15 Jahre bis zur Wahrheit, das Mädchen von Hörby -#61

Show notes

Hörby, Schweden, 1989. Die zehnjährige Helén Nilsson verlässt ihr Zuhause, um sich mit Freundinnen zu treffen. Doch sie kommt nie zurück. Was folgt, ist eine der größten Suchaktionen des Landes und ein Cold Case, der die Menschen über 15 Jahre lang beschäftigt. Erst moderne DNA-Technik bringt schließlich die Wahrheit ans Licht.

Show transcript

00:00:15: Ein Podcast

00:00:15: von Anne und Maxi.

00:00:17: Zwei Lehrerinnen in der True-Crime-Welt, Trigger-Warnung?

00:00:22: Dieser Podcast ist für Personen unter sechzehn Jahren nicht geeignet.

00:00:26: Wir sprechen über echte Gewaltverbrechen an jungen Menschen einschließlich körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt.

00:00:33: Bitte entscheide achtsam ob du weiterhörst.

00:00:39: Hallo ihr Lieben!

00:00:41: Und endlich sind wir wieder am Start nach einer kleinen Unterbrechung nach einer einwöchigen Unterbrechung.

00:00:47: Aber willkommen zu unserem Podcast Campus Crime

00:00:50: zwischen Wissen und Wahnsinn!

00:00:53: Wir mussten eine Woche Pause machen, es war echt viel in der Schule los aber... Es war wirklich schön.

00:00:58: wir hatten nämlich wieder unseren Frühlingsball den der Jahrgang neun mit uns organisiert und ja das Bedarf hat einfach sehr dafür Organisation.

00:01:08: deswegen haben wir eine kleine Auszeit gemacht Genau.

00:01:12: Und ich hatte auch noch meine Hospitationsstunden für meine Lebenszeitfärbeamtung, die hattest

00:01:16: du heute?

00:01:17: Ja, aber sie ist alles super!

00:01:19: Da musst du lange Entwürfe verschreiben – zwei.

00:01:22: Das ist auch

00:01:23: hardcore.

00:01:24: Für

00:01:24: die, die nicht wissen was das ist, da muss man seinen Unterrichtsentwurf, den man macht, nämlich verschriftlichen und da eben... Ja, schreiben über die Klasse.

00:01:35: Über die Bedingungen und die Rahmenbedingungen.

00:01:37: Man muss das didaktisch analysieren.

00:01:39: Also warum macht man das genauso?

00:01:41: Und wie macht man es?

00:01:42: Welche Methoden?

00:01:43: Das ist schon sehr viel mit Material.

00:01:45: So ist man bei einer Stunde bestimmt bei so über zwanzig Seiten.

00:01:48: Ja, Minimum.

00:01:50: Ich musste zwei schreiben aber ich habe das mit meiner Klasse unter achten gemacht.

00:01:55: Die haben das alle super gut auch mitgemacht.

00:01:58: Es waren sehr schöne Stunden

00:01:59: ...

00:02:00: Krampositives Feedback und jetzt bin ich durch.

00:02:03: Aber noch nicht ganz, morgen geht ja das Abenteuer weiter.

00:02:06: für dich?

00:02:07: Ja, das Abnteuer-Liebzeitfällebeamtung ist durch aber morgens beginnt das Abentreuer TU Outdoor.

00:02:13: Morgen fahren wir in die Wildnis.

00:02:16: meine fünfte Klasse und ich hatte ja schon von dem Seminar glaube ich erzählt.

00:02:20: Schon wieder so lange her!

00:02:21: Und morgen geht es los.

00:02:23: Morgenfahren wir ins schöne Brandenburg auf einen Zeltplatz.

00:02:30: Ich habe es ja nun durchgespielt, wir werden Holzhacken über Feuer kochen.

00:02:33: Wir werden unser eigenes Lager aufbauen, Kanu fahren, Schwimmen gehen und Spiele spielen.

00:02:38: also da wird's richtig viel.

00:02:41: Hauptsache ihr habt gutes Wetter!

00:02:42: Ihr hättest gut angesagt aber ich freue mich drauf weil die Klasse hat auch Lust.

00:02:46: Die ein oder andere Mausie hatte noch ein bisschen Angst vor den Spinn.

00:02:52: Ich musste richtig lachen das muss ich dir erzählen.

00:02:54: eine meiner Süßen hatte sich gemeldet und gefragt, ob denn da auf der Toilette und der Dusche, ob dann da Spinnen sind.

00:03:03: Und ich halt so nein ... Ach, quatscht doch nicht im Haus!

00:03:08: Das war aber so witzig, weil als ich da war, war nämlich die ganze Zeit bei uns in der Toillette in den Waschbecken eine Riesen-Nospharatuspinner, die wirklich die ganzen Tage an derselben Stelle saß immer in unserem Waschbecken und sich nicht bewegt hat.

00:03:24: Im Endeffekt hat man gesehen, dass sie nichts tut.

00:03:26: Aber ich musste halt sofort daran denken und ich so ... Nein!

00:03:30: Du kannst jetzt ihr das nicht sagen, weil sonst kommt sie nicht mehr mit.

00:03:33: Aber ja natürlich wir sind in der Wildnis.

00:03:36: ein Anführungsstrich.

00:03:37: Wir sind hier nicht Seven Worses Wild oder so aber natürlich sind wir draußen es ist ein Campingplatz.

00:03:43: Natürlich gibt's da Insekten Es gibt Mücken, es gibt auch ein paar Spinnen.

00:03:46: Aber ich bin auch ein Schisser, was das angeht.

00:03:48: Und mich hat es jetzt auch nicht groß beeinträchtigt.

00:03:50: Im tiefsten Dschungel seid ihr?

00:03:52: Im Dschunge von Brandenburg, mein Brandenburger.

00:03:55: Das wird schon ganz toll!

00:03:57: Ich freu mich auch.

00:03:58: Aber du hast auch etwas Cooles am Wochenende erlebt.

00:04:00: Erzähl das doch mal...

00:04:01: Ja, ich fahre mit den Girls bei Helene Fischer, falls du das meinst.

00:04:05: Wie lange hast du die Karten

00:04:06: schon?!

00:04:07: Seit

00:04:07: drei Jahren ... seit drei ... Für Flixenjahren.

00:04:12: Genau, da kam dann die ersten Tickets Early Birds raus und hat eine Freundin reingeschrieben, ey wollen wir uns die kaufen?

00:04:18: Ich dachte mir pfff ja warum nicht!

00:04:20: Why

00:04:20: not?!

00:04:22: Ja... Und

00:04:23: dann haben wir Mädels uns die Wir waren zu sechst und einfach wir hatten sie uns vor drei Jahren ja gekauft.

00:04:31: ich fahr als ich würd sagen für fünfund achtzig Euro oder knapp neunzig und jetzt Waren noch welche wohl zum Verkauf übrig und da waren die ja hundertachzig oder so, ne?

00:04:44: Aber ich muss auch sagen wie viele doch wirklich diese Tickets gekauft haben.

00:04:48: Und dann wieder ins Netz gestellt haben ist dann noch super viele Leute vom Olympiastadion und haben immer noch mit Karten gewählt.

00:04:56: Ich glaube es wollten auch noch viele Karten los werden oder manche haben ja da oder denken ja dass da denn immer so ein Profit bei rumspringt.

00:05:03: Die kaufen das dann schon und sagen, da werde ich es für's Doppelte verkaufen!

