eine Krise bekommen, betet und ihre Schwester schreit.

01:12:02: Sie darf dann sogar noch einmal kurz zu ihr um Klamaths, die sie will gar nicht mehr los.

01:12:06: Die Geschichte im Rathaus also viele die eigentlich sagen okay vielleicht ist da eigentlich eine Psychose.

01:12:12: Aber diese eindeutige Antwort gibt es nicht und am beginnt dann vor dem Schwurgericht in Le Mans der Prozess.

01:12:22: Und schon lange, bevor die Verhandlung eröffnet wird, sammeln sich Unmengen an Menschen vor dem Gerichtsgebäude.

01:12:28: Journalisten, Fotografen, Schaulussige alle hoffen auf einen Blick auf die beiden Frauen über die Frankreich nun seit Monaten spricht.

01:12:35: und nun sitzen die Beinen tatsächlich vor Gericht.

01:12:38: Zeitgenössische Reporter beobachten jede ihrer Bewegungen.

01:12:41: Sie beschreiben die Schwestern als blass- und auffallend ruhig.

01:12:45: Christine trägt ein hellem Mantel Leer dunkle Kleidung.

01:12:50: Auf manche Beobachter wirken sie beinahe teilnahmslos.

01:12:53: Davor Gericht geht es längst nicht mehr darum, ob die Schwestern Leonie und Geneviere getötet haben.

01:12:59: Denn es geht jetzt eigentlich nur noch um das Strafmaß.

01:13:02: Und es ist klar ... Die Verhandlung geht zwar nur einen Tag aber es wird ganz besonders darüber gestritten gerade bei Christine.

01:13:12: Ob da jetzt diese störung, psychiatrische Störungen vorliegt?

01:13:17: oder nicht.

01:13:18: Und ja, das Gericht lehnt eine neue psychiatrische Begutachtung ab und damit bleibt es bei der offiziellen Einschätzung der Sachverständigen.

01:13:29: Christine und Lea wussten was sie taten und können dafür zur Verantwortung gezogen

01:13:33: werden.".

01:13:35: Und dann ist natürlich die Frage ganz wichtig ob beide Schwestern denn dieselbe Schuld tragen?

01:13:40: Wie würdest du das bewerten?

01:13:45: Ja, an sich.

01:13:46: Die eine hat ja dann im Nachgang das auch gemacht.

01:13:50: Es war erst ein Konflikt zwischen der älteren Schwester und der Tochter, Genevieve.

01:13:59: Dann ist die kleine Schwester dazugekommen.

01:14:01: Hat gesehen, was ihre große Schwester machte.

01:14:02: Und hat die Mutter angegriffen.

01:14:05: Ja, voll krass.

01:14:06: So klein ist sie nicht mehr?

01:14:08: Ja, dies

01:14:08: auf vierzehn.

01:14:10: Vierzehn, fünfzehn so...

01:14:11: Nee, dreiunddreißig ist die Jahr einundzwanzig schon!

01:14:14: Die Kleine?

01:14:14: Ich dachte, die größere ist ... Nee.

01:14:16: Das ist ja ... Guck mal, sechsundzwanzig sind Sie eingezogen!

01:14:19: Da waren sie einundzwantzig und

01:14:21: vierzehn.

01:14:22: Jetzt ist

01:14:23: sie auch schon einund zwanzig und sie zweiunddreißig, glaub ich irgendwie so.

01:14:27: Nee, ich dachte sechs Jahre auseinander.

01:14:28: Ja, genau.

01:14:30: Also, siebenundzwan ... Okay stopp, gut.

01:14:32: Ich hab immer noch mit einer Vierzehnjährigen gerechnet.

01:14:35: Also dann sollten die beiden gleichermaßen bestraft werden.

01:14:39: Ich habe einfach nur die ganze gesehen, dass die Jüngere immer nach dem Vorbild ihrer großen Schwester gelebt hat.

01:14:46: Das war eine Vorbildfunktion, die größere Schwester hatte ja auch immer so ... sie so geleitet, hat sie mit ins Haus geholt und ihr den gleichen Job probiert zu geben, dass Sie beide zusammennehmen können?

