Der Mann aus dem Jugendclub - #65
Show notes
Anatoli Sliwko führte ein scheinbar unauffälliges Leben als Jugendleiter. Hinter seiner respektablen Fassade verbarg sich jedoch eine erschreckende Wahrheit. Wie konnte er so lange unentdeckt bleiben?
Fall ab: 12:50 Min
Show transcript
00:00:15: Ein Podcast von Anne und
00:00:16: Maxi.
00:00:17: Zwei
00:00:18: Lehrerinnen in der True-Crime-Welt.
00:00:20: Trigavon?
00:00:22: Dieser Podcast ist für Personen unter sechzehn Jahren nicht geeignet.
00:00:26: Wir sprechen über echte Gewaltverbrechen
00:00:28: an jungen Menschen,
00:00:29: einschließlich körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt.
00:00:33: Bitte entscheide achtsam ob du weiterhörst.
00:00:39: und ein schönes Hallöchen.
00:00:42: Ich kann sagen, was war das?
00:00:44: Herzlich willkommen!
00:00:45: Und ich dachte du sagst, ein schönest Wochenende ...
00:00:48: Das hätte auch noch kommen können, weil ich bin einfach wirklich durch.
00:00:51: Es ist neunzehn Uhr und wir sitzen hier wieder um für euch aufzunehmen.
00:00:55: Und auch für uns natürlich, weil wir das leben.
00:00:57: Weil wir ein tolles Hobby haben.
00:00:58: Natürlich,
00:00:59: Hobby ja.
00:01:01: Wir haben sonst nichts zu tun.
00:01:02: Nein, wir machen es super gerne.
00:01:05: Deswegen sitzen wir in gemütlicher Runde Und ich wollte eigentlich Let's Go sagen, weil ... Ich sag wollte, weißt du wie oft ich Let's GO sage in der Schule?
00:01:15: Ist mir aufgefallen.
00:01:16: Wie zu den Schülern sagt okay jetzt komm let's go!
00:01:19: Da hab' ich immer so okay, die denken dir jetzt, ich bin voll so cringe und sie hören den Podcasts und ich kann nicht anders reden.
00:01:24: oder wissen Sie es nicht.
00:01:26: Naja da habe ich heute auf jeden Fall drüber nachgedacht.
00:01:29: Ja,
00:01:29: ich denke auch das ganz.
00:01:31: also Let's go sag ich auch generell im Alltag
00:01:34: oft.
00:01:34: Was fang ja auch von dir?
00:01:36: Mhm jaja, ich weiß Aber wir haben es übernommen im Podcast.
00:01:40: Es war mehr oder weniger eine spontane Sache, dass wir sagen ... Let's go!
00:01:46: Meine berühmten Worte.
00:01:47: Ähm... Ich denke die jüngeren Schüler checken das nicht.
00:01:51: Weil A, hören die unseren Podcasts nicht?
00:01:53: Nein, das stimmt.
00:01:54: Und B, Mfiskar,
00:01:58: sechzehn.
00:01:59: Ich
00:01:59: wollte noch erzählen bei den älteren.
00:02:01: Es ist so witzig mit ein paar von euch.
00:02:04: unsere Videos aus dem Türkei Urlaub bei TikTok gesehen.
00:02:07: Und ich war in der neunten Klasse, liebe Grüße an Klasse Neuen B falls ihr uns hört.
00:02:14: da war ich nämlich und dann haben sie mich auch so gefragt in der ersten Stunde und was ist denn der Türkeis?
00:02:20: sind sie schön mit dem Roller gefahren?
00:02:22: und dann haben wir halt total gefeiert über dieses Video.
00:02:25: Und ich habe ihnen auch so ein paar Sachen erzählt, und ich musste wirklich so schmunzeln.
00:02:28: Ich hab jetzt mal hingesetzt und erst einmal erzählt...
00:02:30: Was hast du erzählt?
00:02:31: Ja Frau Pinkert im... Oh, Frau!
00:02:32: Jetzt hab' ich auch mal... Also
00:02:34: ich hab ja gesagt, naja das weiß man ja wie Du mich fertig gemacht hast.
00:02:38: in diesen Videos hat jeder gesehen.
00:02:41: Ich hab erzählt, wie das zustande gekommen ist.
00:02:43: Dass ich damit nicht fahren konnte und fast noch gegen so ein Auto gefahren bin.
00:02:46: Und dass der vom Hotel nebenher gefahren ist und Sorge und sein Gerät hatte.
00:02:51: Aber die hatten es tatsächlich gesehen ... Das fand ich superwitzig!
00:02:55: Ah,
00:02:56: witzig
00:02:56: ja... Jetzt möchte ich aber zwei Fragen an dich stellen, die ich mir überlegt habe.
00:03:01: Mich willst du fragen stellen?
00:03:03: Ja, weil es
00:03:04: hat auch einen Grund, warum ich dir die Frage stellen will.
00:03:07: Weil ich heute Morgen darüber nachgedacht hab Weil es ist ja so unser Ding, dass wir auch mal über Sachen nachdenken.
00:03:13: Hier würde ich mal Paula ganz lieb grüßen, weil wir letztens bei der Autofahrt noch einmal darüber nachgedacht haben warum Kiefern eigentlich nur oben Nadeln haben und jetzt wissen wir's wieder.
00:03:25: Nee!
00:03:25: Es sind einfach Fragen damit die Hörerinnen uns besser kennenlernen.
00:03:29: und zwar was?
00:03:32: Mach dich so aggressiv, so Kleinigkeiten die dich nerven und triggern.
00:03:36: So deadlift-aggressiv?
00:03:39: Ja ich muss kurz deadlift erklären.
00:03:41: jeder von euch schaut mal ab in Speed.
00:03:44: Bezweifelig
00:03:45: dass man sowas
00:03:46: schaut.
00:03:46: Guckt euch das mal an dann wisst ihr wie Maxi ist wenn sie schlechte Laune hat und so richtig im Stress ist weil dann schreit sich auch die Steine zusammen sehr witzig und dann ist immer unser running gag weiß gab man Situationen über die es nicht erzählen.
00:04:02: Doch, kann ich dir mal erzählen.
00:04:04: Es war so witzig eigentlich.
00:04:06: Maxi hat eine Küche und hatte überlegt sich die Schönheit zu machen und wollte die Hinterwand
00:04:11: bekleben
00:04:12: mit der Folie.
00:04:13: Dafür nun wirklich keine einzige Blase rein.
00:04:16: Ich hatte mich dann hier bemüht ihr zu helfen ... Und natürlich was ist passiert?
00:04:22: Das erste, es waren zwei Sekunden angeklebt!
00:04:25: Es war einfach eine fette Blase, die nicht mehr rausgingen und die Folie auch nicht von der Wand.
00:04:29: Weil's
00:04:30: so
00:04:30: hart... Krass, klebende Folie war.
00:04:32: Und ich hab noch gesagt ... Anne, es darf jetzt nichts schiefgehen!
00:04:39: Ich bin noch ein Stück gesteufert und sie und wir sind an diese Wand.
00:04:42: Es war eigentlich
00:04:43: alles
00:04:44: voller Blasen.
00:04:45: Ich sehe Sie auch gerade aus, das ist gut kaschiert.
00:04:49: Aber man weiß nicht mehr?
00:04:51: Sie ist einfach rausgepflippt.
00:04:53: Wenn Sie im Bett
00:04:54: gewesen wären, hätte sie die Steine, Schaufeln, alles geschwissen.
00:04:58: Und ich wollte das immer noch so gut drehen, weil ... Ich hab gleich total schuldbewusst und wusste gar nicht, was ich sagen soll.
00:05:02: Ich fragte sie, alles ist gut?
00:05:05: Es ist nichts gut!
00:05:07: Das war wirklich einfach herrlich.
00:05:09: Seitdem hat sie den Beinnamen Detlef.
00:05:11: So eine Weile Küche ist
00:05:12: schon.
00:05:12: Wie beim Halk, also wenn rauswundern kommt Detleff raus.
00:05:16: Aber solche Situationen meine ich nicht.
00:05:18: Die sind sehr selten glücklicherweise.
00:05:20: Ja.
00:05:22: Was macht dich aggressiv?
00:05:24: Also mich macht
00:05:24: das tief!
00:05:26: Wenn du so eine dumme Frage stellst.
00:05:28: Tatsächlich, dumme Fragen ist schon gut.
00:05:31: Ja wenn jemand wirklich sehr dämliche alltägliche Fragen stellt... Beispiel ich weiß es nicht geht jetzt gar nicht an Schüler oder so die jetzt eine ganz plausible Frage stellen?
00:05:44: Aber wäre
00:05:44: das sowas wie wenn ich sagen würde darf ich mal deine Trädte benutzen?
00:05:48: Ist das so eine Dumme Frage?
00:05:49: Das ist ja ne richtig dämische Frage.
00:05:50: Es würde mich jetzt gleich aus zum Ausrasten bringen.
00:05:54: Aber so ... ja, manchmal ist es safe, hast du mir schon so eine Frage gestellt.
00:05:58: Wo ich dann manchmal sage, Beispiel fahren Out oder so?
00:06:01: Ich
00:06:02: bin wirklich die, die ganz viele dumme Fragen stellt.
00:06:04: Ja,
00:06:04: aber so alltägliche, wo ich jetzt sage, Junge Anne wie zum Beispiel bei diesem Scheiß-Video, wo du dieses Ding fährst in der Türkei, wo auch ich sage, junge Mädchen checkst
00:06:13: du überhaupt diese Situation!
00:06:16: Nein, so was.
00:06:17: Kannst du nicht gerade
00:06:17: ausfahren?!
00:06:18: Ja
00:06:18: genau, wenn man sich manchmal so demich anstellt, aber das ist ja für mich Keine Ahnung, wenn das jemand mir denkt.
00:06:24: Oh Gott!
00:06:25: Das meine ich gar nicht so böse.
00:06:26: aber dann bin ich halt manchmal da ein bisschen steiger und ich mich da rein.
00:06:30: Aber eigentlich dumme Fragen jetzt überhaupt nicht an mein Beruf gestellt oder so ganz.
00:06:33: Im Gegenteil finde ich eher cool, wenn man da ein paar Fragen hat.
00:06:38: So sieht man ja auch als Lehrkraft dass diejenige oder derjenige auch mitdenkt und macht und so.
00:06:43: Das geht jetzt gar nicht wirklich an Schüler oder wie auch immer sondern einfach alltäglich auch wenn meinen Partner mir irgendwas demisches fragen würde wo ich sage ne Es ist so und so.