00:05:07: Aber ganz im Gegenteil die wollen die denn nur noch loswerden weil sie auf den Kosten sonst sitzen oder sehr viele wirklich sich schon eine geholt haben.

00:05:13: Leute, ihr müsst euch vorstellen, neunzigtausend Menschen waren auf dem Konzert in Berlin am Wochenende.

00:05:18: Das ist

00:05:19: richtig krass.

00:05:20: Also die Olympia-Steine einfach mal dazu sitzen und diese Arena Wow!

00:05:25: War

00:05:26: cool auch die Show.

00:05:26: Ja, war mega, war richtig gut.

00:05:29: Aber was du sagst um dem Verkaufen?

00:05:31: Das haben jetzt auch viele Anbieter eingestellt dass du nicht mehr so viele kaufen kannst weil ich kann mich daran erinnern das bei den großen Anbieten also wie Justin Timberlake und so große Grüßen hat ja manchmal die Telekom einen Pre-Sale gehabt dass du wenn du Telekom mitgebracht hast schon vorher Karten kaufen konntest oder so wenn sie das gesponsert haben Und da war das ganz häufig auch bei Eminem, Ed Sheeran und so.

00:05:51: Dass ganz viele Leute irgendwie zwanzig, dreißig Tickets für den billigen Preis gekauft haben um die dann teuer zu verkaufen.

00:05:58: Da geht ja auch bis in die Fan-Kultur verloren finde ich.

00:06:01: Ich find's sowieso krass wie teuer manchmal.

00:06:03: Also Tickets sind, dass sich das nicht jeder leisten kann.

00:06:06: Finde ich auch schade manchmal.

00:06:09: Aber ja, das finde ich auch blöd wenn man das nur aus Profitgier macht.

00:06:13: Na ja gut!

00:06:16: Dann solls das glaube ich schon mit unserem Vorgespräch Gewesen sein.

00:06:19: oder gibt es noch?

00:06:20: Nein, eigentlich gibt's nichts.

00:06:22: Ich freue mich, dass wir jetzt aufnehmen und ich bin gespannt auf deinen Fallen.

00:06:25: Next week bis der wieder von deiner Theo Outdoor-Klassenfahrt zurück, dann treffen wir uns wieder wie gewohnt am Mittwoch, oder was?

00:06:32: Wenn nicht zurückkommen vielleicht bleibe ich auch in der Wildnis.

00:06:33: Ja das ist okay.

00:06:34: Vielleicht gefällt mir das Leben jetzt.

00:06:36: Dann wirst du einfach so ein Thema dort und kündigst hier deine...

00:06:40: Ich liebe einfach einen Sohn unterm Baum da für immer auf dem Campingplatz.

00:06:44: Voll unser Ding eigentlich!

00:06:45: Auch im Fahrt

00:06:46: finder Platz.

00:06:47: Und ja, genau.

00:06:49: Yes!

00:06:50: Okay

00:06:51: dann starten wir in die Folge.

00:06:52: Gut Anne

00:06:54: Let's

00:06:55: go

00:07:01: Ja Maxian.

00:07:03: Also ich möchte jetzt erstmal dir eine Frage stellen Wenn du an deine Kindheit zurück denkst Was waren da so für dich große Abenteuer?

00:07:11: Was du als Kind alleine machen durftest Ich meine gar nicht so in der Jugendzeit nachher mit Feiern sondern So vorher also so Kleinigkeiten

00:07:20: Abenteuern war immer so Tanzlager oder so, wenn ich mit der Tanzgruppe unterwegs war.

00:07:25: Mit meiner Ballettgruppe?

00:07:29: Oder Abenteuer war dann auch mal, wenn nicht mit meiner Freundin shoppen gehen durfte.

00:07:35: Also meine Mama war dann immer irgendwie ... also wir hatten zusammen dieses Einkaufszentrum gefahren und dann hat sie gesagt so... Und wenn der Zeiger dann auf dieser Zahl ist, mussten wir dann gucken oder sei es jetzt, ist es dann fünfzehn Uhr.

00:07:48: Dann treffen wir uns genau bei diesem Laden wieder und dann konnten wir mal eine Stunde alleine durchs Shopping-Zentr gehen und so.

00:07:53: Weißt du?

00:07:54: Also

00:07:55: wenn man aus so gut zu dir... Ich seh

00:07:57: mir auf eigene... also so allein mal was zu machen!

00:08:01: Das fand ich immer cool.

00:08:02: Ja, ich habe da auch drüber nachgedacht bei dem Fall.

00:08:06: So Kleinigkeiten an die ich mich aus der Kindheit erinnere, die für mich immer total toll waren als ich bin ja ein Dorfie auch Und natürlich sind wir auch mal zum Einkaufszentrum, aber es waren noch viel so Kleinigkeiten.

00:08:16: Wir hatten ein bisschen weiter weg, hatten wir so einen Kaugummiautomaten und dann sind wir da mit unseren Fahrrädern oder City-Rollern hin und da war dann der Eisladen Janis Eis, kennt man ja noch die Dings und das hatten wir toll weil da hatten diese Becher mit diesen Koalastraub oder dass man in so nen Zauberhut greifen konnte und so n Geschenk bekommen hat.

00:08:36: Ich komme aus einer Rheinhaussicht, mehr Reihenhäuser.

00:08:39: Da war die Welt noch in Ordnung.

00:08:41: Wir sind da um unsere Blöcke gefahren und haben mit den Jungs die Mädchen gespielt und waren auf unserem Spielplatz.

00:08:50: Auf jeden Fall.

00:08:51: Solche Dinge oder allein

00:08:52: ins Schwimmbad kann ich mich erinnern, dass ich zwei Stunden alleine mit meinen Freundinnen ... Genau, gut

00:08:57: zu hingefahren.

00:08:58: Meine Eltern haben manchmal was anderes gemacht als der Abgohl zur Kleinigkeit.

00:09:02: Ausstüge.

00:09:02: Es ging mir vor allem so um diese Nachbarschaften.

00:09:04: Du bist ja auch ein bisschen dörflicher aufgewachsen.

00:09:07: Das gehörte einfach zum Leben dazu und ich kann mich aber noch so dran erinnern, es war immer so du gehst nach Hause wenn die Straßenlaterne angehen.

00:09:15: also diese Regel gab's bei uns immer dass wenn dunkel wurde Straßenlattanging an dann mussten wir halt nach hause fand ich auch irgendwie interessant als ich drüber nachgedacht habe weil eigentlich krass sei das schon so die Eltern die Dunkelheit so ein bisschen gefürchtet hatten.

00:09:30: Dabei denke ich mir heute immer so, viele Verbrechen passieren auch am helligen Tag.

00:09:35: Das hat nicht viel damit zu tun?

00:09:37: Ich war gar nicht so viel als Kind unterwegs.

00:09:40: Also ich hatte meinen Ballettunterricht und dann hatten wir mal ein sehr großes Grundstück gehabt Und da durfte ich meine Freunde nur zu mir einladen und wir haben auf unserem Grundstück gespielt.

00:09:50: Aber bei uns gab es jetzt nicht so in der Gegend viele Spielplätze oder so, dass ich dahin gehen durfte.

00:09:55: Das kenne ich zum Beispiel gar nicht, wenn man sagt, wenn's dunkel ist, dann kommst du nach Hause.

00:10:01: Ich war immer draußen!