01:15:01: Ich weiß jetzt nicht wie die Verhältnisse ganz genau natürlich dann waren, ob sie wirklich ihre kleinen Schwester so eingenommen hat aber... Manche sagen, wenn sie wirklich einundzwanzig war und die andere einund zwanzig, müssten Sie gleichermaßen beschraft werden.

01:15:15: Ich könnte mir aber vorstellen, dass Sie es nicht werden.

01:15:20: Nee?

01:15:22: Dass die

01:15:23: größere

01:15:23: Schwester halt eine höhere Strafe

01:15:26: erhält.

01:15:26: Also man sagt bei Christine nach ihrem Urteil jetzt von Anfang an die aktivere Rolle

01:15:31: eingenommen...

01:15:32: Sie ist diejenige, die ausführlicher Aussag und innerhalb der Beziehung zwischen den Schwestern erscheint sie als bestimmterer Persönlichkeit.

01:15:38: Dominanterer

01:15:39: vielleicht?

01:15:40: Genau.

01:15:40: Und bei Lea berücksichtigt das Gericht deshalb schießt sich milder in der Umstände.

01:15:46: Dann werden die Urteile verkündet.

01:15:48: Lea wird zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt...

01:15:51: Was?!

01:15:52: Ja, das war noch zu der Zeit!

01:15:53: ...und hinzu kommen zwanzig Jahre Auf- und Halsverbot.

01:15:56: Das hatte ich dann mal gegugelt, weil mir das jetzt nicht so viel gesagt hat.

01:15:59: D.h.,

01:16:00: dass die Beamten Irgendwie entscheiden dürfen, in welche Orte sie gehen darf und welche nicht.

01:16:05: Aber ich konnte jetzt nicht finden wo sie auf dem Halsverbot gekriegt hat aber das war wohl eine gängige Strafung.

01:16:10: Aber eigentlich kann sie frei leben?

01:16:12: Ja aber vielleicht stelle ich mir das ein bisschen vor wie so an Hausgebunden zu sein.

01:16:16: Vielleicht auch so dass sie nicht an öffentlichen Plätze kann oder in irgendeine Einrichtungen ist.

01:16:21: Für Christine fällt das Urteil wesentlich härter aus.

01:16:25: Bei ihr kennt das Gericht keine mildernden Umstände.

01:16:28: Und Christine Papeur wird zum Tode verurteilt,

01:16:32: wow!

01:16:34: Jetzt frage ich dich wie wird sie hingerichtet?

01:16:38: Frankreich, neunzehnhundertdreiunddreißig ...

01:16:43: Giotiner.

01:16:43: Richtig und das finde ich wirklich verrückt dass wir neunzenhundert dreiund dreißig sind und noch von der Giotine sprechen.

01:16:50: Das haben Sie ja noch lange gemacht.

01:16:54: Sie wird durch Tode, die Geotien verurteilt.

01:16:58: Ähm ... Ich find's aber krass!

01:17:00: Ich dachte, dass sie etwas ... Also ihr Strafmaß etwas weniger ist, ne?

01:17:07: Also sage ich mal milder in der Umstände und so, damit sie ein bisschen weniger bestraft wird.

01:17:11: Aber für mich ist das nicht nur ein bisschen ... Die eine kriegt die Todesstrafe und die andere kriegt Zwangsarbeit zehn Jahre.

01:17:17: Und ein bisschen Aufenthaltsverbote.

01:17:20: Ich finde es ja... Das is ja ... Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

01:17:24: Obwohl die Bedingungen in Zwangsarbeit schon echt hart sind, aber ...

01:17:28: Ja, aber...

01:17:30: In den richtigen Gerichtsakten, das ist ja immer nur zeitgenössisch, konnte ich jetzt so natürlich nicht reingucken.

01:17:36: Aber das ist dann was rausgelehnt.

01:17:38: Ich finde es heftig, weil im Endeffekt war sie zu so einer Gewalt auch bereit.

01:17:41: Klar hat sie das gesehen bei ihrer Schwester?

01:17:44: Die macht das, aber sie hat in keiner Weise wahrscheinlich gezögert

01:17:52: Ja, aber ich glaube ... Ich könnte mir vorstellen, dass es dazu kam.

01:17:57: Wahrscheinlich ist Christine die treibende Kraft und mehr mit dem Hammer usw.