00:06:54: Ich weiß, dass du meinst... Du weißt
00:06:55: schon was du meinste.
00:06:55: Ja, und dann musst du aber wirklich das Lachen weil du einfach mit mir so gut befreundet bist und ich einfach früher meine ganz lehmlang dumme Fragen ganz häufig gestellt habe um meine Freundinnen heute noch drüber lachen.
00:07:05: Da hab' ich zum Beispiel auch mal ... da war ich elf oder so bin ich mit meiner Freundin Jesi Kartoffeln gekocht und die hatten ein bisschen braune Stellen.
00:07:12: Dann hab' mich meine Mutter angerufen und gefragt ob man die noch essen kann!
00:07:16: Oder ich hab mir mal Theo in den Mund gespürt und hab gefragt, ob ich sterben muss oder so.
00:07:19: Ja genau!
00:07:20: Du
00:07:20: bist ja auch immer gleich so ... wo ich sage alle, Alter, chill.
00:07:24: Ich
00:07:24: mache mir viele Gedanken.
00:07:26: Genau, sowas halt.
00:07:27: Aber es reg mich jetzt nicht so krass aus der Haut fahren.
00:07:29: Ich bin leidiger und
00:07:29: die den Kopf aufschlafen.
00:07:31: Das sagt sie jetzt.
00:07:32: Es ist einfach voll auf dem Tisch.
00:07:35: Weißt du, wie ich darauf kam?
00:07:36: Was mich nämlich unheimlich triggert sind ...
00:07:38: Essensgeräusche.
00:07:39: Nicht generell
00:07:40: Geräusche... Essens-Geräusche ist wirklich Nummer one.
00:07:43: Typisch.
00:07:44: Da sagen Sie mir jeden Tag gefühlt.
00:07:45: Es geht gar nicht.
00:07:46: Aber auch andere Geräusche, ich hab nämlich heute Morgen meine Haare geglättet und diese blöde Dreckschnur von diesem Glätteisen...
00:07:55: Ist die ganze Zeit gegen Swaschbecken?
00:07:56: Ja,
00:07:57: gegen Swashbecken
00:07:58: und
00:07:58: gegen meinen Unterschrank.
00:08:01: Und es hat die ganzezeit Geräuschen gemacht.
00:08:03: Wirklich die ganze zeit!
00:08:05: Also ich habe mir fast die Haare abgebrannt vom Kopf weil ich so aggressiv war
00:08:09: Und
00:08:10: da hab ich gemerkt, ey scheiße.
00:08:12: Mich triggern Geräusche wirklich extrem.
00:08:15: Aber das weiß ich
00:08:16: von dir!
00:08:16: Das nennt mich so Phonie oder sowas.
00:08:18: wenn man irgendwie ein Problem hat... Typisch
00:08:19: dass du so einen Namen direkt dafür hast aber ich weiss
00:08:21: es.
00:08:21: Hier drängt eine Doktorne Diagnose gegugelt.
00:08:23: was habe ich für ne neue Krankheit?
00:08:23: Du bist
00:08:24: auch ganz lärm empfindlich, wenn jemand redet ist mir auch schon ganz oft aufgefallen Da sind wir wieder.
00:08:28: bezog zu Paula
00:08:30: dies
00:08:30: absolutes Kontrastdingen zu dir.
00:08:34: Sie ist ja wirklich so, sie muss überall ihre Ohren mit drin haben.
00:08:36: Dann redet da auf der anderen Seite, redet die dann da und dann rede ich aber noch mit ihr.
00:08:41: Und sie ist so überall im Gespräch mit drinnen und checkt alles und ist auch noch mit dir am Reden.
00:08:48: Du bist sehr lambempfindlich.
00:08:49: wenn jetzt bei uns im Wohnzimmer jemand hier sitzen wird und wir beide reden, dann bist du richtig so ... Warum redet?
00:08:57: Es
00:08:57: war heute aber auch so ein Move.
00:08:59: Ich war nämlich heute lieben Praktikanten, die mich ganz liebe Grüße.
00:09:03: Die ist nämlich ganz wunderbar mit ihr.
00:09:05: Wollte ich heute eine Stunde auswerten und dann kam zwei Kollegen rein, die sich auch über was unterhalten haben.
00:09:13: Ich konnte nicht mehr hören!
00:09:14: Ich musste rausgehen.
00:09:15: Ist da wirklich so ein ... Nee, warum bin ich jetzt so laut geredet?
00:09:19: Richtig, richtig.
00:09:20: Ja ja, ich verstehe
00:09:21: das.
00:09:22: Kollegen aus Wales.
00:09:23: Also über mich rüber... Manche ja gar nicht stört, aber jetzt konnte ich das nicht.
00:09:27: Das kommt bei mir mal auf das Stresslevel an.
00:09:30: Ich finde manchmal das ein bisschen anstrengend, wenn ich am Handy bin oder gerade was anderes mache und mich einer voll lappt ... Obwohl er sieht oder sieh, dass ich grade was anderes mach'n und wahrscheinlich grade nichts
00:09:41: zu höre?
00:09:43: Ja, manchmal
00:09:45: warst du das safe auch!
00:09:48: Jetzt
00:09:49: haben wir schon wieder viel zu lange darüber
00:09:50: geredet.
00:09:51: Deswegen eine Frage recht aus.
00:09:53: Aber ich glaube, jetzt ist es auch die Mut dazu in unseren...
00:09:58: Stopp!
00:09:59: Ich hab noch eine Frage.
00:10:00: Was denkst du denn?
00:10:01: Was mich am meisten noch so triggert?
00:10:04: Also wir haben ja über diese Deadlift-Situation geredet, aber was würdest du noch sagen, was mich auch noch triggert außer dumme Fragen?
00:10:13: Dumme Menschen.
00:10:16: Nein, definiere dich nicht.
00:10:17: Weiß ich nicht.
00:10:18: Dumme Fragen ... Schon, aber auf jeden Fall triggert dich so hinten rum Sachen und Hinterhältigkeit.
00:10:25: Da bist du ganz
00:10:27: doll drauf... Guck meinen Haushalt an!
00:10:29: Was triggert mich?
00:10:30: Also
00:10:30: Ordnung natürlich.
00:10:32: Ja das
00:10:32: ist klar.
00:10:33: also wenn hier...
00:10:34: Nur die Decke nicht zusammen.
00:10:35: Aber es immer so schön weil ich kann mich immer wie in einem Sternhotel fühlen, weil ich darf ihr gefühlt nichts selbst machen, nicht abwaschen, nicht das Essen auffüllen.
00:10:42: Das wird mir alles dann präsentiert damit auch nix falsch mache.
00:10:46: wahrscheinlich.
00:10:48: Das ist sehr schön.
00:10:49: Du bist ein sehr ordentlicher Mensch und jetzt mit deiner fast fertigen Schwangerschaft hast du ja den Nestbau-Trieb des Jahrtausends, ich kam hier vorhin an und Maxi wohnt halt im Erdgeschoss.
00:11:02: und dann denke ich was ist denn da für einen Wasserstrahl der aus dem Ball zum Fenster kommt?
00:11:06: Dann stehe ich damit in der Dusche und putze das Fenster mit der Duschen und gefühlt ... Die ganze Fassade draußen ist voll mit allem.
00:11:16: Das war wieder so ein typischer
00:11:17: Maximum.
00:11:18: Du bist auf die Auffahrt gefahren und da kann ich das Fenster groß aufmachen, dann habe ich das abgespritzt.
00:11:25: Wenn man niemanden gesehen, der seinen Fenster mit der Dusche von der Badewanne ausputzt
00:11:29: ... Ich hab hier mit meiner Nachbarin schon mal mir das Auto vorgefahren.
00:11:34: Hier auf unserer Grundstücke und hab gesagt, ich mache jetzt mein Badezimmer auf Und dann den Dusstrahl raus und hatte mal das Auto ein bisschen abgespritzt.
00:11:45: Was ist daran verboten?
00:11:46: Das
00:11:46: Auto auf dem Grundstück wäscht hier in Deutschland.
00:11:49: Da
00:11:49: ist ja eine interessante Regel, habe ich trotzdem gemacht.
00:11:55: Ich hab ein bisschen Nestbautrieb so nennt sich das doch.
00:11:58: Also ich finde hier schon immer ein paar Stellen wo ich sage es noch nicht ganz perfekt.
00:12:03: meines Erachtens da muss ich nochmal polieren bis aufs... Letzte Detail oder Ausräumen.
00:12:10: Ich räume auch übelst viele Sachen aus, gerade Mistübelst aus und ja das ist auch sehr gut denke ich.
00:12:16: wenn jetzt ein Kind hier reinkommt, dass man einfach immer ein bisschen Platz schafft und liegt hier ein Spielzeug rum dann flatter ich durch die Decke!
00:12:27: Ich bin gespannt wie es dann hört.
00:12:28: Ja
00:12:28: ich bin auch gespannt.
00:12:29: Gut, da die Nerven mir jetzt auch etwas blank liegen aufgrund des Tages würde ich sagen... Gehen wir jetzt mal in den Fall, oder?
00:12:38: Yes!
00:12:39: Find ich gut.
00:12:40: Dann sag mir die Worte.
00:12:41: Dann machen wir jetzt Cut mit dem Vorgespräch und wir starten...
00:12:48: Let's go!
00:12:54: Ja ihr Lieben, ich bin ja heute dran und wir gehen heute mal wieder ein Land in das größte Land der Welt.
00:13:04: Ich weiß es, ich weiß es.
00:13:05: Ohja bitte,
00:13:06: nehmen Sie mich
00:13:07: ran.
00:13:08: Er heißt ja das größte Land der Welt, ist Russland.
00:13:11: Bin ich richtig?
00:13:12: Du bist richtig!
00:13:13: Jaa... Allerdings sind wir da am XXIII.
00:13:16: Juli, und somit noch nicht in Russland sondern in der Sowjetunion Und es ist Hochsommer.
00:13:26: Die kleine Stadt Nevinomysk liegt am nördlichen Rand des Kaukasus Dort wo der Kuban und der große Selençuk zusammenfließen.
00:13:37: Eine Industriestadt geprägt von großen Betrieben, breiten Straßen und Wohnvierteln.
00:13:42: In den Tausende Familien leben deren Alltag sich zwischen Fabrik, Schule und den kleinen Freiheiten abspielt die ein warmer Juli-Tag so mit sich bringt.
00:13:52: Für Kinder sind zurzeit auch Sommerferien.
00:13:55: Sie verbringen ihre Tage größtenteils draußen, ziehen mit Freunden los, gehen baden oder angeln.