00:10:02: Wir waren eine feste Gruppe... Aus so von den Mittels, mit denen ich heute noch befreundet bin und auch ein paar ältere Brüder von denen oder so.

00:10:09: Wir waren immer ... Also wir haben uns statt die Pfefferkörner, die Salzstreuer genannt und haben gedacht, die Brieftauben unserer Nachbarn zeigen uns den Weg zu irgendwelchen Kriminalfällen aufs Maisfeld und haben da schon sehr dörflich gewesen, auch mit Fußballvereinen usw.

00:10:25: Oder

00:10:25: kann ich eine coole Sache erzählen?

00:10:28: Kennt ihr oder also du sowieso oder ihr Zuhörer, die Willenhühner?

00:10:32: Das war meine Kindheit und die Wildenhühner hatten ja einen Wohnwagen.

00:10:37: Und dann war so

00:10:39: Mama, Papa, die sind so toll!

00:10:41: Die Wilden-Hühner... Ich will auch

00:10:42: so ein Wohnwagen mit meinen Freundinnen, auch mit den Mädels, die du heute auch noch kennst aus daheim hat.

00:10:49: Dann haben wir hinten aufs Feld in Dorf da Ein Wohnwagen haben meine Eltern organisiert, dort hingestellt und da durften wir dann auch.

00:10:58: Da haben wir dann so wilde Hühner gespielt.

00:10:59: Das war unser Wohnen, das war ein Bauwagen.

00:11:01: Wir haben ja wirklich ... Da haben die Schränke bemeilt...

00:11:04: Bauwagen ist schon was Cooles.

00:11:06: Ja, das ist das Einzige!

00:11:07: Das war absolut das Highlight.

00:11:08: aber da war ich doch schon siebter Klasse also da war jetzt nicht mehr als sechs oder so.

00:11:13: Das ist das einzige, dass sich mal so draußen

00:11:14: macht.

00:11:15: Ist halt auch mal ein Peter Lustig, ein Bauwagen.

00:11:18: Naja, aber worauf ich eigentlich hinaus möchte Naja, unsere Kindheit.

00:11:25: Also

00:11:26: auch schon vorher war das halt für viele Kinder so Alltag.

00:11:29: Eltern machten sich weniger Sorgen.

00:11:31: Handys gab es nicht.

00:11:32: die Kinder waren oft unterwegs draußen vor allen in kleinen Ortschaften wo eben jeder jeden kennt.

00:11:39: da war das gar kein Problem.

00:11:41: man vertraute sein Nachbarn hatte die Freunde in der nahen Umgebung.

00:11:46: und was soll ich sagen?

00:11:48: genau an so einem Ort verschwindet im Frühjahr, neunzehnhundert und achtzig ein zehnjähriges Mädchen.

00:11:55: Und ich zeig dir jetzt mal ein Foto und dann kannst du glaube ich schon denken wo wir hingehen in welches Land?

00:12:04: Ähm ja Norwegen-Schweden.

00:12:06: Denenmarkt?

00:12:06: Wohin erkennst du das?

00:12:07: habe ich dir eine Flagge gezeigt oder was siehst du da?

00:12:10: Nee keine Ahnung!

00:12:11: Das war für mich irgendwie so... Ist das jetzt falsch oder richtig?

00:12:15: Nein, aber was siehst du denn?

00:12:17: Na

00:12:17: ich sehe ein See und so ein kleines Häuschen am See.

00:12:20: Das macht sowas.

00:12:21: Es hat für mich total diesen Schweden-Style oder dieses Skandinavische sag' ich mal.

00:12:26: So ein typisches Haus am See alles grün idyllisch ruhe also das Bild strahlt ja auch absoluter Ruhr aus.

00:12:33: Wie

00:12:34: sieht natürlich das Haus aus wenn wir schon bei Schweden

00:12:36: sind?

00:12:36: Der rot weiß ja gut okay okay ja das ist halt typisch.

00:12:41: Ja, Schweden-Style.

00:12:42: Diese roten Häuser.

00:12:43: hast du nicht von gesagt, dass du nach Schweden fährst in den Sommerferien?

00:12:47: Genau und

00:12:47: dann haben wir genau so ein Haus.

00:12:49: Und

00:12:49: die rote Farbe wurde doch da.

00:12:51: Genau, Fallun heißt die Stadt.

00:12:53: Da kommt dieses Rot das heißt auch Fallunrot.

00:12:56: Aber das ist so typisch und wir gehen nämlich für diese Folge in das beschauliche Herbie in Südschweden.

00:13:05: also das ist relativ nahe.

00:13:06: da bin ich auch schon öfter tatsächlich dran vorbeigefahren, das ist in der Nähe von Malmö.

00:13:11: Also wenn du vom Kuppenhagen rüber fährst über die Brücken kommst du immer an Malmø vorbei.

00:13:16: also es relativ klein und wenn man Ende der neunzehnundachtiger Jahre durch Südschweden fährt erscheint die Welt ein wenig langsamer zu sein besonders hier in der Provinz Gourne ganz im Süden des Landes.

00:13:29: Die Straßen ziehen sich durch sanfte Hügel vorbei an endlosen Feldern und kleinen Wäldern.

00:13:35: Im Frühling leuchten die Rapsfelder in einem kräftigen Gelb, das fast unwirklich wirkt.

00:13:41: Der Wind strecht über die Felder und trägt den Geruch von feuchter Erde frischem Gras um blühenden Pflanzen mit sich.

00:13:48: Zwischen den Feldern stehen rote Holzhäuser mit weißen Fensterrahmen wie man sie von alten Postkarten kennt.

00:13:54: Manche liegen allein mitten in der Landschaft, andere gruppieren sich entlang kleiner Straßen.

00:14:00: Vor vielen Häusern stehen Fahrräder, Kinderwagen oder Holzstapel für den nächsten Winter.

00:14:06: Nichts wirkt hektisch – nichts wirkt laut!

00:14:08: Mitten in dieser Landschaft liegt Herbie eine kleine Gemeinde, in der sich die Menschen kennen.

00:14:14: Man grüßt sich auf der Straße, hält kurz vor ein Gespräch an oder trifft sich bei Veranstaltungen und Festen.

00:14:21: Wer hier lebt kennt oft nicht nur seine Nachbarn, sondern auch deren Familien.

00:14:26: Es ist eine Zeit vor Smartphones, vor sozialen Medien und vor permanenter Erreichbarkeit.

00:14:32: Kinder verbringen ihre Nachmittage draußen – sie fahren mit dem Fahrrad durch den Ort, spielen auf Wiesen, laufen durch kleine Waldstücke oder besuchen Freunde.

00:14:41: Niemand schickt ständig Nachrichten, niemand verfolgt ihren Standort und trotzdem machen sich die meisten Eltern keine Sorgen.

00:14:48: Die Welt fühlt sich hier sicher an!

00:14:51: An warmen Tagen bleiben Haustüren offen, Fahrräder lehnen unverschlossen an Hauswänden.

00:14:56: Kinder verschwinden nach dem Frühstück und tauchen erst zum Abendessen wieder auf.

00:15:01: Das ist normal – es gehört zum Alltag!

00:15:04: Besonders jetzt im Frühling erwacht die Landschaft nach dem langen Winter wieder zum Leben.

00:15:10: Die Tage werden länger.

00:15:11: Die Sonne bleibt bis in den Armt hinein am Himmel.

00:15:14: Selbst spät am Tag liegt noch ein heller Schimmer über den Feldern.