01:18:02: Dann alles was nachher auch noch kamen.

01:18:05: Damit endet natürlich ein Prozess auf den Frankreich-Moherte lang gewartet hat.

01:18:09: Und irgendwie ganz als würde das Schicksal das jetzt so sagen können wir eine kleine Linie zu dem Fall von... Krista Pike tatsächlich ziehen.

01:18:24: Denkst du, es kommt zur Hinrichtung?

01:18:25: Wenn du so schon fragst ... Nein!

01:18:27: Nee, aber nicht aus den Gründen, dass das ausgesetzt wird, sondern bevor das Todesurteil verschreckt werden kann... Stürbt

01:18:34: sie.

01:18:34: Nehmen Sie sich das Leben.

01:18:35: Nee, also hat sie jetzt nicht das Leben genommen.

01:18:39: Denn sie wird tatsächlich vom damaligen Staatspräsidenten Albert Le Brø begnadigt.

01:18:47: Also es wird umgewandelt Und damit entscheidet ihm nicht mehr das Gericht darüber, sondern der Staatspräsident.

01:18:55: Der fällt dann am Zweiundzwanzigsten Januar die Entscheidung und macht von seinem Begnadigungsrecht gebraucht und wandelt Kristins Todesstrafe in lebenslange Zwangsarbeit um.

01:19:06: Ich weiß jetzt nicht, ob das so viel besser ist als mit der Guillotine hingerichtet zu werden.

01:19:11: Aber es war schon ein Jahr später nur gewesen?

01:19:13: Genau!

01:19:15: Warum er sich dafür entschieden hat lässt sich nicht mehr in allen Einzelnen... Aber es ist wohl so gewesen, dass die Zweifel an ihrer geistigen Gesundheit und die öffentliche Diskussion darüber sehr stark waren.

01:19:31: Und doch irgendwie ihnen dazu verleitet haben das nochmal aufzunehmen und zu sagen, es ist halt nicht zweifelsfrei.

01:19:39: Weil sehr viele Psychiater gesagt haben da is etwas... Sie ist nicht zurechnungsfähig gewesen, aber die drei eben vom Gericht gesagt haben, waren sie.

01:19:51: Und da weiß man jetzt nicht genau, sind die eher konservativ, worum gehts und so weiter?

01:19:55: Weil alles drumherum auch dieses Klassengefüge und natürlich eine Rolle gespielt haben.

01:20:00: Und sehr viele sich danach darüber beschwert haben usw.

01:20:05: Natürlich ist das eine grausame Tat, aber all das Verhalten was sie gezeigt hat wirkt halt eben so als hätte sie wirklich ne Psychose.

01:20:16: Trotzdem sind sie irgendwo aber sehr gestraft, einmal durch die Zwangsarbeit.

01:20:21: Und natürlich dass sie jetzt ein Leben ohne die jeweils andere führen.

01:20:25: und während Lea ihre Strafe vergleichsweise unauffällig verbüßt versteht er sich der Zustand ihrer älteren Schwester immer weiter.

01:20:31: Christine zieht sich zunehmend zurück verweiger zeitweise die Nahrung und verliert stark Angewicht.

01:20:37: Ihr Zustand wird schließlich so ernst das sie nicht mehr unter gewöhnlichen Haftbedingungen arbeiten kann und sie wird dann in eine psychiatrische Einrichtung ein Rennen verlegt.

01:20:47: Und damit bekommt die Geschichte eine weitere Wendung.

01:20:49: Während des Prozesses hatte die Verteidigung noch vergeblich versucht, Zweifel an kristins- psychischer Gesundheit stärker berücksichtigen zu lassen.

01:20:57: Nur nach dem Urteil ist ihr Zustand so schlecht dass sie psychiatrisch untergebracht werden muss.

01:21:02: Dort will sie sich aber nicht mehr erholen.

01:21:04: Denn auch in der psychiatrischen Einrichtungen verschlechtert sich Kistinszustand rasant.

01:21:09: Sie zieht sich immer weiter zurück, verweigert dauerhaft dann irgendwann die Nahrung und verliert so sehr an Gewicht, dass sie kaum noch irgendwie zu erkennen ist.