00:14:02: Niemand trägt ein Telefon bei sich.
00:14:04: Niemand kann auf einer Karte verfolgen, wo sich das eigene Kind gerade befindet.
00:14:08: Wer morgens das Haus verlässt kommt einfach irgendwann zurück – normalerweise jedenfalls.
00:14:15: An diesem Dienstag verlässte auch der dreißenjährige Sergei Pavlov sein Zuhause.
00:14:21: Seiner Familie sagte er wolle anhängen gehen.
00:14:24: Es ist kein Vorhaben dass besondere Aufmerksamkeit erregt und zu null gibt es deshalb keinen Grund sich Sorgen machen.
00:14:32: Erst als Sergei nicht zurückkommt, verändert sich die Stimmung.
00:14:37: Der Nachmittag vergeht.
00:14:38: Irgendwann wird es Abend und aus der beiläufigen Frage wo Sergei wohl bleibt, wird unruhe.
00:14:45: Seine Familie beginnt nach ihm zu suchen, fragt herum, versucht herauszufinden ob jemand den Jungen gesehen hat.
00:14:52: Vielleicht hatte er einen Freund getroffen und die Zeit vergessen?
00:14:55: Vielleicht ist er weitergegangen als geplant.
00:14:58: Vielleicht ist am Fluss etwas passiert.
00:15:01: Gerade der Kuban bietet eine nahelingende Erklärung.
00:15:06: Wenn Sergei Angeln gegangen ist, könnte er ausgerutscht ins Wasser gefallen und von der Strömung mit gerissen worden sein.
00:15:13: Doch dann fährt der Familie etwas auf?
00:15:16: Maxi, was könnte der Familie aufgefallen sein?
00:15:18: Na, ich hätte jetzt gesagt, dass vielleicht seine Angel doch zu Hause war.
00:15:23: Richtig!
00:15:24: Echt?!
00:15:25: Tatsächlich.
00:15:26: Denn Sergeis Angel steht noch Zuhause.
00:15:30: Es ist nur ein Gegenstand, der an seinem Platz geblieben ist.
00:15:33: Und doch verändert er die ganze
00:15:34: Geschichte.".
00:15:35: Also hat ja vielleicht gesagt, er geht Angeln aber das ist gar nicht Angeln gegangen?
00:15:38: Ja denn wenn Sege tatsächlich angeln wollte warum hat er dann ausgerechnet seine Angeln nicht mitgenommen?
00:15:43: Das ist natürlich fragwürdig und die Miliz wird eingeschaltet also die Polizei.
00:15:50: die Ermittler haben zu diesem Zeitpunkt allerdings kaum etwas somit sie arbeiten können.
00:15:55: Es gibt keinen Tatort, keine offensichtlichen Spuren und kein Zeugen der gesehen hat wie Sergei etwas zugestoßen ist.
00:16:01: Vor ihnen liegt zunächst nur das Verschwinden eines Dreizehnjährigen – dafür kann es viele Erklärungen geben.
00:16:07: Vielleicht ist er weggelaufen?
00:16:09: Vielleicht hat er jemanden getroffen oder gab es einen Unfall?
00:16:13: Also beginnt man die letzten Tage des Jungen zu rekonstruieren!
00:16:16: Wer hat Sergei gesehen mit wem er gesprochen?
00:16:18: Hat er irgendetwas angekündigt?
00:16:20: Dabei erinnert sich eine Nachbarin an ein Gespräch.
00:16:24: Sergei hatte ihr kurz vor seinem Verschwinden etwas erzählt, das mit Angeln überhaupt nichts zu tun hatte.
00:16:30: Er sollte fotografiert werden.
00:16:32: Nach einer späteren Rekonstruktion hatte man ihm sogar ein Aussicht gestellt, dass eine Aufnahme von ihm in einer Zeitschrift erscheinen könnte.
00:16:40: Für einen Drei-zehnjährigen im Jahr five und achtzig ist es keine Kleinigkeit.
00:16:44: Es ist ja nicht mehr wie heute beim Smartphone, jeder fotografiert jeden und stellt es in den sozialen Medien hoch.
00:16:50: Denn fotografiert wird ... Und dann auch noch in der Zeitschrift abgelichtet zu werden, das ist natürlich groß.
00:16:57: Da erzählt man auch davon und Sergi nennt einen Namen den Mann mit dem er sich treffen will Anatoly Slivko.
00:17:07: Die Ermittler kennen Anatoley.
00:17:09: Also der Name sagt ihn etwas Denn Slivco ist Leiter eines sehr bekannten Kinder- und Jugendtouristik Clubs im Ort.
00:17:18: Er organisiert Wanderung, arbeitet seit Jahren mit Jugendlichen, fotografiert und dreht Filme.
00:17:22: Seine Arbeit ist ausgezeichnet worden.
00:17:24: Zeitungen haben über ihn berichtet, Eltern kennen ihn.
00:17:28: Dass Sergei mit diesem Mann Kontakt gehabt haben könnte, wirkt deshalb zunächst keineswegs bedrohlich.
00:17:33: Es ist eher ein Spur der man nachgehen muss.
00:17:36: Nur kann man's Lift Grund nicht ausführlich befragen.
00:17:39: er ist nämlich mit Jugendlingen seines Clubs verreist irgendwo am Meer.
00:17:44: Während also im Ort nach Sergei gesucht wird, sitzt der Mann dessen Namen der Junge kurz zuvor erwähnt haben soll mit anderen Kindern weit entfernt von der Stadt.
00:17:52: Und Sergei bleibt verschwunden.
00:17:55: Tage werden leider zu Wochen.
00:17:57: Die Suche bringt keine Gewissheit und irgendwann bleibt seiner Familie nur noch das was für Angehörige Vermisste.
00:18:02: oft schwerer auszuhalten ist als jede eindeutige Nachricht die Möglichkeit dass ihr Kind noch irgendwo sein könnte.
00:18:10: Vielleicht lebt Sergei vielleicht kommt er zurück Vielleicht fehlt den Ermittler nur die eine Spur, die alles erklärt.
00:18:17: Im Sommer nix weiß noch niemand das ausgerechnet die Suche nach diesem Jungen eine Tür öffnen wird, die mehr als zwanzig Jahre lang Verschlossung geblieben ist.
00:18:29: und hinter dieser Tür steht ein Mann von dem viele Menschen überzeugt sehen ihn sehr gut zu kennen.
00:18:34: Genau!
00:18:35: Und damit nicht nur die Ermittlern ihn kennen möchte ich Ihnen euch jetzt einmal vorstellen.
00:18:43: Anna Thuli wird am XXIII.
00:18:45: Dezember, in Dagestan geboren.
00:18:48: Sein Geburtsort Isbär Basch liegt am Kaspischen Meer und wächst in diesen Jahren mit der Erdölförderung.
00:18:55: Als Stifko zur Welt kommt, besitzt sie Siedlung noch nicht einmal offiziell den Status einer Stadt.
00:19:00: Über seine frühe Kindheit wissen wir weniger als manche späteren Darstellungen vermuten lassen.
00:19:06: Gerade bei bekannten Gewaltverbrechern entsteht im Nachhinein schnell die Versuchung, schon im Kind nach dem späteren Täter zu suchen.
00:19:13: Als müsse irgendwo zwischen Schulzeit, Familie und ersten Erinnerungen ein Moment verborgen sein, der alles
00:19:19: erklärt.".
00:19:20: Bei Slivko funktioniert das nicht.
00:19:23: Die russische Agentur für Gerichtsinformation beschreibt seine Kindheit ausdrücklich als weitgehend gewöhnlich.
00:19:30: Seine Mutter führt den Haushalt, seinen Vater ist Angestellter.
00:19:34: Die Familie zieht in den neunzehntfünfziger Jahren in den Ort.
00:19:38: Es gibt keine sauber belegten Geschichten eines Kindes, bei dem schon jeder hätte erkennen müssen was Jahrzehnte später geschehen würde.
00:19:46: Allerdings gibt es Erinnerungen, denen Slivko selbst später große Bedeutung beimisst.
00:19:52: Dazu gehört eine Szene aus der Kriegszeit, in der er nach eigener Aussage Gewalt gegen ein Kind beobachtet habe.
00:19:59: Jahrzehnte später beschreibt er einzelne visuelle Details auffallend genau.
00:20:04: Ob sich das tatsächlich so ereignet hat, lässt sich nicht unabhängig überprüfen.
00:20:08: Und vor allem wäre es falsch daraus im Nachhinein eine einfache Ursache zu
00:20:12: konstruieren.".
00:20:14: Die wesentlich besser dokumentierte Cesur setzt Liv Gosez in das Jahr oneinzehnundsechzig.
00:20:20: Zu diesem Zeitpunkt dient der junge Mann im fernen Osten in der sowjetischen Marina.
00:20:25: Er gilt dort keineswegs als problematisch.
00:20:28: Im Gegenteil, Slivko erhält Belobigungen übernimmt Verantwortung und wird Mitglied der kommunistischen Partei.
00:20:35: Seine militärische Laufbahn liefert zunächst das Bild eines disziplinierten jungen Mannes, der sich in bestehende Strukturen einfügt und darin durchaus erfolgreich ist.
00:20:45: Doch dann wird er Zeuge eines Verkehrsunfalls.
00:20:48: Ein etwa dreizehn oder vierzehn Jahre alter Junge wird dabei tödlich verletzt.
00:20:53: Slivko beschreibt später, das ist jetzt ganz wichtig.
00:20:57: Das weiße Hemd des Kindes, das Pionierhalztuch, neue schwarze Schuhe, Blut auf der Straße und Benzin, dass über den Astfeld
00:21:06: läuft.".
00:21:07: Dass ein Mensch solche Bilder jahrzehntel später noch erinnert, ist eigentlich zunächst nicht überraschend wenn es ein traumatisches Ereignis ist.
00:21:16: Was Slivco aber über seine eigene Reaktion erzählt, ist es dagegen sehr wohl!
00:21:22: Magst du dir vorstellen, was er vielleicht dazu noch erzählt?
00:21:25: Wenn er so sagt wie er darauf reagiert hat.
00:21:30: Dass er sich das noch merkt meinst du warum weshalb wieso
00:21:33: ja
00:21:33: dass es so abregende Bilder für ihn waren die sich für immer seinen Kopf eingeprägt haben und dadurch eher so detailliert die Sachen weiß oder eher aufgrund dieser Uniform, weil er als Kind auch da drinne war.
00:21:48: Die so gut kennt?
00:21:49: und das ist ihnen im Gedächtnis geblieben?