00:15:20: Aus geöffneten Fenstern dringend Stimmen, Gelächter oder Musik.

00:15:23: Die Menschen genießen die ersten warmen Tage des

00:15:26: Jahres.".

00:15:27: Also da hab ich schon richtig so ein Bild immer vor Augen.

00:15:30: wirklich diese Häuser am besten doch mit so Blumenranken dran und kleiner weißer Gartenzaun.

00:15:35: Da lehnen so ne süßen wie Holland Fahrräder... ...die Kinder.

00:15:38: du hörst sie so rufen weil sie laufen durch die Straße spielen.

00:15:41: was also?

00:15:42: ich habe da richtig so einen idyllisches Bild sag' ich mal vor mir.

00:15:47: Und natürlich bedeutet diese Zeit ja auch Freiheit für die Kinder.

00:15:52: Die Welt wirkt groß und voller Möglichkeiten, sie können alleine unterwegs sein sich mit Freunden treffen oder Veranstaltungen im Ort besuchen ohne dass jemand ständig auf Sie aufpasst.

00:16:03: Auch in Herbie herrscht dieses Gefühl von Sicherheit – die Menschen vertrauen einander!

00:16:08: Viele können sich kaum vorstellen das hier etwas wirklich Schlimmes passieren könnte.

00:16:13: Doch genau deshalb wird das was bald geschieht die gesamte Gemeinde erschüttern Denn manchmal reicht ein einziger Tag aus, um das Sicherheitsgefühl eines ganzen Ortes für immer zu verändern.

00:16:26: Mitten in dieser scheinbar sicheren Welt lebt die zehnjährige Helen Nielsen.

00:16:31: Sie ist kein Kind über das heute unzählige persönliche Details bekannt sind.

00:16:36: Wir wissen nicht alles über ihre Hobbys, ihre Lieblingsmusik oder darüber wie genau ihre Tage ausgesehen haben.

00:16:42: Das finde ich sehr interessant.

00:16:45: In Schweden gibt es tatsächlich noch stärkere Jugendschutzgesetze, was so Kriminalfälle angeht und sowas.

00:16:50: Da geben die sehr wenig Preis über Täter und über die Opfer wenn sie noch jünger sind.

00:16:57: Ich finde eigentlich auch gar nicht so verkehrt aber deswegen können wir eben nicht so viel über Sie sagen.

00:17:03: Aber ein paar Details sind da aber vielleicht macht das auch in diesem Fall tatsächlich so ein bisschen traurig Denn Helen ist wie wir das so oft haben Eigentlich nur eins, ein ganz normales Mädchen.

00:17:15: So, ne?

00:17:16: Und sie ist eben ein Kind das in einer kleinen Gemeinde aufwächst, in der die Kinder sich frei bewegen, in denen man Wege kennen, Gesichter erkennen und in der kaum jemand damit rechnet dass ein Kind auf offener Straße etwas passieren könnte.

00:17:30: Helen lebt mit ihrer Familie zusammen und hat eine ältere Schwester deren Freunde sie ebenfalls kennt.

00:17:36: Für sie ist der Ort Herbie keine Kulisse sondern einfach ihr Alltag.

00:17:40: Die Straßen, die kleinen Wege, die Geschäfte, die Parkplätze – alles gehört zu ihrer Welt.

00:17:45: Ja sie ist also zehn Jahre alt und damit in einem Alter indem man schon kleine Freiheiten bekommt aber eben trotzdem noch Kind ist.

00:17:53: Also es geht so langsam los dass man ein bisschen pflücke wird.

00:17:56: Man darf sich mit Freundinnen treffen vielleicht mal allein zu einem Laden gehen Vielleicht eine Runde durch den Ort laufen Bevor man einfach wieder nach Hause kommt.

00:18:05: In Herbie wirkt das damals nicht gefährlich Es ist einfach ganz normal.

00:18:10: So ist es nun Montag, der zwanzigste März, neunundachtzig.

00:18:15: Die Osterferien stehen bevor – die Tage werden langsam heller aber abends liegt noch diese kühle Frühlingsluft über dem Ort.

00:18:22: Helen möchte sich mit zwei Freunden enttreffen.

00:18:25: Der Treffpunkt ist ein Lebensmittelgeschäft im Zentrum nicht weit von ihrem Zuhause entfernt.

00:18:31: Es ist kein weiter Weg nichts wofür man sich besonders vorbereiten müsste.

00:18:35: Sie geht los, so wie Kinder eben losgehen wenn sie nur kurz zu Freundinnen wollen.

00:18:40: Hier fand ich ein bisschen interessant dass in manchen Quellen standen die wollte sich um zwanzig Uhr treffen.

00:18:44: das würde jetzt für eine zehnjährige ein bisschen spät treffen finden aber das hatte sich nicht überall bestätigt.

00:18:50: okay

00:18:51: ich habe dann kurz überlegt ob es da vielleicht schon relativ hell ist dort aber es ist halt auch nicht nordschweden sondern südschweden.

00:18:57: also das hat jetzt damit nicht viel zu tun.

00:19:00: es war halt schon aber eher abends dass man sich noch mal getroffen hatte.

00:19:05: Ja, also Helen war nun auf dem Weg zu diesem Geschäft und als sie dort ankommt sind ihre Freundinnen aber nicht da.

00:19:12: Man weiß es nicht ob Sie sich verpasst haben, ob sie weitergegangen sind oder ob sie jetzt großartig wartet, aber sie läuft dann ein Stück weiter und trifft dann Freundinnen von ihrer Schwester und spricht halt kurz mit denen.

00:19:24: Und die Jugendlichen erzählen ihr dann dass sie zwei Mädchen gesehen hätten, die gerade den Parkplatz verlassen hätten.

00:19:33: Helen hat dann wahrscheinlich gedacht oder so wird es rekonstruiert, dass es ihre Freundinnen waren und machte sich auf den Weg um diese einzuholen.

00:19:43: Und das gilt auch als der letzte Moment an dem sie quasi das letzte Mal lebend gesehen wurde.

00:19:51: Zunächst glaubt niemand sofort einen Verbrechen.

00:19:53: Warum auch?

00:19:54: Der Ort gilt ja als sicher.

00:19:55: Es kommt halt mal vor, dass sich Kinder auch verpassen.

00:19:57: Sie haben immer noch keine Handys können kommunizieren Und dass sie einfach so miteinander quatschen, mal stehen bleiben mit dem Nachbarreden die Zeit vergessen.

00:20:07: Das ist ja nichts Unübliches und erstmal wird davon ausgegangen das Helen wahrscheinlich noch bei einer Freundin ist oder auf den Weg schon zurück und es einfacher ein bisschen länger dauert.

00:20:16: Doch irgendwann wird dann aus dem Warten unruhe Denn Helen kommt nicht nach Hause Ihre Familie beginnt sich natürlich Sorgen zu machen und als dann auch ihre Freundinnen auftauchen und an der Haustür fragen ob Helen inzwischen wieder da ist Veränder sich natürlich alles.

00:20:31: Denn jetzt ist klar, die Freundinnen wissen nicht wo Helen ist – die Familie weiß es nicht und niemand anderes!

00:20:39: Die Suche beginnt dann zuerst im Kleinen.

00:20:42: Familie, Nachbarn, Menschen aus dem Umfeld alle laufen die Wege ab, die Helen genommen haben könnte.

00:20:48: Sie suchen rund um das Geschäft auf Parkplätzen an Straßen zwischen Häusern.