01:21:20: Also gerade man sagt auch die Trennung der beiden wird quasi so auch dieser Auslöser gewesen sein.

01:21:28: Und am achtzenden Mai, neunzehnhundertsehnunddreißig stirbt Christine Papier und dann eben in diese psychiatrischen ... Einrichtung an einer schweren körperlichen Auszehrung, die ihm in ihrem Fall mit der anhaltenden Nahrungsverweigerung in Verbindung gebracht wird.

01:21:43: Und Christine ist dort eben zweiunddreißig Jahre alt?

01:21:47: Das sind ja nur vier Jahre später

01:21:49: bei

01:21:50: der Tat.

01:21:51: Wow!

01:21:52: Also hat sie sich das ja irgendwo selbst dann zugeführt und wollte ihr Leben beenden?

01:21:57: Genau.

01:22:01: Lea fällt in der Haft nicht weiter auf durch schwere Krisen und wird sich wegen guter Führung vorzeitig entlassen.

01:22:11: Das finde ich interessant, weil du gesagt hast, dass sie auch das Gleiche macht.

01:22:17: Bei ihr fällt gar nicht auf durch Krisen

01:22:21: usw.,

01:22:21: die kriegen deutlich milderes Urteil ... wo ich jetzt mal so sagen würde, einfach mal den Raum werfen würde.

01:22:27: Wenn sie so unauffällig ist, dass sie auf jeden Fall viel zurechnungsfähiger war als ihre Schwester.

01:22:32: Also vielleicht noch viel klarer hätte entscheiden können, folge ich dem was meine Schwester macht oder nicht?

01:22:36: Weil vielleicht war Ihre Schwester wirklich psychisch krank und in einem Wahn und hat diese ganze Gewalt getan weil Sie keine Ahnung Stimmung, Stimmen gehört hat oder... Ja

01:22:45: das kann schon sein.

01:22:45: ...kontrollieren

01:22:46: konnte und Ihre Schweste macht das aber klar!

01:22:48: Gerade

01:22:48: deshalb ist ja vielleicht der Druck, den sie auf Ihre jüngere Schwester so ausgübt hat für sie so schwer gewesen, dass die gesagt hat ich wieder setz mich niemals gegen meine größere Schwester.

01:22:59: Sie ist so eine dominante vielleicht hatte ja auch was angetan hat sie vielleicht misshandelt du weißt es nicht.

01:23:05: und das war halt mein Kopfkino.

01:23:08: und Ich finde es eher positiv dass man sagt so Christa Hat sich halt also nicht positiv christa hat sich halt wirklich

01:23:16: kristin.

01:23:17: kristina ich bin ja bei krister bei gerade wesen.

01:23:20: kristine hat sich in Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester so gar nicht beherrschen können, war total depressiv ja auch.

01:23:28: Und im Endeffekt hat das alles zum Tode geführt bei ihr und ihre Schwester hat sich denn daraus doch irgendwie noch mal gekämpft und hat ihr ein eigenes Leben da irgendwie probiert, doch dann wieder aufrecht zu gestalten oder was

01:23:43: weiß ich nicht?

01:23:44: Ja.

01:23:44: Wurde er

01:23:46: damit... Genau!

01:23:47: Das würde du sagst ihr Leben gestalten.

01:23:48: weil jetzt kommt noch einen Punkt dass sie nämlich danach auch wieder beginnt zu arbeiten und tatsächlich wieder als Haus angestellte.

01:23:54: Ich weiß nicht, ob ich sie einstellen würde?

01:23:57: Nee, als Hausangestellter.

01:24:00: Aber sie verschwindet dann ... Also das sind alles jetzt nur noch so ganz wahges Achtungen.

01:24:05: Sie verschwindelt aus der Öffentlichkeit und es gibt auch keine neuen Prozesse oder Interviews.

01:24:10: Oder dass sie sich Jahrezehnte später erklärt was damals irgendwie geschehen ist und warum sie das gemacht hat.

01:24:18: Das zeigt ja einfach nur, gefunden hat dann und von ihrer Schwester vielleicht nicht mehr so unterdrückt wird.

01:24:25: Und ja, ihr eigenes Leben jetzt lebt.

01:24:28: Wo ich auch sage wow wer weiß in was für Zwingen oder welchen Zwängen sie gelebt hat?