00:21:52: Ich weiß es nicht!
00:21:52: Ja also ja oder nein?
00:21:54: aber Es ist tatsächlich so dass dieser Anblick bei ihm eben nicht nur Entsetzen ausgelöst hat sondern er bemerkt hat Nein Das ist eine sexuelle Beziehungsweise sadistische Erregung in ihm aus gelöst hat und er seitdem den Wunsch verspürt einem jungen Schmerz
00:22:15: Okay, gut.
00:22:16: Er behauptet halt, dass diese Gedanken ihn anschließend verfolgt haben.
00:22:20: Ach
00:22:20: Gott!
00:22:21: Natürlich muss man diese Erklärung mit Vorsicht behandeln.
00:22:24: Sie stammt zwar von Slivko selbst und wurde auch rückblickend formuliert aber erst als er bekannt war was dort in diesem Ort geschehen ist.
00:22:33: Da wollen wir ja noch quasi drauf zurückkommen und es wird auch wirklich richtig strange.
00:22:40: Ob es tatsächlich dieser eine Unfall war, dass der etwas in ihm ausglittert oder ob Slivko später einen Ursprung für seine eigene Fantasien gesucht hat, das kann man eben nicht genau wissen.
00:22:51: Fest steht nur, die Bilder dieses Unfalls später immer wieder auftauchen – das weiße Hemd, das Halstuch und die schwarzen Schuhe.
00:23:02: Und irgendwann ist es so, dass Slivco versucht genau diese Konstellation im Selbstherz zu
00:23:08: stellen.".
00:23:10: Nach seinem Militärdienst kehrt er dann nach Nevonimisk zurück.
00:23:15: Dieser Name tut mir leid, wenn ich ihn falsch ausspreche, aber der ist so schwierig.
00:23:19: Und in deiner Zeit schließt da ein chemisch technologisches Technikum ab und das ist auch sehr wichtig, das müsst ihr euch merken also Chemietechnik und arbeitet anschließend als Universaloperato im örtlichen Chemiekombinator.
00:23:36: Wieder fällt er dort natürlich sehr positiv auf.
00:23:39: Er arbeitet zuverlässig, übertrifft die geforderten Norm und erhält die Auszeichnung eines Stoßarbeiters.
00:23:46: Doch...die Fabrik reicht ihm irgendwie nicht aus!
00:23:50: Also er sieht darin den Sinn, möchte sich weiterentwickeln und beginnt dann sich in der Jugendarbeit so engagieren.
00:23:58: Er hält Vorträge vor Schülern, schreibt pädagogische Beiträge und organisiert Wanderungen.
00:24:03: was zunächst nebenbei beginnt entwickelt sich etwas das sein öffentliches Leben immer stärker bestimmen wird.
00:24:10: Denn Slivko kann etwas, das Eltern und Funktionäre beeindruckt – er erreicht Jugendliche!
00:24:17: Nicht nur die angepassten Leistungsstarken, sondern auch Jungen denen erwachsene Schwierigkeiten zutrauen, die in der Schule anecken oder als gefährdet gelten.
00:24:26: Er ergibt ihnen Aufgaben, verlangt Disziplin und nimmt sie mit hinaus in die Natur.
00:24:31: Statt auf der Straße herum zu hängen wandern Sie, lernen Orientierung, tragen Ausrüstung, helfen einander üben... erleben, dass sie innerhalb einer Gruppe gebraucht werden.
00:24:40: Das hört sich für uns wieder komisch an.
00:24:43: Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in den Siebzigern und Achtzigern der Soviet Union sind, wo das mit den Pionieren usw.
00:24:51: das Verhalt gefragt hat.
00:24:54: Aus diesen Aktivitäten heraus entsteht zunächst ein kleiner Jugendclub, der übersetzt Romantik hieß ... Die Räumlichkeiten wurden irgendwann bei einem Brand beschädigt und er hält neue Räume.
00:25:09: Und baut ihm sein Konzept viel weiter aus.
00:25:12: Dieser neue Club bekommt eben auch einen Namen, und zwar Chergit, was soviel heißt durch Flüsseberge und Taylor, das dafür steht, dass er ganz wie Drau rausgeht mit ihnen die Natur.
00:25:26: Und dieser Club entwickelt ihn auch seine eigene Welt.
00:25:29: Es gibt klare Hierarchienprüfungen ... Punktesysteme durch das Jugendliche bei ihm aufsteigen können.
00:25:37: Wer sich bewährt, übernimmt Verantwortung.
00:25:39: Wer gegen Regeln verstößt, sammelt Minuspunkte.
00:25:42: Find ich total abgefahren.
00:25:44: eigentlich so als Jugendclub wenn man sich mal überlegt wie die Jugendlichen sich heute so einen Jugendclub vorstellen.
00:25:50: und besonders erfahrene Mitglieder können in einem Kreis von höheren Instruktoren aufgenommen werden.
00:25:57: Und der Club besitzt sogar ein eigenes Museum mit Gegenständen, welche die Jugendlichen bei Expedition zu Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs zusammentragen.
00:26:07: Also ich find's total abgefahren.
00:26:10: Aber für die Kinder bedeutet dieser Club eben Abenteuer, Zugehörigkeit, Zusammenhalt beieinander sein, niemanden haben auch unabhängig jetzt ob sie mit den Eltern ein gutes Verhältnis haben oder nicht?
00:26:22: Ja, das versteht.
00:26:24: Und für die Eltern eben bedeutet es Struktur Und vor allem für die Stadt bedeutet es erfolgreiche Jugendarbeit als Aushängeschild.
00:26:31: Für Slivko bedeutet es Autorität aus Leben und damit wächst sein Ansehen wirklich stark über die Jahre, er wird Meister des Sports im Bergtourismus sitzt im Stadtssoviet seine Fotos und Filmarbeiten werden ausgezeichnet Über seine Arbeit erscheinen Artikel und er hält auch einen eigenen Titel eines verdienten Lehrers der Sowjetunion.
00:26:57: Und ja, obwohl er weder ein pädagogisches Hochschulstudium abgeschlossen hat noch regulär als Lehrer eigentlich unterrichtet.
00:27:04: aber er bekommt eben diese Auszeichnung die nur wenige bekommen und sein Privatleben fügt sich auch in dieses Bild ich habe schon gesagt es relativ unauffällig erheiratet.
00:27:13: er wird Vater zweier Söhne und führt nach außen ein Leben an dem wenig ungewöhnlich ist.
00:27:20: Und das ist eben entscheidend, wenn man verstehen will was jetzt in diesem Fall passiert.
00:27:24: Denn Slivko muss das Vertrauen von Eltern nicht heimlich erschleichen.
00:27:28: Die Stadt bestätigt ihnen immer wieder dass dieses Vertrauen gerechtfertigt ist.
00:27:34: Der Betrieb zeichnet ihn aus der Staat zeichnen ihn aus Funktionäre unterstützen seinen Club Medien berichten positiv über seine Arbeit.
00:27:43: Also wenn Slivko ein Jung für eine besondere Aufgabe auswählt, steht diesem Kind deshalb kein unbekannter Erwachsener gegenüber.
00:27:52: Der Jugendliche steht einem Mann gegenüber von dem alle sagen auf ihn kannst du dich verlassen ihm kannst du vertrauen.
00:28:00: Doch bereits zu Beginn der neunzenhundertsechstiger Jahre gibt es neben diesem öffentlichen Slivkow leider auch einen zweiten und zunächst kennt ihn nur ein Junge.
00:28:11: Wir müssen jetzt ein paar Jahre zurückgehen.
00:28:14: Sergei?
00:28:16: Nein, Sergei... wir gehen noch weiter zurück und ich habe dieses Kapitel die Experimente genannt.
00:28:26: Ich finde da wollen wir mal reingehen.
00:28:31: Im Jahr neunzehnhundert dreiundsechzig nämlich also Sergei war fünfundachzig.
00:28:35: Jetzt sind wir dreiund sechzig sprich Zlyvko einen Schüler der fünften Klasse an.
00:28:40: er möchte mit ihm einen Film drehen Eine Art Partisanenspiel im Wald, also so ein Kriegsspiel.
00:28:48: Für einen jungen, der einen bekannten Jugendleiter mit einer Filmkamera vor sich hat, klingt das wahrscheinlich eher nach Abenteuers nach Gefahr.
00:28:56: Draußen verändert sich aber die Situation.
00:28:59: Slivko bindet den Jungen an einem Baum um beginnend ihm Schmerzen zuzufügen.
00:29:04: Noch überschreitet er eine bestimmte Grenze nicht.
00:29:07: Nach seinen späteren Aussagen hält ihn v.a.ein Gedanke zurück Und zwar, der Junge könnte nach Hause gehen und seinen Eltern erzählen was passiert ist.
00:29:16: Diese Angst vor Entdeckung ist wichtig.
00:29:19: Den Slivko beginnt nun offenbar nicht darüber nachzudenken wie er seine Fantasien beendet sondern darüber wie er verhindern kann dass sich ein Kind anschließend an sie erinnert.
00:29:30: Und jetzt finde ich es sehr verrückt.
00:29:32: in einem medizinischen Lehrbuch stößt er auf das Phänomen der Retrograden Amnesie.
00:29:38: Vereinfacht gesagt, kann ein Mensch nach schweren körperlichen Belastungen oder Verletzungen Erinnerungslücken für die unmittelbar vorausragende Zeit entwickeln.
00:29:47: Und Slivko macht daraus einen Experiment.
00:29:51: Am zweiten Juni, der Jungen bringt er bis zur Bewusstlosigkeit.
00:29:56: Als dieser wieder zu sich kommen, kann er sich nach Slivkos späterer Darstellung tatsächlich nicht an alles erinnern.
00:30:02: Für Slivku ist das offenbar die Erkenntnis auf die er gewartet hat.
00:30:06: Er glaubt einen Weg gefunden zu haben, seine Fantasien auszuleben und anschließend trotzdem einen Jungen nach Hause schicken zu können.
00:30:14: Von nun an werden die sogenannten Experimente planvoller.
00:30:18: Slivko wählt einzelne Jungen aus – häufig Jugendliche, die zu ihm aufsehen oder sich innerhalb seiner Gruppe beweisen wollen.
00:30:25: Er gibt in Handlungen einen vermeintlich wissenschaftlichen Sinn Es gehe um menschliche Belastbarkeit, um gefährliche Situationen in den Bergen, um Bewusstlosigkeit und Rettung.
00:30:35: Teilweise lässt er die Jungen sogar schriftlich bestätigen, dass sie freiwillig Teilen nehmen und über das Experiment schweigen werden.