00:20:52: Sie fragen nach ob jemand sie gesehen hat?

00:20:55: Vielleicht ruft jemand ihren Namen, vielleicht öffnet irgendwo jemand eine Tür weil jemand hofft dass sie doch nur bei Bekannten sitzt und alles gleich aufgelöst wird.

00:21:03: Aber Helen bleibt leider verschwunden.

00:21:06: Gegen zweiundzwanzig Uhrzehnt wird dann die Polizei informiert.

00:21:10: Ab diesem Moment ist es nicht mehr nur eine familiäre Suche sondern ein offizieller Vermisstenfall!

00:21:16: Die Polizei beginnt Hinweise zu sammeln – wer hat Helen gesehen?

00:21:20: Wann genau?

00:21:21: Mit wem wollte sie sich

00:21:22: treffen?!

00:21:23: Wo hätte sie lang gehen müssen?

00:21:24: Welche Wege kommen in Frage, welche Menschen waren zu dieser Zeit im Zentrum von Herbie unterwegs.

00:21:30: In den nächsten Tagen wächst die Suche immer weiter – nicht nur Polizisten suchen nach ihr!

00:21:35: Auch Freiwillige schließen sich weiter an.

00:21:37: Menschen aus Herbie und der Umgebung helfen mit.

00:21:40: Orientierungsläufer beteiligen sich weil Sie wissen wie man Gelände systematisch absucht.

00:21:46: Später sind auch militärische Kräfte beteiligt.

00:21:48: Felder werden abgesucht, Waldstücke durchkämmend, Greben kontrolliert Wege abgegangen.

00:21:55: Immer wieder gibt es Hoffnung, dass irgendwo ein Hinweis auftaucht, das jemand etwas gesehen hat, das Helen lebend gefunden

00:22:02: wird.".

00:22:03: Herbie ist in diesen Tagen nicht mehr der ruhige Ort, der vorher war.

00:22:07: Überall wird gesprochen – Menschen stehen zusammen, fragen was passiert sein könnte überlegen wann sie Hellens letzt gesehen haben.

00:22:14: Eltern halten ihre Kinder enger bei sich Das Gefühl von Sicherheit beginnt zu bröckeln Und trotzdem klammert man sich an die Hoffnungen Denn solange Helen nicht gefunden ist, gibt es diesen einen Gedanken an dem sich alle festhalten.

00:22:28: Vielleicht lebt sie noch?

00:22:29: Vielleicht ist sie irgendwo?

00:22:31: Vielleicht kommt sie zurück!

00:22:34: Sechs Tage lang wird gesucht – sechs Tage in denen die Angst immer größer wird.

00:22:39: Dann endet die Suche auf die schlimmste Weise.

00:22:42: Helens Leiche wird in einem Waldgebiet außerhalb von Herbie gefunden, mehrere Kilometer von ihrem Zuhause entfernt.

00:22:50: Aus dem vermissten Mädchen wird nun ein Mordfall.

00:22:54: Aus der Sorge einer Familie wird er schock eines ganzen Landes und für Herbie ist er nach nichts mehr wie

00:23:01: vorher.".

00:23:03: Mit dem Fund von Hellens Leiche beginnt eine der größten Mordermittlungen, die Schweden bis dahin erlebt hat.

00:23:09: Die Polizei steht unter enormen Druck – nicht nur die Familie verlangt Antworten auch die Öffentlichkeit verfolgt jeden neuen Hinweis In einem kleinen Ort wie Hurby scheint es unvorstellbar, dass ein zehnjähriges Mädchen verschwindet entführt und schließlich ermordet wird ohne das jemand etwas gesehen haben will.

00:23:27: Die Ermittler beginnen sofort damit die letzten Stunden von Hellens Leben zu rekonstruieren.

00:23:32: Sie befragen Freunde, Familienmitglieder, Nachbarn und Menschen, die sich am Abend ihres Verschwindens im Ortszentrum aufgehalten haben.

00:23:40: Schritt für Schritt versuchen sie herauszufinden, welchen Weg Helen genommen hat und an welchem Punkt sie verschwunden sein könnte.

00:23:48: Dabei stoßen sie auf mehrere Zeugen die am Abend ihres Verschwindens einen jungen Mann in der Nähe des Geschäfts gesehen haben, an dem Helen ihre Freundinnen treffen wollte.

00:23:57: Einer der Zeugen berichtet sogar gesehen zu haben wie ein Mann ein kleines Mädchen in ein Auto drängte – doch die Aussage ergeben kein eindeutiges Bild!

00:24:06: Die Beschreibungen unterscheiden sich teilweise und trotz intensiver Ermittlungen gelingt es nicht, die Identität dieses Mannes zweifelsfrei festzustellen.

00:24:15: In den folgenden Monaten gehen bei der Polizei unzählige Hinweise ein – immer wieder werden Verdächtige überprüft!

00:24:22: Bereits zwei Tage nach dem Verschwinden wird einem Mann aus der Region verhörd, dessen Haus durchsucht wird.

00:24:29: Er kann zwar kein überzeugendes Adibi vorweisen, doch letztlich finden die Ermittler keine Beweise gegen

00:24:34: ihn.".

00:24:35: Auch andere Spuren verlaufen im Sande.

00:24:39: Besonders frustrierend ist, dass die Polizei zwar Hinweise auf ein Sexualverbrechen findet – die kriminaltechnischen Möglichkeiten Ende der neunzehntetachtiger Jahre jedoch begrenzt sind.

00:24:51: Die Ermittler sichern zwar biologische Spuren am Körper des Opfers doch die vorhandene Technik reicht nicht aus um daraus einen verwertbares Täterprofil zu gewinnen.

00:25:01: Statt die Spur zu vernichten, treffen sie eine Entscheidung, die sich Jahre später als entscheidend erweisen wird.

00:25:08: Das Material wird eingefroren und

00:25:10: aufbewahrt.".

00:25:12: Und da haben wir ja eigentlich jetzt schon einen Deja Vu, weil das haben wir schon häufiger in den Fällen gehabt – natürlich wird auch in diesem Fall die DNA noch Jahre später eine Rolle spielen!

00:25:23: Ja also die Jahre vergehen natürlich aus Monaten wären Jahre, aus Jahren wird mehr als ein Jahrzehnt.

00:25:31: Immer wieder wird über den Fall berichtet, immer wieder hoffen die Angehörigen auf einen Durchbruch.

00:25:37: Doch die Ermittlungen treten auf der Stelle!

00:25:40: Verdächtige kommen und gehen, Hinweise werden überprüft und wieder verworfen – für die Familie bedeutet das immer wieder neue Hoffnung zu schöpfen nur um kurze Zeit später erneut enttäuscht zu werden.

00:25:54: Erst im Jahr two-tausend zwei kommt wieder Bewegung in dem Fall also jetzt schon dreizehn Jahre später.

00:26:00: Die Polizei entscheidet sich, die Akten vollständig neu aufzurollen.

00:26:04: Ermittler arbeiten durch Vernehmungsprotokolle, Zeugenaussagen und Hinweise, die teilweise seit Jahren in Ordnern liegen.

00:26:12: Nichts soll übersehen werden.

00:26:13: Jede Spur wird noch einmal

00:26:15: geprüft.".

00:26:16: Also hier war das auch wieder so, dass wieder eine Sondereinheit gegründet wird, die sich wieder so Cold-Cases angenommen hat?