01:24:37: Genau interessant ist eben bei diesem Fall warum wir darauf gekommen sind dass der ganz oft dann rezipiert wurde im Theater,

01:24:47: im Film

01:24:48: Autoren Bücher.

01:24:50: Also er ist wirklich nicht aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden, obwohl beide Schwestern eben nicht mehr da sind.

01:24:57: Er wird wirklich weit über Frankreich hinaus bekannt und wird halt ganz viel verarbeitet.

01:25:03: Und ja zum Schluss dieses Falls gehen wir natürlich ein letztes Mal zurück nach Le Mans zu Rue-Brouiller nr.

01:25:11: sechs zu einem dunklen Haus einer verschlossenen Tür.

01:25:14: Am Anfang dieser Geschichte stand René Longslair davor.

01:25:18: Er steckte seinen Schlüssel ins Schloss, klingelte und wartete.

01:25:22: Niemand öffnete.

01:25:23: Damals wussten wir noch nicht, was sich auf der anderen Seite dieser Tür befand.

01:25:27: Jetzt wissen wir, was dort geschehen ist.

01:25:29: Wir wissen wer Leonie und Genevière Langlere getötet hat und wie diese Abend endete.

01:25:36: Nur eine Frage konnten weder Diamitler von nineteen hundertdreisig noch all jene die sich danach mit diesem Fall beschäftigt haben zweifelsfrei beantworten?

01:25:46: Die Frage... Nach dem Warum.

01:25:49: Ja, und damit endet mein Fall diese Woche ...

01:25:54: war sehr, sehr spannend.

01:25:57: Ich muss sagen eines der Spannendenfälle, die du hier mitgebracht hast.

01:26:02: Ich war von Minute eins bis zum Schluss gefesselt.

01:26:05: Ich hab mir alles so krass bittlich vorgestellt.

01:26:09: Deswegen habe ich den noch gewählt, weil ich den damals selbst fesselnd, spannend.

01:26:15: Und ich finde immer auch... Ja, dieser ... also Gott, ich kann gar nicht mehr sprechen.

01:26:21: Also dieses Dazwischen ist jemand psychisch krank.

01:26:25: Wie geht man damit um?

01:26:27: Was treibt dem dazu so etwas zu tun?

01:26:29: Find ich halt immer besonders spannend und ich fand an diesem Fall eben auch diese zwei Theorien noch interessant mit dem Klassenkampf, dass das natürlich politisch aufgerollt wird.

01:26:40: Klar Arbeiter gegen Bürgertum

01:26:42: usw.,

01:26:43: es ist ja alles ... eine Zeit, wo das sehr präsent war.

01:26:47: Oder was da noch hineininterpretiert wird mit sexuellen Verbindungen und so weiter?

01:26:52: Das war nicht her.

01:26:53: Wir haben gerade so lange über die Personen geredet, aber das richtige Warum kann natürlich nicht geklärt werden.

01:27:00: Und auch was wirklich passiert ist, weil natürlich die beiden, die noch etwas sagen könnten, tot sind.

01:27:05: Ja.

01:27:08: Wahnsinn!

01:27:09: Gut... Also das war der erste Fall des Spooky-Seasons

01:27:14: Und da hast du richtig was vorgeblättert.

01:27:17: Super!

01:27:17: Ich würde sagen, wir haben jetzt so eine lange Folge wahrscheinlich länger als sonst.

01:27:22: Eine Stunde und siebenundzwanzig sind wir jetzt gerade?

01:27:25: Gut ich hoffe ihr habt bis hierhin durchgehalten und dann wünsche ich euch auf jeden Fall einen schönen Tagabend.

01:27:32: gute Nacht wie auch immer Und wir hören uns nächste Woche.

01:27:36: Hört euch den

01:27:36: Fall im Dunkeln an, es ist ein noch großes Liga!

01:27:39: Das hätten wir wohl am Anfang sagen müssen... Jetzt ist es zu spät!

01:27:42: Okay, gut dem lieben bis dann!

01:27:45: Tschüss!

New comment

Your name or nickname, will be shown publicly
At least 10 characters long
By submitting your comment you agree that the content of the field "Name or nickname" will be stored and shown publicly next to your comment. Using your real name is optional.