00:30:43: Kurze Frage verabreicht er den Jungen da irgendwas?
00:30:46: Dass die so bewusstlos dann wären und es vergessen oder...
00:30:50: Nee, also nur über
00:30:52: körperliche Gewalt.
00:30:52: Über körperlichen
00:30:53: Gewalt ja!
00:30:54: Also vor allem auch über Strangulationen und sowas.
00:30:57: Das klingt natürlich absolut absurd wenn man ... Jetzt irgendwie so hört, aber für die Jugendlichen in dieser Welt des Jugendclubs funktioniert das eben anders.
00:31:05: Weil es gibt da, hab ich ja schon gesagt Prüfungen Mut hier rechts schiebe Regeln und man muss sich bewähren um aufzusteigen.
00:31:11: Und wer dann von ihm natürlich persönlich ausgewählt wird für das Besondere ist wahrscheinlich unter der Hand ein Getuschel gemurmeln.
00:31:18: Ich hab da du hast die Möglichkeit Ja der geht halt mit weil er wird nach Anerkennung erhalten So in den Brückgeschlagen ist.
00:31:28: Lufko inszeniert die Situation nämlich so, dass sie an jene Bilder erinnern, die ihr seit dem Unfall von neunzehntundsechzig beschreibt.
00:31:36: Helle Kleidung, Pionierhalstücher, schwarze Schuhe.
00:31:42: Doch dann kommt eben der Moment, in dem aus dem Experiment etwas anderes wird.
00:31:49: Einige Monate nach seinem ersten gezählten Amnesieversuch nimmt Slyvko einen fünfzehnjährigen Jugendlichen mit.
00:31:56: In späteren Quellen wird er häufig als Obdachloser bzw.
00:32:00: als Jugendlicher beschrieben, der schon häufiger fortgelaufen war.
00:32:04: Sivko erzählt ihm Erarbeitern einer wissenschaftlichen Untersuchung über die Grenzen menschlicher Belastbarkeit.
00:32:10: Der Junge stimmt zu.
00:32:12: Während des Experiments verliert er das Bewusstsein.
00:32:15: Sifko versucht anschließend ihn zurückzuholen – doch diesmal gelingt es nicht!
00:32:22: An diesem Punkt hätte Slivko noch immer eine Entscheidung treffen können.
00:32:26: Er hätte Hilfe holen, zu Polizei gehen und erklären können das ein von ihm durchgeführter Versuch tödlich geändert hatte.
00:32:33: Schon das wäre ein schweres Verbrechen gewesen.
00:32:36: Von dessen beseitigt er den Körper und versucht die Spuren zu vernichten.
00:32:40: Und anschließend geschieht etwas dass für die kommenden zwei Jahrzehnte fast genauso wichtig wird wie die Tat selbst – niemand kommt zu ihm!
00:32:51: Der Jugendliche gilt als jemand, der schon vorher weggelaufen sein soll.
00:32:54: Sein Verschwinden erzeugt deshalb nicht jene intensive Suche die vielleicht zu Stifco geführt hätte.
00:32:59: Für ihn entsteht eine gefährliche Erfahrung.
00:33:03: Er hat eine Grenze überschritten und die Welt um ihn herum hat es nicht bemerkt.
00:33:08: Und ich denke sogar, wenn er zur Polizei gegangen wäre und hätte gesagt, ey das ist passiert jetzt bei unseren Experimenten.
00:33:16: Bei unseren Versuchen ihr wisst wir machen sowas ne?
00:33:18: Das würde er nicht mal irgendwie Bestrafung krass bekommen.
00:33:23: Wahrscheinlich weil sie alle ja eigentlich richtig von ihm gedacht haben.
00:33:26: Richtig!
00:33:27: Ja.
00:33:28: und dann wie soll es anders sein?
00:33:30: fast neun Jahre später im November dreiundsiebzig verschwindet in Nevenomisk erneut ein Jugendlicher.
00:33:38: Diesmal heißt Alexander Nesmeyanov, fünfzehn Jahre alt.
00:33:42: Auch Alexander gehört zum Club.
00:33:45: Als er am vierzehnt November nicht zurückkehrt beginnt eine echte Suche.
00:33:48: Seine Mutter wendet sich schließlich an den Mann von dem sie glaubt, dass ihr ihren Sohn und die Jugendlichen der Stadt besonders gut kennt – Anna-Toli Slivko.
00:33:58: Und was macht Slivku?
00:33:59: natürlich?
00:34:00: Er hilft!
00:34:01: Der ist ja auch der gute besorgte Bürger.
00:34:04: Er stellt der Polizei aktuelle, qualitativ gute Fotografien Alexandras zur Verfügung.
00:34:10: Beteiligt sich an der Suche und entwickelt sogar eigene Theorien darüber was dem Jugendlichen zugestößen sein könnte.
00:34:16: Zeitweise verfolgt die Polizei andere Spuren.
00:34:20: Es werden viele verschiedene Möglichkeiten diskutiert auch dass Alexander von Roma hätte entführt worden sein können zum Beispiel Aber nichts davon führt zu ihm Und irgendwann wären die Ermittlungen eingestellt Was Alexander's Mutter nicht weiß, der Mann, den sie im Hilfe gebieten hat, braucht nicht darüber nachzudenken wo ihr Sohn sein könnte.
00:34:41: Denn er weiß es!
00:34:43: Slivko hat Alexander getötet und während andere Wälder- und Wegeabsuchen bewegt er sich mitten unter ihn – nicht als Verdächtiger sondern als Helfer.
00:34:55: Und kurz darauf verschwindet der elfjährige André Pogossian.
00:34:59: Bei André gibt es einen Hinweis, der im Rückblick kaum deutlicher hätte sein können.
00:35:05: Seine Mutter berichtet, dass ihr Sohn an Filmaufnahmen teilnehmen wollte – nach einer späteren Rekonstruktion hatte er sie deshalb sogar gebeten ihm eine neue Badehose zu kaufen.
00:35:16: Doch dann ist André weg!
00:35:18: Seine persönlichen Gegenstände werden am Ufer des Kubanen gefunden, wodurch sich eine Erklärung geradezu auftränkt.
00:35:25: Vielleicht ist der Junge ertrunken?
00:35:27: Der Fluss wird durchsucht….
00:35:28: André wird nicht gefunden.
00:35:30: Der Hinweis auf die Filmaufnahmen führt trotzdem nichts zu dem Mann, der im Ort wahrscheinlich bekannter für das Film von Jugendlichen ist als jeder andere.
00:35:39: Slivkus Ruf arbeitet für ihn.
00:35:42: Nicht weil er irgendjemand bewusst ein Verbrechen vertuschen muss sondern weil sich eine viel einfache Erklärung anbietet – ein Junge, Sachen am Fluss, ein möglicher Unfall und so bleibt auch André verschwunden.
00:35:56: In den folgenden Jahren tötet Slivko nach der späteren Rekonstruktion zeitweise kein Jung mehr, aber er fühlt seine Experimente weiter.
00:36:07: Diese russische Agentur für diese Prozess- und Gerichtsprotokolle spricht von mindestens dreiundvierzig Kindern, die zusätzlich zu dem Getöteten von seinen Handlungen betroffen waren.
00:36:17: Wow!
00:36:18: Ja viele überleben Einige verlieren das Bewusstsein und kommen später wieder zu sich.
00:36:24: Manche können sich nur bruchstückhaft erinnern, andere erzählen nichts.
00:36:28: Mindestens zehn einzelne Jugendliche versuchen offenbar über das Geschehen nun zu sprechen.
00:36:35: Stoßen aber auf ein Problem, dass wir bereits kennen.
00:36:38: Wer steht auf ihrer Seite?
00:36:40: Ein Junge der von einem bizarren Experiment erzählt.
00:36:44: Auf der anderen Seite ist natürlich der ausgezeichnete Superlehrer Anna Toliz-Lefko.
00:36:51: Das ist eben das perfidere Anzerstellung.
00:36:54: Die guten Dinge, die innerhalb von Scher geht tatsächlich stattfinden, machen diese schlechten Geschichten über Anatoli schwerer Glauben.
00:37:04: Selbst immerige Mitglieder werden später berichten, dass Lyftus Club in Halt gegeben habe.
00:37:10: Aber beides kann gleichzeitig wahr sein.
00:37:12: Dieser Club kann für viele Jugendliche ein wichtiger Ort gewesen sein ... Aber Slivko kann ja auch genau diesen Ort benutzt haben, um einzelne Kinder auszuwählen.
00:37:22: Jetzt sind wir schon im Jahr neunzehnundachtzig und wieder verschwindet ein Junge!
00:37:27: Auch er heißt Cegay.
00:37:29: Cegaye Fadnev – dreizehn Jahre alt.
00:37:32: Auch nach ihm wird gesucht.
00:37:34: Auch diese Suche bleibt erfolglos.
00:37:36: Auch wieder wird Slivka nicht als Täter identifiziert und der Fall wird geschlossen.
00:37:41: Und anschließend vergehen weitere fünf Jahre….
00:37:45: sind wir wieder im Juli, bei unserem Säge mit dem wir gestartet haben.
00:37:53: Und jetzt kommt eine Ermittlerin ins Spiel die irgendwann aufhört nur einen einzelnen Vermisstenfall zu betrachten und zwar Tamara Langojeva.
00:38:06: Als Tamara, die eine Assistentin des Staatsanwaltes ist, sich Ende of five-und-a-achtzig intensiver mit Zägelpaflovs verschwinden beschäftigt hat sie zunächst nichts in der Hand das Anatoly Slivko eindeutig belastet.
00:38:20: Und das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen Kriminalgeschichten, in denen Ermittler früh wissen wer Etheter ist und anschließend nur noch nach Beweisen suchen.
00:38:29: Langojeva weiß nicht ... Sie weiß wirklich gar nicht!
00:38:32: Sie steht einfach vor dem Null.
00:38:35: Sie hat einen verschwundenen Jung, dessen letzte Pläne nicht vollständig geklärt sind und sie hat den Namen eines Mannes der mit Jugendlichen arbeitet und möglicherweise Kontakt zu Sergei hatte.
00:38:45: Also beginnt sich ganz natürlich dort wo sich etwas überprüfen lässt – und zwar bei den Kindern und Jugendlichen aus dem Club!
00:38:53: Die Gespräche sind zunächst weniger spektakulär.
00:38:56: Viele mögen Slivko, manche bewundern ihn.