00:26:22: Finde ich eigentlich immer ganz cool wenn sowas nochmal aufgegriffen Weil ich glaube, es gibt doch nichts Schimmeres für eine Familie als wenn das umgeklärt ist oder?

00:26:30: Ja

00:26:30: natürlich können die damit abschließen.

00:26:32: Also dieser kleine Funkenhoffnung glaub ich ist ja immer irgendwo dann da, wenn du nicht so abgeschlossen hast.

00:26:39: Naja und in diesen dreizehn Jahren hat sich natürlich die Forensik auch enorm weiterentwickelt und diese eingefrorenen Spuren von neunzehntneunundachtzig werden erneut untersucht und diesmal mit moderner DNA-Technologie Und ein Labor in Großbritannien erstellt dann schließlich einen DNA-Profil des Täters.

00:26:57: Zum ersten Mal verfügen die Ermittler über etwas Greifbares, nicht nur Vermutungen oder Zeugenaussagen sondern eine Spur, die direkt zum Täter führen könnte.

00:27:07: Nun beginnt also eine neue Phase der Ermittlungen.

00:27:10: Die Polizei erstellt eine Liste von neunundzwanzig Männern, die im Laufe der Jahre in irgendeiner Form mit dem Fall in Verbindung gebracht worden waren.

00:27:18: Keiner von ihnen gilt zu diesem Zeitpunkt als Hauptverdächtiger.

00:27:21: Die Ermittler bitten sie lediglich freiwillig um DNA proben und führen weitere Gespräche mit ihnen.

00:27:28: Unter diesen Männern befindet sich auch Ulf Olson, sein Name war Jahre zuvor bereits einmal gefallen nachdem Menschen aus seinem Umfeld ihn mit dem Fall in Verbindung gebracht hatten.

00:27:39: Damals reichte der Hinweis nicht für weitere Maßnahmen – nun gehört er zu den Männern deren DNA untersucht

00:27:45: wird.".

00:27:46: Denn der Polizistin Monika Ohlhead wird bei einem privaten Fest in den letzten Jahren erneut zugetragen, dass sich ein Mann in einer bestimmten Firma um die Mordzeit herum sehr merkwürdig verhalten habe und damals eigenartige Gerüchte um ihn kreisten.

00:28:02: Und das war halt dieser Olson!

00:28:05: Die Polizisten nahmen dann den Tipp ernst und nahm Olson in die Kartei erneud mit auf.

00:28:11: Am XXIII.

00:28:12: Juni, vier kommt schließlich der Anruf auf den die Ermittler seit fünfzehn Jahren gewartet haben.

00:28:18: Die DNA stimmt überein – nicht ungefähr, nicht möglicherweise!

00:28:23: Sie passt auf die Spur, die seit neunzehntneunundachtzig gesichert worden war.

00:28:27: Mit diesem Anrufe endet es für die Ermitler schließlich eine Suche, die fünfzehnte Jahre gedauert hat.

00:28:34: Für die Familie von Helen beginnt dagegen ein völlig neue Abschnitt.

00:28:38: Zum ersten Mal gibt es einen Namen, zum ersten mal steht hinter all den Aktenordnern Suchaktionen und Hoffnungen ein konkreter Mensch.

00:28:46: Und genau dieser Mensch wirkt auf den ersten Blick alles andere als außergewöhnlich.

00:28:51: Ulf Oelsson stammt ebenfalls aus Gorna und lebt viele Jahre in Südschweden.

00:28:57: Wer ihm begegnet, sieht keinen Mann der sofort Verdacht erregt.

00:29:00: Er führt kein spektakuläres Leben, tritt nicht besonders charismatisch auf und fällt vielen Menschen eher durch seine Eigenheiten als durch seine Gefährlichkeit auf.

00:29:09: Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine lange Geschichte von Problemen.

00:29:13: Bereits in jungen Jahren zeigt Ulf Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen.

00:29:18: Im Laufe seines Lebens kommt es immer wieder zu psychischen Auffälligkeiten.

00:29:25: und hat immer wieder Probleme, stabile Beziehungen oder einen geregelten Alltag aufrechtzuerhalten.

00:29:32: Als die Ermittler beginnen sein Leben genauer zu untersuchen, stoßen sie auf zahlreiche Hinweise, die im Nachhinein ein beunruhigendes Bild ergeben.

00:29:40: Menschen aus seinem Umfeld beschreiben ihn als seltsam, zurückgezogen und schwer einschätzbar.

00:29:44: Einige berichten später sogar dass sein Name in den Jahren zuvor bereits mehrfach gefallen sei wenn über den Mord an Hellen gesprochen wurde.

00:29:52: Doch Verdacht reicht eben alleine nicht aus, um jemanden festzunehmen.

00:29:56: Jetzt mit der DNA-Spur sieht die Situation jedoch anders aus.

00:30:00: Die Ermittler beginnen, Ulf intensiv zu verhören.

00:30:04: Anfangs bestreitet er jede Beteiligung – doch je länger die Gespräche dauern, desto mehr Widersprüche tauchen auf.

00:30:10: und schließlich beginnt er zu reden.

00:30:13: Und dann geschieht etwas womit selbst die Ermittlern nicht gerechnet haben denn plötzlich geht es nicht mehr nur um Helen Nielson!

00:30:20: Während der Verhöhre spricht Ulf Ulsson auch über einen weiteren Mordfall, der Schweden seit Jahren beschäftigt.

00:30:26: Es ist der Fall der jungen Jannika Eckblatt – die damals sechsundzwanzigjährige Frau verschwindet nämlich auf im August neunzehnhundert und achtzig spurlos.

00:30:34: Wochen später wird dann auch ihre Leiche gefunden.

00:30:38: Jahrelang stehen die beiden Fälle scheinbar unabhängig nebeneinander.

00:30:41: Zwei Opfer, zwei Ungelöse verbrechen, zwei Familien, die auf Antworten warten….

00:30:47: Doch nun gesteht Ulf Olsson auch für den Tod von Janika verantwortlich zu sein.

00:30:52: Für die Ermittler bedeutet das eine völlig neue Dimension.

00:30:56: Plötzlich geht es nämlich nicht mehr nur darum, dem Mord an Hellen aufzuklären – wir müssen so überprüfen ob ein einzelner Täter tatsächlich für beide Verbrechen verantwortlicher sein könnte!

00:31:07: Die Verhöre zielen sich dann über Wochen hin.

00:31:09: immer wieder schildert Olsen Einzelheiten, die nur der Täter wissen kann.

00:31:13: Manche Aussagen stimmen mit der Ermittlungsakte überein, andere müssen überprüft werden.

00:31:18: Die Ermittler arbeiten sich durch alte Beweise, alte Zeugenaussagen und Tatortberichte.

00:31:23: Nach und nach verdichtet sich das Bild.

00:31:26: Am Ende kommen die Gerichte zu dem Schluss, dass Ulf Ulsson sowohl Helen Nielson als auch Janika Eckblatt getötet

00:31:32: hat.".

00:31:33: Das fand ich sehr krass, dass da noch ein zweiter Mordfall aufgeklärt wurde.

00:31:37: Und was ich auch interessant finde ist es, wenn jemand gesteht ... trotzdem so akribisch noch überprüft wird, dass man alle Aussagen prüft ob das wirklich stimmt.

00:31:47: Also der könnte

00:31:48: ja auch unter Druck irgendwie aussagen

00:31:54: oder einfach aus psychischer Gesundheit irgendwas sagen.