00:38:58: Für sie ist er nicht der rätselhafte Mann, über den eine Ermittlerin plötzlich Fragen stellt sondern der Leiter, mit dem sie gewandert der ihn Verantwortung übertragen und vielleicht sogar an schwierigen Phasen geholfen hat.
00:39:11: Doch je länger Languyeva mit den Jugendlichen spricht, desto häufiger stößt sie auf einen Begriff – Experimente!
00:39:22: Sie erfährt eben das Livko Wohl mit einzelnen Jungen diese besonderen Versuche durchführt, irgendwas Medizinisches Es gehe um die Bewusstlosigkeit, Gedächtnisverlust und Belastbarkeit Und sie versucht, ihm herauszufinden was er mit gemeint ist.
00:39:37: Lange bekommt sie auch kaum konkrete Antworten.
00:39:40: Erst ein Junge erzählt schließlich mehr.
00:39:43: Slivko habe ihn in einer Schlinge am Baum aufgehängt bis sein Bewusstsein verlor und damit verändert sich die Untersuchung.
00:39:53: Langojeva spricht mit weiteren Jugendlichen und hört ähnliche Geschichten.
00:39:57: Die Details unterscheiden sich durch.
00:39:58: das Grundmuster bleibt Slivko nimmt einzelne Jungen beiseite, führt mit ihnen Versuche durch, bringt sie bis zur Bewusstlosigkeit und verlangt anschließend Verschwiegenheit.
00:40:09: Und diese Arbeit wird später auch wirklich als langwierig und mühsam beschrieben – also nicht die von Slivku sondern von ihr – und erst immer wiederholende Gespräche mit den Clubmitgliedern bringen dann entscheidende Hinweise.
00:40:24: Und nun schaut Langojeva auch über Säges Fall hinaus, denn sie findet es merkwürdig was die letzten Jahre so passiert ist.
00:40:32: Immer wieder Jugendliche verschwinden und plötzlich liegen Dinge nebeneinander, die zuvor durch Jahre voneinander getrennt waren nicht mehr.
00:40:53: Jungen aus dem selben Umfeld, aus einem Jugendklub.
00:40:56: Es gibt Filmaufnahmen und einen Mann.
00:41:00: Langojeva will nun die Räume von Schergiedt und Slivkus Wohnung durchsuchen lassen doch selbst jetzt zeigt sich wie stark sein Ruf ist Denn der Staatsanwalt erzögert natürlich zunächst denn Slivgus gesellschaftliche Stellung als ein... bewundernswerter Mann in der Sowjetunion und eben auch ausgezeichnet, führt natürlich dazu dass ZIFCO auch von vielen einflussreichen Menschen unterstützt wird die sich für ihn aussprechen.
00:41:30: Und dort eine Verfügung zu bekommen ist natürlich schwierig was ich immer wieder krass finde wie diese Machtstellung auf so ne große Rolle spielt.
00:41:39: aber dafür war ja die sowjetunion auch sehr bekannt.
00:41:45: Erst nach dem Langojeva, eben weitere Jungen befragt und auch diese von ähnlichen Experimenten berichten.
00:41:54: Und andere Verdächtige eben auch vollkommen fehlen wird die Durchsuchung letztendlich genehmigt weil der Druck einfach zu hoch wird ne?
00:42:00: Es steht ja nun mal ein angesehener Mann aber auch das verschwinden vieler Kinder.
00:42:07: Und es ist jetzt schon fast ein halbes Jahr seit Selgi's verschwunden vergangen und es kommt der Und das ist Slivkus, siebenundvierzigster Geburtstag.
00:42:19: Am Abend betreten Polizisten die Räume des Jugendklubs.
00:42:23: Sie beginnen zu suchen und zunächst passiert einfach nichts!
00:42:27: Die Räime sehen aus wie die Röme eines Mannes der seit Jahren einen Touristikclub leitet Ausrüstung Unterlagen Foto- und Filmmaterial Spiele Einfach Dinge, die hier sein dürfen.
00:42:38: Und die Durchsuchung nähert sich dann bereits ihrem Ende ohne dass die Beamten etwas finden, das den Verdacht erklärt.
00:42:45: Doch dann bemerkt einer von ihnen eine Tür.
00:42:49: Auf ihr befindet sich nach der späteren Rekonstruktion ein Warnschild, auf dem sinngemäß steht nicht hineingehen.
00:42:55: Lebensgefahr.
00:42:56: Find ich schon ganz interessant in so einem Jugendclub, also Lebensgefahre.
00:43:00: Gut geht man vielleicht erst mal voraus.
00:43:02: Private
00:43:02: Dinge vielleicht oder so?
00:43:03: Genau,
00:43:04: also Strom oder irgendwas ist ja ... Sie sind ja auch noch ein bisschen zurück in der Zeit.
00:43:10: Aber Sivko erklärt dann er habe gar keinen Schlüssel zu diesem Raum Ausgerechnet zu diesem Raum, wo Lebensgefahr steht.
00:43:18: Da hat er jetzt einfach keinen.
00:43:21: Es kommt den Beamten komisch vor und die öffnen ihn trotzdem.
00:43:25: Und dahinter liegt ein Fotolabor also eine Dunkelkammer.
00:43:31: Was soll ich sagen?
00:43:32: Daran befinden sich Dinge mit Wanderung und Bergtourismus nichts mehr zu tun haben.
00:43:37: Das sind Fotografin.
00:43:39: Hunderte Meter Film Aufnahmen von gefesselten Kindern Material, das die Experimente zeigt.
00:43:46: Und Bilder auf den Jungen zu sehen sind, die nicht einfach wieder aufstehen und nach Hause gehen.
00:43:53: Also es waren halt schon schlimme Darstellungen.
00:43:56: Klar wie will er das?
00:43:57: Ja
00:43:58: eben.
00:43:59: Man muss dazu auch sagen dass er auch Nikrophil war also sich auch an Leichen vergangen hat.
00:44:05: Ich denke mir so wie will Er das jetzt erklären mit seinen sozialen Experiment?
00:44:11: Ja.
00:44:11: Aktivitäten und was dahinter steckt, alles ist jetzt einfach Feierabend.
00:44:16: Das kann man gar nicht mehr erklären?
00:44:17: Genau,
00:44:18: es ist auch wirklich nahe ... Und was halt auch dann deutlich wird, dass er am Ende eben die Kinder also bewusstlos waren sie da und dann hat er sie zerstückelt.
00:44:29: Oh Gott!
00:44:30: Und übergossen mit Benzin um genau diese Situation des Unfalls darzustellen, was er gesehen hat.
00:44:39: Weiter möchte ich auch gar nicht drauf eingehen.
00:44:43: Also, er hat sie nicht bei LeBanning und Leibe getötet.
00:44:46: Sie waren schon bewusstlos und haben das jetzt so nicht mitbekommen aber ... Ja also ist es trotzdem finde ich sehr, sehr schlimm Und die Beamten finden eben auch weitere Gegenstände, die Sivko aufbewahrt hat und ja eben die den Jungs gehörten.
00:45:04: und auf manchen Aufnahmen ist auch nicht nur ein Junge zu erkennen sondern auch Er selbst ist halt auf dem Bild.
00:45:11: Mikrophilie will ich jetzt gar nicht so ausführlich erklären, weil auch weiß dass ja auch andere hören also googelt das.
00:45:18: Aber naja es ist halt nicht so schön was man auf dem Bildern sieht.
00:45:22: Auch wie dämlicher er ist, dass er sich das alles fotografiert oder weil Zeit wirklich absolut sein Fetisch ist was dahinter steckt und er alles noch dokumentieren will, sich aufhängt und oh Gott!
00:45:42: Und bis zu diesem Moment konnten Kinder erzählen und Erwachsene zweifeln.
00:45:45: Slivko konnte sich erklären, er konnte bestreiten relativieren aber jetzt liegt etwas auf dem Tisch das keine Erinnerungszöge hat und zwar seine Kamera.
00:45:56: Und natürlich mit der Auswittung des Materials verändert sich der Fall grundlegend.
00:46:01: die Ermittler müssen nur nicht mehr beweisen dass Slivkos sogenannte Experimente überhaupt existierten.
00:46:06: Er hat sie selbst dokumentiert.
00:46:08: Auf Film ist zu sehen, wie er Jungen in Situationen bringt, in denen sie das Bewusstsein verliert.
00:46:12: Andere Aufnahmen zeigen, dass manche die Situation tödlich enden und eben diese schwere Gewalt gegenüber den Kindern es dokumentiert.
00:46:22: Und entscheidend ist aber etwas anderes Sie widerlegen auf einen Schlag die Vorstellung, Slivko könne lediglich ein verantwortungsloser Jugendleiter gewesen sein dessen medizinische Experimente außer Kontrolle geraten sind.
00:46:35: Denn das Material ist nicht zufällig entstanden, die Szenen sind vorbereitet, sie werden gefilmt, die Filme werden entwickelt, anschließend werden Sie aufbewahrt.
00:46:45: Slivko hat damit über Jahre ein eigenes Archiv geschaffen und nun sehen es andere Menschen.
00:46:51: Die Ermittler beginnen ihn zu vernehmen.
00:46:54: Bei seiner Festnahme soll Slivku zunächst noch auf seine Stellung verwiesen und den Beamten deutlich gemacht haben dass sie es mit einem angesehenen Mann zu tun hätten.
00:47:03: Diese Haltung lässt sich angesichts des gefundenen Materials kaum aufrechterhalten, denn Sifco kann vieles erklären.
00:47:09: Warum in einem Touristikclub Seile liegen?
00:47:11: Warum er Kameras besitzt oder Jugendliche fotografiert?
00:47:14: Was er kaum erklären kann sind seine eigenen Aufnahmen.
00:47:17: Denn auf einigen ist er selbst zu erkennen und irgendwann beginnt er zu reden.
00:47:24: Mit seinen Aussagen kehren leider auch Namen zurück die nun teilweise seit Jahren nur noch in alten vermissten Akten stehen Alexander Nesmayanov, Andrei Pogosian und Sergei Fadnev.
00:47:40: Und unser Sergei Pavlov.
00:47:43: Slivu gestießt sich sieben Tötungen und zahlreiche weitere Übergriffe beziehungsweise sogenannte Experimente an Kindern.
00:47:51: Jetzt bin ich mal gespannt.
00:47:52: also es sind ja dreiundvierzig weitere Jugendliche noch betroffen.
00:47:55: und die sieben Zötungen?
00:47:58: er wird für Urzeit Dorfjeld Union.
00:48:00: was denkst du als hat er bekommen?
00:48:02: Denken.
00:48:04: Oder ja, denken und hoffen?