00:31:59: Naja auf jeden Fall ist natürlich für die Familien der Opfer jetzt nach fünfzehn Jahren endlich eine Antwort da einmal wer verantwortlich.

00:32:09: Aber ich denke, diese Antwort bringt keine Erleichterung wie man sie vielleicht erwarten würde.

00:32:13: Denn was die Eltern auch so gesagt haben war für Sie schwierig dass der Täter eben all die Jahre irgendwo dort draußen gelebt hat während sie halt getraut haben Suchplakate ausgehangen wurden, die dann irgendwann verblasten und die Ermittlungsakten immer dicker wurden führte er halt ein ganz normales Leben weiter und konnte ja auch noch immer anders töten.

00:32:34: Und dieser Gedanke beschäftigt halt viele Menschen in Schweden.

00:32:39: nicht nur dass der Täter so lange unentdicht blieb, sondern auch diese entscheidende Spur die ganze Zeit vorhanden war.

00:32:45: Dass sie schon neunzehnundneuen achtzig gesichert wurde aber das man eben noch auf die Technik warten musste, die dann eben alles sichtbar machen konnte.

00:32:52: Aber was war denn genau sein Motiv?

00:32:54: Warum hat er es getan?

00:32:57: Ja da kommen wir noch zu.

00:32:59: also

00:33:00: Mordlust

00:33:03: ja Es wird tatsächlich auch ein Sexual verbrechen Also Sexualtrieb und einer

00:33:08: zehnjährigen

00:33:10: Ja.

00:33:15: Und während des Prozesses spielen dann eben nicht nur die DNA-Beweise eine entscheidende Rolle, sondern auch die Aussagen und Geständnisse von ihm.

00:33:23: Sachverständige beschäftigen sich ausführlich mit seinem psychischen Zustand.

00:33:28: Immer wieder geht es um die Frage ob er voll schuldfühlig ist und welche Rolle seine psychische Erkrankung gespielt haben könnte.

00:33:39: Sexualverbrechen, Sexualtrieb, Mordlust.

00:33:43: Also nicht sozusagen sondern das sind halt so die Motive und die Richter sehen dann eben die Täter schafft als erwiesen an Und er wird für beide Morde verurteilt.

00:33:54: und aufgrund seiner psychischen Erkrankung wird er eben nicht ein gewöhnliches Gefängnis gebracht Sondern in die forensische Psychiatrie eingewiesen.

00:34:03: und damit endet auch einer der längsten unbekanntesten Cold Cases in Schweden.

00:34:07: Die haben halt auch nicht so viele sind ja nicht so viele Einwohner gesehen.

00:34:13: Aber als Zellen verschwindet, also ich finde es so krass, dass sie zehn Jahre alt war und als der Mörder dann gefunden wird, wäre sie wirklich beinahe eine junge Erwachsene gewesen.

00:34:25: Also das waren einfach die Ermittlungen, die stehen still und die Jahre ziehen dann einfach vorbei.

00:34:31: wie viel Geburtstage sich schon gehabt hätte Weihnachten.

00:34:34: Ich find das immer total krass wenn sich das wirklich so lange zieht

00:34:39: Und eigentlich war sie ja auch zur falschen Zeit am falschen Ort oder er hatte sich nicht vorweg beobachtet, das alles geplant.

00:34:48: Er hat sie gesehen mitgenommen und dann halt...

00:34:51: Genau!

00:34:52: Es ist halt nicht ganz so viel bekannt.

00:34:55: also es ist ja auch nur ein relativ kleiner Fall und wie gesagt Schwedenpresse ist auch nicht so ausführlich da gewesen um das Opfer zu schützen.

00:35:02: aber es muss schon nicht ohne gewesen sein weil es in manchen Presseartikeln irgendwie die sadistischen Morde an den beiden so hieß, also da muss auch schon eine gewisse Gewalt-Einwirkung gewesen sein.

00:35:15: Ich weiß nur das Spermerspuren eben entdeckt worden an dem Mädchen.

00:35:20: Aber ich finde es jetzt gar nicht so verkehrt, dass sie das machen um das Opfer zu schützen.

00:35:26: Natürlich

00:35:27: ja!

00:35:27: Also es war jetzt leider nichts zu finden in wiefern er sich jetzt an dem Mädchen vergangen hat.

00:35:33: aber was der Fokus dieses Falls ist, was ich ja immer so krass finde auch schon bei deinen Fällen diese Entwicklung der Forensignal, was das alles gebracht hat.

00:35:41: Einfach mit dieser DNA, dass man dann endlich diesen Täter, der sich schon so in Sicherheit wiegt... Also ich stell mir richtig vor, wie du seinen Lieben liebst und denkst, wer weiß aber vielleicht nicht noch jemanden getötet hat in dem Zeitraum?

00:35:54: Was auch gar nicht bekannt ist!

00:35:56: Weil ich immer so glaube wenn nur einmal tötest oder zweimal tötes dann, töteste auch ein drittes Mal.

00:36:03: Ja, ich finde das einfach krass Und für die Eltern ist es natürlich einmal so, ich glaube auch, so schlimm dann doch die Gewissheit zu haben.

00:36:13: Dass sie tot ist und dass man so viele Jahre voller Fragen hat, wer das getan hat?

00:36:18: Warum?

00:36:19: Die Frage warum kann man glaub ich nie ganz klären?

00:36:22: Und dass man sich ja auch währenddessen fragt, die ganze Zeit läuft dieser Mensch frei rum... Ist es vielleicht auch mein Nachbar?

00:36:29: Guckt er mich gerade an?

00:36:30: Ist der Kassierer im Supermarkt?

00:36:34: Wir wissen ja auch immer, dass viele Verbrechen innerhalb der engsten Kreise passieren.

00:36:41: Ja und du wolltest... Genau es hat auch im Ort etwas so verändert habe ich gelesen, das ist halt wirklich ein kleiner Ort, dass so ein Teil der Sicherheit und des Vertrauens für eine ganze Zeit lang erschüttert war und auch so einen Teil dieser Unbeschwertheit weg war, dass die Eltern plötzlich mehr Angst haben, dass Wege, die früher selbstverständlich waren eben nicht mehr so harmlos wirken dass Türen häufiger abgestoßen werden, also tatsächlich in Schweden auf dem Land.

00:37:07: Also jetzt nicht in Göteburg oder Stockholm oder so ist da eine sehr hohe Kriminalitätsrate tatsächlich.

00:37:13: Ist das wirklich häufig so?

00:37:14: Dass die ihre Tür natürlich abschließen?

00:37:18: Aber es kennt

00:37:18: wir ja auch von Dörfern oder?

00:37:20: Das kenne ich sogar noch bei Freunden bekannten oder so, dass der Schlüssel von außen steckt weil's einfach so Dorfleben ist.

00:37:27: man kommt dann irgendwie über den Zaunen

00:37:30: rüber

00:37:32: und im Haus einfach die Schlüsse steckt von aus und kann jeder rein.

00:37:36: Kenne ich auch, kenne ich hundertprozentig von Freunden Bekannten und so.

00:37:40: Und ich finde ja genau also das war erstmal mein Fall und ich wollte halt unbedingt mal nach Schweden gehen weil wir dasselbe

00:37:47: machen.

00:37:47: Bei den

00:37:48: Schweden eigentlich kriminell gesehen.

00:37:50: Kriminelle gesehen.

00:37:51: Eigentlich recht interessant ist, weil man in Schweden immer dieses Bullerbüsch-Schwenen vor Augen hat.

00:37:56: In Schweden passiert nichts und Schweden ist eigentlich sicher.

00:37:59: Ist es aber gar nicht?

00:37:59: Also ich habe gerade wieder so ein Report gesehen dass die ganz, ganz hohe Kriminalitätsrate haben.

00:38:05: Auch an Jugendkriminalität?

00:38:06: Wow!

00:38:07: Okay... Es gibt jetzt ein neues Gefängnis-Wert eröffnet nur für Jugendliche.

00:38:11: Die haben das Strafrecht runtergesetzt.

00:38:14: Ich glaube auf dreizehn vorher war das bei fünfzehn und die verknacken jetzt richtig die Jugendlichen.

00:38:19: Also die haben tatsächlich mit Mord durch Jugendlichen zu tun.

00:38:23: Da sitzen Mörder drinne, die irgendwie abgestochen oder erschossen

00:38:29: sind.

00:38:29: Ja.

00:38:30: Die haben eine hohe Jugendkriminalität, weil die hohe Bandenkriminalität haben.

00:38:34: In Göteburg gibt es auch häufig Schießereien und in Stockholm.

00:38:39: Das musst du uns mal mehr darüber erzählen über das Gefängnis?

00:38:42: Ich

00:38:43: hab gestern auch vorgestern gesehen, dass wenn diskutiert wurde ob man Kinder schon ins Gefängnestecken stecken kann und Resozialisierung und bla blablabla, aber mit Schweden verbindet man Astro-Grenen.

00:38:57: Deswegen habe ich das Bild gezeigt, typisch diese Häuser.

00:38:59: Aber wir haben ja auch Bekannte in Schweden und die außerhalb natürlich ihr Sommerhaus haben, aber auch in Göteburg leben.

00:39:07: Und die schon immer gesagt habe ich hier ist eine richtig hohe Kriminalitätsrate.

00:39:09: Die schließen in Götenburg sicherlich ihr Haus ab und so hat sie gesagt.

00:39:14: Das ganz Gegenden gibt, die man dort meidet.

00:39:16: Krass!

00:39:17: Das finde ich schon spannend weil man das mit Schweden eigentlich nicht

00:39:19: verbindet.

00:39:19: Gar nicht verbindet generell mit Skandinavien sowohl Nord wegen Finnland und so finde ich alles

00:39:25: Bilderbuch.

00:39:26: Ja, aber die haben hohe Klangkriminalität auch in Schweden so.

00:39:30: Weil Schweden ja auch so Länder sind mit einer hohen Sozialversicherung wo früher auch viel Einwanderung war und alles.

00:39:37: Auch mit Roma und Sinti-Problematiken und so.

00:39:40: Natürlich auch andere als jetzt no front bitte, aber generell haben sie damit auch Probleme.

00:39:46: Krass!

00:39:47: Sehr

00:39:47: interessant und gut dass du mal im Norden warst.

00:39:52: Da wolltest du ja immer schon mal hin.

00:39:54: Ich kenne auch noch ein, zwei andere Fälle.

00:39:56: Ja dann?

00:39:56: Wir waren aber schon im Norden, wir waren in Norwegen schon.

00:39:59: Ja mit zu meinem Fall.

00:40:01: Der Amoklauf der war auch krass.

00:40:02: Puff!

00:40:03: Das stimmt.

00:40:04: Ja gut, das war mein Fall.

00:40:08: Ich

00:40:08: danke dir Anne.

00:40:09: sehr spannend und auch erst so ein bisschen unbefriedigend weil halt diese lange Wartezeit wer wahr ist auch für die Familie Dass es kein Cold Case bleibt, ein Glück und dass der Fall abgeschlossen ist.

00:40:26: Auch wenn ich Cold Case liebe, ist das ja aber trotzdem einfach nur aus der Spannung her, dass ich es liebe, aber nicht für den Fall, da's natürlich das Schlimmste was es gibt?

00:40:36: Das wäre jetzt auch ein Cold Case über dem man nicht hätte so viel diskutieren können weil sie so viele Theorien

00:40:41: geben.

00:40:42: Weil man viele Theoren

00:40:42: gibt.

00:40:42: Das stimmt.

00:40:42: Ist er bei unserem Panama-Fall oder so einen zwei anderen?

00:40:45: Der

00:40:45: Panamanfall.

00:40:46: Das ist ein

00:40:47: Panaman.

00:40:48: Der Panamafall... Das war unser Highlight für mich.

00:40:52: In dieser Podcast-Reihe haben uns ja auch viele zurückgemeldet, dass das einfach wirklich richtig geile Doppelfolge war.

00:41:03: Also wenn Sie sie noch nicht gehört habt, hört unbedingt Reihenfolge fünfzig und einundfünfzig müsste das sein!

00:41:09: Gut ihr Lieben dann sehen wir uns und hören wir uns nächste Woche.

00:41:14: Wir müssen aktiver auf Social Media werden.

00:41:18: Ja wir wissen es.

00:41:20: Haben wir dafür Zeit?

00:41:22: Nein, wollen wir es?

00:41:24: Ja.

00:41:25: Können wir es ja?

00:41:28: Machen wir es?

00:41:29: nein!

00:41:31: Aber dann will ich mich unbedingt ran setzen jetzt anders die Woche nicht dazwischen korrigieren.

00:41:37: in vier Wochen meine Damen und Herren ist bei uns in unserem Bundesland feiernd Zeugnisse und Adieu.

00:41:44: diese Sommerfühlen beginnen Und das ist wirklich immer der Abschluss des gesamten Schuljahres.

00:41:50: Da geht's mal richtig ab, da geht die Post ab!

00:41:53: Ich gehe nächste Woche noch in die mündlichen Prüfungen der Zehnten... Das wird auch nochmal sehr interessant.

00:41:59: Das sind deine letzten drei Schulwochen?

00:42:03: Ja,

00:42:04: auch für mich gibt es einen... Nein, da will ich gar nicht drüber nachdenken.

00:42:06: Für mich gibt dies

00:42:07: auch ein kleinen Abschlussabschied.

00:42:09: Für ein Jahr sage ich lieber wohl.

00:42:13: Die Zeit

00:42:14: verfliegt?!

00:42:15: Sommerferien sind dann einfach, ey... Anfang des Jahres habe ich erfahren dass ich schwanger bin und auf einmal dachte so naja man hat ja auch ein halbes Jahr entspannt.

00:42:26: Sommerferie und so.

00:42:28: Auf einmal macht es und uch!

00:42:31: Und auf einmal sind wir jetzt schon in den Sommerferen.

00:42:35: Ja aber das wird auch eine schöne Zeit und ich bin hier auch In unmittelbarer Nähe.

00:42:41: Kann man gar nicht sein, weil Maxin wohnt in der Schule.

00:42:44: Ich

00:42:44: wohne hier

00:42:44: im Keller.

00:42:45: Riechkeller beim Rattenproblem.

00:42:48: Ja?

00:42:49: Wir wohnen mit den Ratten da unten.

00:42:51: Nein das ist Spaß!

00:42:53: Wir haben keine Ratten als Insider nur.

00:42:55: Okay gut.

00:42:56: Gut ihr Lieben habt eine wunderbare Woche, restwoche, schönes Wochenende und wir hören uns nächste Woche.

00:43:02: Tschüss!

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