00:48:06: Lebenslang.
00:48:08: Hundertprozentig.
00:48:10: So war die Todesstrafe.
00:48:11: Richtig!
00:48:12: Er hat die Todestrafe erhalten.
00:48:13: Einglück.
00:48:14: Also er wird zur Todesstraf wegen Mordes verurteilt... Aber natürlich steht noch eine ganz wichtige Frage im Raum, die auf keinem Film beantwortet werden kann.
00:48:27: Und die haben wir auch noch gar nicht beantwortelt.
00:48:29: Und zwar wo sind die
00:48:30: Jungen?!
00:48:32: zerstückelt und mit Benzin über Gossen verbrannt.
00:48:36: Ja, unter anderem auch.
00:48:38: Das hat er gesagt.
00:48:39: aber wo sind die?
00:48:41: Die Überreste?
00:48:42: Wo sind die Überrester?
00:48:43: Und er kennt die Antwort.
00:48:46: Deswegen fährt Anfang neunzehnundsechslachtig selbst wieder hinaus in die Umgebung von Nevinumisk Aber diesmal ist keine Gruppe von Jugendlichen neben ihm es sind Ermittler.
00:48:59: Der Mann der jahrelang Wanderung geplant und Kindern beigebracht hat, sich in dieser Landschaft zu orientieren soll nun Orte wiederfinden die er aus einem ganz anderen Grund kennt.
00:49:09: Silvcro führt die Beamten zur abgelegenen Stellen.
00:49:11: sie beginnen zu suchen, zu graben und nach und nach finden sie die sterblichen Überreste.
00:49:19: damit endet für mehrere Familien.
00:49:20: eine Ungewissheit die teilweise mehr als ein Jahrzehnt gedauert hat.
00:49:24: nicht mit der Nachricht auf die Sie gehofft haben aber mit einer Wahrheit Alexander war nicht irgendwo hingegangen, André war nicht einfach verschwunden.
00:49:34: Serge Fadnev würde nicht eines Tages als Erwachsener zurückkehren und Serge Parfloff war nie zum Angeln gegangen.
00:49:42: Er hatte seine Angel deshalb zu Hause gelassen weil an diesem Juli-Tag etwas anderes geplant war – Filmaufnahmen!
00:49:50: Und damit schließt sich ein Kreis der im Sommer, Ninzehundachzig mit einem scheinbar nebensächlichen Gegenstand begonnen hatte.
00:49:59: Doch für den Ort beginnt nun etwas anderes.
00:50:01: Denn während die Ermittlerversuchungs-Liftgustaten vollständig zu rekonstruieren, müssen hunderte ehemalige Mitglieder von Cher Git ihre Eltern und eine ganze Stadt begreifen, dass zwei Wahrheiten nebeneinander existiert haben.
00:50:15: Der Mann an dem sie sich erinnern hat tatsächlich Wanderung organisiert – er hat Jugendlichen geholfen, er hat sie gefördert.
00:50:21: Manche ehemalsigen Mitglieder werden ihm selbst nach seiner Festnahme zugutehalten, das der Club ihr Leben positiv verändert
00:50:27: habe.".
00:50:28: Und derselbe Mann hat sich genau diese Stellung zu Nutze gemacht.
00:50:32: Nicht trotz des Vertrauens, sondern mithilfe dieses Vertrauents.
00:50:37: Noch nach seiner Festnahme wollen ehemalige Clubmitglieder und Eltern zunächst nicht glauben was die Ermittler gefunden haben.
00:50:44: Es kommen immer wieder Menschen zur Polizei um Slivko zu verteidigen.
00:50:48: Eine Mutter, die von seiner Unschuld überzeugt ist muss schließlich erfahren dass ihr eigener Sohn selbst an einem seiner Experimente teilgenommen hatte.
00:50:56: Das ist vielleicht der Punkt, an dem die Geschichte von Anatoli über einen einzelnen Täter hinausgeht.
00:51:02: In über zwanzig Jahre hatte er keinen perfekten Plan gebraucht.
00:51:06: Er brauchte auch keine Stadt in der niemand hinsehe – Menschen sahen ihn jeden Tag!
00:51:11: Sie sahen seine Wanderung, seine Filme, sein Club und seine Auszeichnungen.
00:51:15: Sie sah nur immer genau den Anatoli, den sie zu sehen erwarteten.
00:51:20: Erst Tamara Langojeva stellte eine andere Frage Nicht kann ein Mann wie Slivko so etwas tun, sondern was wenn die Jungen die Wahrheit sagen.
00:51:31: Und diese Frage hatte gereicht um eine Tür zu öffnen, die mehr als zwanzig Jahre lang niemand geöffnet hat.
00:51:37: Nach der Festnahme müssen ihr mit da jetzt nicht herausfinden ob in den Räumen von Ceregid etwas geschehen ist denn sie haben die Beweise und Sie haben es selbst.
00:51:48: Ja und damit entsteht auch eine neue Frage die ja immer für einen Prozess wichtig ist und auch ein Verfahren entscheidet, was für einen Mensch haben sie denn eigentlich vor sich?
00:51:59: Ist er psychisch krank?
00:52:01: Hat er aufgrund einer schweren Störung die Kontrolle über seinen Verhalten verloren?
00:52:05: Versteht er überhaupt, was er getan hat oder sitzt ihn damit dann ein Mann gegenüber der sehr genau wusste, was Er tat.
00:52:12: Und gerade deshalb so erfolgreich darin war es zu verbergen?
00:52:15: Ja!
00:52:16: Was sagst
00:52:17: du?
00:52:17: Zweitens.
00:52:18: Genau.
00:52:19: Hundertprozentig?
00:52:20: Ja, erstes würde auch in Frage kommen.
00:52:23: Ist ja nicht selten und um diese Frage zu beantworten reicht es nicht nur die Filme anzusehen sondern sie müssen ihm auch zuhören.
00:52:30: und er hat natürlich seine Erklärung und ich habe schon gesagt Und zwar ist das dieser Verkehrsunfall im fernosten bei dem dieser Junge vor seinen Augen verletzt wurde und er auch.
00:52:42: in den Vernehmungen beschreibt er dieses Szenar immer wieder immer wieder die Kleidung die Schuhe
00:52:47: Blutbenzin
00:52:49: und eben auch wieder seine Reaktion darauf.
00:52:52: Also er geht immer darauf ein, dass der Anblick dieses sterbenden Kindes eine Erregung in ihm ausgelöst habe die ihn natürlich selbst erschreckt haben.
00:53:03: Naja und von diesem Moment an so stellt er es denn da hätten ihnen entsprechende Phantasien regelrecht verfolgt.
00:53:09: also er konnte ihn gar nicht aus dem Weg gehen Und in seiner Erzählung bekommt er Unfall damit beinahe die Funktion eines Anfangspunktes dass er dadurch mit seinen Experimenten beginnt.
00:53:22: Krass, ne?
00:53:23: Ja aber Menschen funktionieren ja nur mal selten so einfach.
00:53:26: und eben ein traumatisches oder verstörendes Erlebnis verwandelt einen Menschen nicht zwangsläufig in einem Gewalttäter.
00:53:33: Und es ist auch wirklich so.
00:53:34: Millionen Menschen leider erleben schwere Unfälle Kriegtod ohne anschließend anderen Menschen Gewalt anzutun Und der Unfall kann deshalb ihm erklären, warum bestimmte Bilder ins Livkus-Fantasien wiederkehren.
00:53:45: Aber er erklärt einfach auch nicht unbedingt seine Entscheidungen.
00:53:49: Denn zwischen Fantasie und Tat liegen natürlich Welten und weitere Schritte.
00:53:54: Und er hat sehr viele davon gemacht.
00:53:59: Was Ermittler sehr interessant fanden ist das er schon mal seinen ersten Versuchung eben zeigt ... Er muss kontrolliert sein.
00:54:08: Also er kann nicht kontrolllos sein, weil er ja auch danach schon über die Konsequenzen nachgedacht hat.
00:54:14: Als er diesen Jungen im Wald gefesselt hat, beschäftigt ihn eben die Möglichkeit, dass dieser anschließend seinen Eltern erzählen könne was passiert ist und er sucht dann natürlich ganz gezielt nach einer Lösung.
00:54:24: Er liest, er informiert sich, experimentiert Und er entwickelt diese Abläufe immer weiter.
00:54:30: Er weht Kinder aus, er bereitet die Kleidung vor, er suchte Orte aus, nimmt Filmtechnik mit Er formuliert ja sogar diese Erklärungen, die Jugendlichen unterschreiben müssen.
00:54:41: Er lässt sich das schriftlich bestätigen und erbeseitigt die Spuren.
00:54:46: Da gehen Ermittler und Gerichte davon aus, es sind keine Sekunden.
00:54:49: Das ist keine Impulshandlung, die irgendwie ... Keine Ahnung.
00:54:54: so zu erklären wäre, dass jemand plötzlich die Kontrolle verliert.
00:54:58: Denn es liegen manchmal Tage dazwischen zwischen den Planungen umzusetzen, manchmal sogar Wochen.
00:55:06: Teilweise hatten wir auch Jahre, wo er wieder jemanden getötet hat.
00:55:11: Sehr gewissenhaft vorgegangen und immer aus seinen Arbeiten her etwas Neues konzipiert und gesagt, was ist da gut gelaufen?
00:55:20: Wie kann ich noch weitergehen?
00:55:23: Das ist alles so ... Ja...
00:55:26: Klass geplant worden!
00:55:27: Aber er selbst sagt wieder, er hat natürlich unseren eigenen Impulsengelitten.
00:55:31: Er spricht über Phasen in der Versucht-Habe.
00:55:35: vorgenommen aufzuhören, Abstände zwischen den Taten eingelegt und versucht deine Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu richten.
00:55:41: Das kann ja auch sein natürlich.
00:55:46: Wer hat sich in keinster Weise immer Hilfe geholt?
00:55:48: Ganz im Gegenteil.
00:55:51: Ja es ist auch schwierig weil zu dieser Zeit vielleicht auch das noch nicht so und Soviet Union sowieso andere sexuelle Neigungen
00:55:58: usw.,
00:55:59: wo hätte er hingehen sollen?
00:56:01: könnte man natürlich oder wurde auch so argumentiert?
00:56:04: Aber trotzdem heißt es ja nicht, dass du eben Täter wirst.
00:56:07: Und das ist auch der wichtige Unterschied.
00:56:09: Wenn man nämlich nur die Jahre betrachtet in denen ein Kind stirbt entstehen einfach große Lücken und wenn man betrachtet was innerhalb dieses Clubs geschieht verschwinden diese Lücken weitgehend denn er hört einfach nicht auf und verändert tatsächlich auch wie weit er geht und die Kinder schon.
00:56:26: die Ermittler finden weitere Aufzeichnungen Dass er über sich selbst schreibt über seine Gedanken und über das was er mit den Jungen macht.
00:56:34: Spätere Darstellungen sprechen von umfangreichen Notizen bzw.
00:56:38: Tagebuchaufzeichnungen, in denen er seine Fantasien und Experimente festhält.
00:56:43: Auch hier zeigt sich ein Widerspruch, der durch seine gesamte Geschichte zieht.
00:56:47: Slivko scheint einerseits zu wissen, dass mit seinen Fantasieren etwas nicht stimmt, andererseits behandelt er sie beinahe wie ein Forschungsprojekt – er beobachtet, dokumentiert, vergleicht, versucht bestimmten Situationen wiederherzustellen und erfüllt!
00:57:01: Und die Kamera ist dabei nicht nur ein Mittel zur Dokumentation.
00:57:05: Sie erlaubt ihm, das Geschehene später erneut anzusehen und damit endet ein Experiment für Slivko in dem Moment, in dem man den Wald verlässt, er kann zurückkehren – zumindest auf dem Film.
00:57:16: Dann war auch noch ganz viel mit dieser Kleidung, sich diese eigene Erklärungen so hin zu legen, dieses Nachspielen ... Ja, diese ganze Fantasie.
00:57:27: Es war schon alles sehr geplant.
00:57:29: Er hätte die Hilfe suchen können und er schafft aber immer wieder neue Situationen in denen Kinder zu Darstellern seiner Erinnerung werden.
00:57:37: Und er benutzt halt dafür leider ausgerechnet die Institution, die ihm auch Zugang zu den Kindern verschafft.
00:57:44: Für die psychiatrischen Gutachter ist deshalb nicht entscheidend ob Slivko ungewöhnliche oder krankhafte sexuelle Fantasien besitzt weil das steht außer Frage.
00:57:54: Und die entscheidende juristische Frage lautete vielmehr, um zu erklären warum die Todesstrafe kann er das Unrecht seiner Handlungen erkennen und seinen Verhalten entsprechend steuern.
00:58:06: Er wird dann psychiatrisch untersucht und die Gutachter diagnostizieren bei ihm eine sexuelle Deveanz bzw.
00:58:14: sadistische Neigungen kommen jedoch nicht zu dem Ergebnis dass er aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldundfähig gewesen sei.
00:58:21: Er gilt also als zurechnungsfähig, versteht was er tut.
00:58:26: Das war ja noch die Krönung geworden.
00:58:28: und genau durch all das dieses Beseitigen der Leichengeheimhaltung falsche Spuren legen, Suchaktionen beteiligen, Materialen einverstoßen im Raum...
00:58:39: Klar!
00:58:39: Und die Zeit einfach, die dahinter steckt?
00:58:41: Genau.
00:58:42: Und all das zeigt für diese Gutachter, dass er keine Störung hatte.
00:58:45: Es zeigt etwas anderes.
00:58:47: Er wusste, dass die Welt außerhalb seiner verschlossenen Räume seine Handlungen als Verbrechen begreifen würde.
00:58:56: Ja und für die Ermittler ist es schwierig eben weil Slivko versucht seine eigenen Taten zu rekonstruieren.
00:59:03: aber es ist ja teilweise so lange her... dass manche Daten auch später in Akten und Veröffentlichungen eben nicht vollkommen einheitlich sind, weil er sich immer widerspricht.
00:59:13: Weil er sich nicht mehr richtig erinnern kann.
00:59:15: Und bei sechs Opfern konnte er jedoch die Orte zeigen und die Angaben machen, die zur Aufwendung der Überreste im Beitrugen.
00:59:24: Bei einem gelingt ihm das nicht mehr.
00:59:28: Trotzdem haben natürlich die Ermittler schlussendlich genug Material um den Fall ... vor Gericht zu verhandeln, es gibt die Zeugen außer Angeständnisse.
00:59:38: Und wie wir ja jetzt Wissen und Gehörte haben, endet das alles in der Todesstrafe?
00:59:47: Genau!
00:59:48: Dieses Urteil wird neunzehnundsechsund achtzig gefallen und er kommt in den Todestrack und drei Jahre später wird er dann hingerichtet durch erschießen.
00:59:59: Also es wird durchgeführt... Drei Jahre später schon Ja, drei Jahre später.
01:00:06: Aber ... also dieser Fall ist ja verrückt weil du dachtest schon jetzt das Ende aber es ist ja da noch was Krasses passiert in diesen drei Jahren.
01:00:18: Das fand ich total verrückt.
01:00:19: In den drei Jahren während er im Todesdrag setzt geschieht hunderte Kilometer entfernt etwas dass überhaupt nichts mit seinem Fall erst mal zu tun hat Und zwar in einer anderen Region der Sowjetunion, werden Kinder, Jugendliche und junge Frauen tot aufgefunden.
01:00:34: Manche verschwinden am Bahnhöfen, auf dem Heimweg Leichenwerden in Waldstücken entdeckt und liegen auch sehr weit auseinander.
01:00:43: Lange weiß niemand, ob sie überhaupt zusammengehören.
01:00:46: Bis irgendwann die Ermittler den Verdacht haben es handelt sich um Serienmörder usw.
01:00:52: Diese Ermittlungen entwickeln sich tatsächlich zu einer der größten Fahndungen der sowjetischen Kriminalgeschichte.
01:00:59: Und der Mann, den sie suchen, der heißt André Chikatilo.
01:01:04: Die Ermittler kommen einfach nicht weiter.
01:01:08: Sie wissen ... Sie haben Täter-Typ Ja-, Tatorteopfer und ganz viele Fragen.
01:01:15: Dann kommt einer auf die Idee, dass irgendwo in einer Todeszelle ein Mann sitzt, der etwas besitzt, das für diese Ermittlerin plötzlich interessant wird.
01:01:24: Und zwar Erfahrung!
01:01:25: Nicht als Polizist, nicht als Psychologe sondern als Täter Und die Ermittler entscheiden deshalb, mit ihm zu sprechen.
01:01:36: Sie ging es eben zu ihm und fang an mit ihm zusammenzuarbeiten.
01:01:40: Er wird mit diesen Informationen konfrontiert über die unbekannte Mordserie.
01:01:44: Man zeigt ihm Aspekte des Fals-Bilder, er soll versuchen den Täter einzuschätzen... Also er macht so einen Profiling.
01:01:52: was dieser Mann wie will der seine Opfer?
01:01:54: Wie kann er sich da außen verhalten?
01:01:56: Und er beginnt zu analysieren!
01:01:59: Und es ist total groteskeinig.
01:02:01: Ein Zutodeverurteilter Mörder von Kindern sitzt sowjetisch in Ermittlern gegenüber und soll ihnen helfen, einen anderen Mann zu finden der Kinder und Jugendliche tötet.
01:02:09: Krass!
01:02:10: Aber für die Beamten sieht eben nicht wie absurd das ist denn sie wollen eben auch diesen Mörd erfinden und seine Einschätzung wird später auch dazu führen dass sie so in die richtige Richtung kommen.
01:02:29: Genau, er schätzt ihn schon ganz richtig ein.
01:02:32: Und leider ... Leider ist sie Covid-hingerichtet und kann jetzt bei der Aufklärung dieser Mordserie das nicht mehr erleben.
01:02:39: Aber eben seine ... Die Arbeit mit den Ermittlern hat wirklich maßgeblich dazu beigetragen, dass Sie so einen Täterprofil erstellen konnten und die Ermittlungen weitergingen.
01:02:51: Das fand ich eigentlich noch so einen sehr interessanten Aspekt.
01:02:56: Auch interessant von denen?
01:02:58: ermitteln, dass sie ihn daran ziehen an den Fall.
01:03:00: Aber finde ich eigentlich total verständlich.
01:03:03: also warum die das gemacht haben?
01:03:05: weil wenn sich einer auskennt mit dieser Mordserie dann eher und kann da schon ein bisschen in die Gedanken tiefer eindringen
01:03:13: ja und mit fünfzig Jahren stirbt er an dem schuss.
01:03:17: damit endet auch mein fall.
01:03:19: ja ich hoffe ihr fand es ihnen ganz spannend ist ja recht umwogen Und ich fand eben die Aspekte, die dort vorkommen auch jetzt noch mit den Ermittlern.
01:03:29: Mit diesem Jugendclub und so weiter, fand ich sehr spannend aus unserer Sicht.
01:03:34: Denn wir sind ja auch Vertrauenspersonen.
01:03:38: Man vertraut uns die Kinder an und es ist erschreckend wenn man dann hört wie jemand diese Position ausnutzt für solche Dinge.
01:03:44: Das passiert nicht nur in diesem Stil aber es passiert auch in ganz vielen kleinen Stilen leider viel zu häufig diesen Berufen.
01:03:54: Ja,
01:03:55: genau!
01:03:55: Vielen Dank war ein sehr interessanter Fall an vielen Stellen.
01:04:00: also dies anfing mit einem Unfall und dann ja seine Fantasien dahinter und wie er das wirklich durchgezogen hat.
01:04:08: und ja wie du sagst wie diese Pädagogen die Leute dem man den Kindern anvertraut die Macht so ausnutzen und missbrauchen ekelhaft Ganz, ganz furchtbar.
01:04:21: Danke schön für den umfangreichen Fall!
01:04:25: Ich bin gespannt was du präsentierst.
01:04:28: Jetzt können wir ja noch mal ganz kurz sagen ihr wisst ja nun alle das Maxie Unsere liebe Maxi bekommt ein Baby.
01:04:35: Wir haben uns vorgenommen, in den nächsten Wochen ein bisschen vorzuproduzieren.
01:04:39: Wir hoffen, wir können euch trotzdem noch mit Fällen versorgen.
01:04:43: Vielleicht auch im pfizzentägigen Rhythmus.
01:04:45: Das kommt darauf an wie wir das jetzt so packen und ... Wir
01:04:47: schauen erst mal, ne?
01:04:48: Genau!
01:04:48: Und wie es unserem Maxi dann auch so ergeht.
01:04:51: Klar.
01:04:51: Wir halten euch auf den laufenden.
01:04:54: Schön dass ihr wieder eingeschaltet habt.
01:04:56: Dann eine gute Nacht, einen guten Morgen und Tag wie auch immer.
01:04:59: Bis zum nächsten Mal!
01:05:00: Tschüss!
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